Länderprofil Oman

Oman

42
Weltverfolgungsindex
2020
Flagge OIman
Hauptreligion
Islam
Platz Vorjahr
44
ISO
OM
Karte Oman
Christen
0,18
Bevölkerung
5.00
Islamische Unterdrückung
Ethnisch oder traditionell begründete Anfeindungen
Diktatorische paranoia
Privatleben: 12.700
Familienleben: 13.100
Gesellschaftliches Leben: 10.000
Leben im Staat: 11.500
Kirchliches Leben: 12.700
Auftreten von Gewalt: 2.000

Länderprofil Oman

Position auf dem Weltverfolgungsindex

Platz 42 / 62 Punkte (WVI 2019: Platz 44 / 59 Punkte)

Berichtszeitraum: 1. November 2018 – 31. Oktober 2019

Zusammenfassung

Christen mit muslimischem Hintergrund werden von Familie und Gesellschaft unter Druck gesetzt, ihren Glauben zu widerrufen. Sie können aus dem Elternhaus und von ihrem Arbeitsplatz vertrieben werden und haben mit Problemen hinsichtlich des Sorgerechts für ihre Kinder und ihrer Erbschaft zu kämpfen. Ausländische Christen werden toleriert, sind aber beim Bau oder Erwerb ihrer Einrichtungen eingeschränkt. Christliche Versammlungen werden überwacht, um eventuelle politische Aussagen aufzuzeichnen und um festzustellen, ob omanische Staatsangehörige daran teilnehmen. Jede religiöse Organisation muss bei den Behörden registriert werden.

Beispiele aus dem aktuellen Berichtszeitraum

  • Öffentliches Evangelisieren ist verboten und kann nur im Privaten erfolgen. Mehreren Aussagen zufolge wurden im Berichtszeitraum des Weltverfolgungsindex 2020 einige Christen muslimischer Herkunft und ausländische Christen, die über ihren Glauben sprachen, zu Befragungen vorgeladen.
  • Nichtmuslimische Gruppen müssen sich bei der Regierung registrieren lassen, welche dann die Vermietung von Gebäuden an diese Gruppen genehmigt und überwacht.
  • Im Internationalen Bericht des US-Außenministeriums zur Religionsfreiheit 2018 heißt es zum Oman: „Im April starb Hassan Al-Basham, der wegen seiner Kommentare in sozialen Medien im Jahr 2016 wegen Blasphemie und Verletzung religiöser Werte in den sozialen Medien zu drei Jahren Haft verurteilt worden war, im Gefängnis.“ Dies zeigt das politische Klima, in dem sich die Christen im Oman bewegen müssen.
  • Weibliche christliche Hausangestellte sind wegen ihres Glaubens in größerer Gefahr, Opfer von (sexuellem) Missbrauch zu werden.

1. Position auf dem Weltverfolgungsindex

Mit einer Wertung von 62 Punkten belegt Oman Platz 42 auf dem Weltverfolgungsindex 2020.

Im Weltverfolgungsindex 2019 lag Oman mit 59 Punkten auf Rang 44. Der Anstieg um 3 Punkte ist zum Teil auf eine größere Anzahl an Berichten über Gewalt gegen Christen zurückzuführen. Darüber hinaus gerieten die Christen unter stärkeren Druck, nachdem die omanische Regierung die Überwachung der Christen und ihrer Aktivitäten intensivierte. Eine Neubewertung der Situation im Land im Vergleich zu den Nachbarländern trug ebenfalls zu einem Anstieg der Punktzahl bei.

2. Triebkräfte der Verfolgung

Islamische Unterdrückung

Der Islam ist die Staatsreligion, und die Rechtsprechung basiert überwiegend auf dem islamischen Recht. Der Lehrplan aller staatlichen Schulen beinhaltet den islamischen Religionsunterricht. Der Abfall vom Islam ist kein strafbares Vergehen, ist vom Rechtssystem aber nicht vorgesehen, da dieses alle Bürger als Muslime einstuft. Christen muslimischer Herkunft sind in familienrechtlicher Hinsicht benachteiligt, da das Gesetz zum Beispiel dem Vater das Sorgerecht für seine Kinder verwehrt, wenn er den Islam verlässt.

Das Ausmaß der Verfolgung ist für ehemalige Muslime, die sich zum christlichen Glauben bekehren, unterschiedlich. Diejenigen, die aus dem Oman stammen, sehen sich höchstem Druck ausgesetzt. Für Konvertiten aus dem Islam anderer Herkunft, wie etwa aus Pakistan oder der Levante (z.B. Jordanien, Libanon, den palästinensischen Gebieten und Syrien, neben anderen Ländern), hängt viel von der Reaktion innerhalb der Gemeinschaft ab, der sie im Oman angehören. Solange sie keine Unruhe stiften, haben sie von der omanischen Regierung weniger zu befürchten. Allerdings können ihre omanischen Arbeitgeber sie entlassen, was zu einer Abschiebung führen würde, wenn sie keine andere Arbeit fänden. Innerhalb dieser Gemeinschaften von Arbeitsmigranten hängen die Folgen für die Konvertiten mehr von den kulturellen Normen ihrer Heimatländer ab als von den kulturellen Praktiken im Oman. Für Arbeitsmigranten ist die Bekehrung zu Jesus Christus manchmal leichter als in ihrem Heimatland, weil Familie und Verwandte oft weit entfernt sind und der gesellschaftliche Druck weniger stark ist.

Ethnisch oder traditionell begründete Anfeindungen

Stammeswerte, bei denen die Familienehre eine sehr wichtige Rolle spielt, werden mit islamischen Werten vermischt. Omani zu sein bedeutet Muslim zu sein. Es liegt Stolz darin, Omani zu sein, und oft ist die Feier der Tradition wichtiger als deren Bedeutung. Mit der Tradition zu brechen oder die Gründe dafür in Frage zu stellen, ist für die Bevölkerung undenkbar. Die Gesellschaft meidet diejenigen, die den Islam verlassen, auch wenn nicht zur Gewalt ermutigt wird.

Diktatorische Paranoia

Oman wird von einer Dynastie regiert, die den Willen der Bevölkerung nicht respektiert. Es gibt Unzufriedenheit unter den Omanis, die ihre Regierung generell als autoritär ansehen, auch wenn sie anerkennen, dass kürzlich erfolgte Wirtschaftsreformen vorteilhaft waren. In ihrem Bericht von 2019 stufte die Nichtregierungsorganisation „Freedom House“ das Land als „nicht frei“ ein. Der Bericht hält fest: „Das Regime beschränkt nahezu alle politischen Rechte und bürgerlichen Freiheiten und reagiert besonders harsch auf Kritik und Widerspruch.“ Auch die Medien haben mit Schikane und Einschüchterungen zu kämpfen.

3. Verfolger

Ausgehend von islamischer Unterdrückung

  • Die eigene (Groß-)Familie: Obwohl sie eindeutig mit Fragen der Familienehre vermischt sind, sind die stark vertretenen islamischen Überzeugungen ein wichtiger Grund für Familien, sich gegen Familienmitglieder zu wenden, die den christlichen Glauben annehmen. Der Übertritt vom Islam zum Christentum ist in Oman gesellschaftlich inakzeptabel. Die Familien werden die Konvertiten mit Sicherheit aus ihrem Zuhause vertreiben, da sie die Bekehrung nicht nur als einen Angriff auf den Islam, sondern auch auf die Familienehre sehen.
  • Regierungsbeamte: Obwohl Konversion nicht unter Strafe steht, ist sie gesellschaftlich inakzeptabel und ein Glaubenswechsel (weg vom Islam) wird offiziell nicht anerkannt. Omanische Christen (meist Konvertiten vom Islam zum christlichen Glauben) wurden von Regierungsbeamten verhört; ihnen wurde befohlen, Treffen einzustellen und gedroht, sie würden ihre Arbeitsstellen und Häuser verlieren. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Glaubenswechsel zu rechtlichen Problemen in Fragen des Familienstandes führt. Zum Beispiel verlieren Väter, die den Islam verlassen, wahrscheinlich das Sorgerecht für ihre Kinder. Ausländische Christen müssen ihren Glauben mit Bedacht praktizieren, da die Regierung gegen jeden Christen vorgeht, der versucht, öffentlich über den christlichen Glauben zu sprechen; Evangelisation ist illegal und wird nach dem Gesetz bestraft. Ausländische christliche Mitarbeiter wurden verhört und angewiesen, nicht über ihren Glauben zu reden. Andernfalls drohe ihnen der Verlust ihrer Visa. Es sind keine Fälle bekannt, in denen Christen offiziell wegen Evangelisierung strafrechtlich verfolgt wurden, aber einige wurden in den letzten Jahren ohne ordentliches Verfahren aus dem Land ausgewiesen.
  • Nichtchristliche religiöse Leiter: Die Furcht vor feindseligen Äußerungen oder Handlungen islamischer Führer trägt zu dem hohen Maß an Vorsicht bei, zu der sich die Konvertiten gezwungen sehen.
  • Bürger (Menschen aus der breiteren Gesellschaft): Die omanische Gesellschaft ist konservativ und stolz darauf, islamisch zu sein. Die Gesellschaft wird sowohl auf die Regierung als auch auf die Familienmitglieder Druck ausüben, um die islamischen religiösen Normen aufrechtzuerhalten.
  • Anführer ethnischer Gruppen: Familien- und Stammesoberhäupter sorgen dafür, dass der Islam innerhalb ihres Stammes oder ihrer Großfamilie respektiert wird. Sie beeinflussen Familienmitglieder, um Konvertiten dazu zu drängen, ihren Glauben zu widerrufen.

Ausgehend von ethnisch oder traditionell begründeten Anfeindungen

  • Die eigene (Groß-)Familie: Obwohl die islamische Strafe für den Glaubensabfall – die Todesstrafe – eindeutig einer der Hauptgründe für eine Familie ist, ein zum Christentum bekehrtes Familienmitglied zu verfolgen, kann dies nicht getrennt vom Konzept der „Familienehre“ betrachtet werden. Die alten Normen (wie der Schutz der Familienehre) sind noch immer intakt. Der Übertritt vom Islam zum christlichen Glauben ist der Verrat an allem, wofür eine konservative muslimische Familie steht, und eine Schande für den Namen der Familie. Konvertiten laufen Gefahr, von ihren Familien verbannt zu werden, weil diese sich für sie schämen.
  • Anführer ethnischer Gruppen: Stammes- und Familienoberhäupter sorgen dafür, dass die Ehre ihrer Gruppe nicht durch ein Mitglied beschmutzt wird, das zum christlichen Glauben konvertiert, was als große Beleidigung angesehen wird. Für Omanis ist das Omanisch-sein ihre Nationalität, doch ihre wahre Identität liegt in ihrer Stammeszugehörigkeit. Da die Gesellschaft in lokalen Gemeinschaften organisiert ist, bringt ein christlicher Konvertit große Schande über seinen ganzen Stamm. Die Stammesführer und Familienoberhäupter tragen dann die Last, die Ehre des Stammes wiederherzustellen. Dies kann nur geschehen, wenn die Person zum Islam zurückkehrt, die Gemeinschaft verlässt oder stirbt. Die Verfolgung erfolgt meist durch beständigen Druck, zum Islam zurückzukehren, oder durch den vollständigen Ausschluss des Einzelnen durch die Gemeinschaft.
  • Gewöhnliche Bürger: Die Stammeskultur hat immer noch einen weit verbreiteten Einfluss innerhalb der omanischen Gesellschaft, und der gesellschaftliche Status von Stamm und Familie ist für Omanis sehr wichtig. Daher besteht sozialer Druck, gesellschaftliche Normen aufrechtzuerhalten, um den guten Namen des Stammes und der Familie nicht zu beschämen.
  • Nichtchristliche religiöse Leiter: Lokale Imame fördern die Aufrechterhaltung der kulturellen Normen, die mit islamischen Prinzipien verflochten sind.

Ausgehend von Diktatorischer Paranoia

  • Regierungsbeamte: Auch wenn der Sultan wegen des Fortschritts und des Wohlstands, die sein Land unter seiner Herrschaft erlangt hat, sehr beliebt ist, ist er doch gleichzeitig ein Diktator. Die omanische Regierung erlaubt keine Kritik bezüglich Staatsangelegenheiten, ihren Umgang mit religiösen Fragen eingeschlossen. Ausländische Christen, die sich gegen die Regierung aussprechen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit abgeschoben. Viele Christen fürchten zwar die Überwachung ihrer Telefone und ihrer Aktivitäten in den sozialen Medien, doch wird die Technik hauptsächlich gegen Omanis eingesetzt und benutzt, um jedes Anzeichen von Widerspruch und Kritik an der Regierung zu unterbinden.

4. Regionale Brennpunkte der Verfolgung

Die omanische Gesellschaft ist immer noch sehr stammesorientiert, jedoch ist der Druck in städtischen Räumen wie Muskat und ländlichen Gebieten unterschiedlich hoch. Die soziale und familiäre Kontrolle und damit der Druck ist in ländlichen Gebieten generell höher, während die städtischen Gebiete Christen mit muslimischem Hintergrund ein anonymeres Leben ermöglichen.

5. Betroffene Christen

Ausländische Christen

Es gibt eine gewisse Anzahl von ausländischen Gemeinschaften in Oman, die sich hauptsächlich in den großen städtischen Gebieten Muskat und Sohar im Norden und Salalah im Süden befinden. Dazu gehören römisch-katholische, orthodoxe und protestantische Gemeinden. Es gibt mehr als 60 verschiedene christliche Gruppen, Gemeinden und Versammlungen, die in der Hauptstadt Muskat aktiv sind. Jede religiöse Organisation muss bei den Behörden registriert werden, und christliche Treffen werden überwacht. Es ist ausländischen Christen erlaubt, diskret in Privathäusern und auf Geschäftsgeländen Gottesdienste zu feiern. Bei der Ausrichtung von Veranstaltungen in ihren Einrichtungen sind sie eingeschränkt, damit Einheimische nicht verärgert werden.

Christen muslimischer Herkunft

Christliche Konvertiten riskieren Verfolgung durch Familie und Gesellschaft, zumeist in Form von Druck, ihren Glauben zu widerrufen sowie dem Ausschluss aus der Gemeinschaft. Sie können ihre Familie verlieren, da das Gesetz Vätern, die den Islam verlassen, verbietet, das Sorgerecht für ihre Kinder zu behalten.

6. Betroffene Lebensbereiche und Auftreten von Gewalt

Privatleben 12.7
Familienleben 13.1
Gesellschaftliches Leben 10
Leben im Staat 11.5
Kirchliches Leben 12.7
Auftreten von Gewalt 2

Grafik: Verfolgungsmuster Oman

Die Summe der Wertungen aller sechs Bereiche (die maximale Punktzahl beträgt jeweils 16,7) ergibt die Gesamtpunktzahl und somit die Platzierung auf dem Weltverfolgungsindex. Das Verfolgungsmuster zeigt das Ausmaß von Druck und Gewalt, welche durch das Zusammenwirken der Triebkräfte hervorgerufen werden.

Das Verfolgungsmuster zeigt:

  • Der durchschnittliche Druck auf Christen ist sehr hoch und stieg von 11,5 Punkten im Weltverfolgungsindex 2019 auf 12,0 Punkte im Weltverfolgungsindex 2020.
  • Obwohl alle Lebensbereiche ein hohes oder sehr hohes Maß an Druck aufweisen, ist die Verfolgung in den Bereichen „Privatleben“, „Familienleben“ und „Kirchliches Leben“ am höchsten. Dies spiegelt auf der einen Seite die schwierige Situation der Christen muslimischer Herkunft wider, die einem sehr hohen Druck durch ihre eigene (Groß-)Familie ausgesetzt sind; auf der anderen Seite ist das kirchliche Leben sowohl für Christen muslimischer Herkunft als auch für ausländische Christen schwierig, da die Verkündigung des Evangeliums und die Integration von Christen muslimischer Herkunft gesellschaftlich inakzeptabel sind.
  • Der Wert für das Auftreten von Gewalt bleibt niedrig, trotz eines Anstiegs von 1,7 Punkten im Vorjahr auf 2,0 Punkte im aktuellen Berichtszeitraum. Dieser Anstieg ist vor allem auf eine höhere Anzahl von gewalttätigen Vorfällen zurückzuführen.

Zu jedem der Lebensbereiche sind im Folgenden jeweils ausgewählte Teilaspekte genannt, die im betreffenden Lebensbereich für die Christen zu den gravierendsten Schwierigkeiten gehören.

Privatleben

  • Konversion wird bekämpft, verboten oder strafbar – selbst innerhalb christlicher Glaubensrichtungen: Oman ist eines der wenigen Länder, in denen der Islam Staatsreligion ist, in denen aber der Glaubenswechsel kein Verbrechen ist, solange er nicht öffentlich erfolgt. Dennoch gibt es Konsequenzen, vor allem bei Fragen, die mit Familienangelegenheiten zu tun haben, und besonders Konvertiten sehen sich in ihrem Privatleben Verfolgung ausgesetzt. Es folgt ein Auszug aus dem Bericht zur internationalen Religionsfreiheit für 2018 des US-Außenministeriums: „Angehörige religiöser Minderheiten berichteten, dass die Bekehrung vom Islam innerhalb der muslimischen Gemeinschaft äußerst negativ gesehen wird.“ Dies erklärt, warum ein Christ muslimischer Herkunft von seiner Familie geächtet wird. Angesichts der Stammeskultur bedeutet die Ächtung, dass ein Konvertit alle sozialen Sicherheiten verliert, die normalerweise von der Familie gewährt werden.
  • Es ist für Christen riskant, offen christliche Bilder oder Symbole zu zeigen: Christen muslimischer Herkunft können keine christlichen Symbole tragen, da sie zur Entdeckung ihres Glaubenswechsels führen könnten. Auch ausländische Christen sind manchmal vorsichtig, da das öffentliche Tragen eines Kreuzes zu negativen Bemerkungen oder anderen Arten von Schikanen führen kann, besonders wenn sie in einem omanischen Haushalt arbeiten (z.B. als Hausangestellte).
  • Es ist für Christen riskant, mit unmittelbaren Familienmitgliedern über ihren Glauben zu sprechen: Dies gilt vor allem für omanische Christen muslimischer Herkunft, da die Familien von Arbeitsmigranten oft im Heimatland bleiben. Die Omanis reagieren auf die Bekehrung eines Familienmitglieds ausgesprochen feindselig, daher gehen omanische Konvertiten hohe Risiken ein, wenn sie mit Familienmitgliedern über ihren neuen Glauben sprechen.
  • Es ist für Christen riskant, ihren Glauben mit anderen als den unmittelbaren Familienmitgliedern (Großfamilie, andere) zu besprechen: Die Risiken sind für omanische Christen muslimischer Herkunft am höchsten; für nicht-omanische Konvertiten hängt das Risiko von den Normen ihrer eigenen Gemeinschaft ab. Ausländische Christen, die öffentlich über den christlichen Glauben sprechen, können der Missionierung beschuldigt werden, was zur Abschiebung führen kann.

Familienleben

  • Kinder von Christen werden automatisch unter der Staats- oder Mehrheitsreligion registriert: Alle Kinder von Omanis werden als Muslime betrachtet. Dieses Prinzip gilt auch für die Kinder omanischer Konvertiten.
  • Die Registrierung von Geburt, Hochzeit, Tod usw. von Christen wird behindert oder unmöglich gemacht: Es gibt keine Anerkennung des Glaubenswechsels, daher ist es für Konvertiten unmöglich, nach einer christlichen Trauung eine Ehe als „christlich“ zu registrieren, ebenso wenig können ihre gemeinsamen Kinder als Christen registriert werden.
  • Christliche Kinder wurden dazu gedrängt, christenfeindlichen Religionsunterricht oder den der Mehrheitsreligion zu besuchen: Dies gilt insbesondere für Konvertiten vom Islam zum christlichen Glauben. Da ihr neuer Glaube nicht anerkannt wird, können ihre Kinder nicht von der islamischen Bildung ausgenommen werden wie die Kinder nichtmuslimischer Arbeitsmigranten. Der Islamunterricht ist in den staatlichen Schulen obligatorisch. Privatschulen können Unterricht für Angehörige anderer Religionen anbieten.
  • Christliche Ehepartner von Nichtchristen sind vom Recht oder der Möglichkeit ausgeschlossen, das Sorgerecht für die Kinder in Scheidungsfällen zu beanspruchen: Nach omanischem Recht verliert ein christlicher Ehemann mit muslimischem Hintergrund bei der Scheidung sein Sorgerecht (dies wäre bei einer konvertierten Ehefrau nicht anders, aber Frauen haben im Allgemeinen kein Sorgerecht).

Christen muslimischer Herkunft gelten rechtlich immer noch als Muslime. Sie können nur nach islamischen Riten heiraten. Eine christliche Hochzeit oder Beerdigung ist schwierig. Außerdem werden die jeweiligen Ehepartner unter Druck gesetzt, sich von einem Konvertiten scheiden zu lassen.

Gesellschaftliches Leben

  • Christen werden von ihrem sozialen Umfeld oder von privaten Gruppen überwacht (dazu gehören die Anzeige bei der Polizei, Beschattung, Abhören von Telefonleitungen, Lesen/Zensieren von E-Mails usw.): Christen werden im Allgemeinen nicht nur von der Regierung, sondern auch von der Gesellschaft überwacht, welche die Sicherheitsdienste informiert, wenn sie von „verdächtigen Umständen“ erfahren. Besonders einheimische Omanis und ausländische Christen, die der Evangelisation verdächtigt werden, werden von den Sicherheitsdiensten überwacht.
  • Christen werden verhört oder aus religiösen Gründen gezwungen, sich bei der Polizei zu melden: Zusätzlich zur Überwachung werden Christen, die der Evangelisation verdächtigt werden (sowohl ausländische Christen als auch Staatsbürger), regelmäßig von der Polizei verhört. Die Verhöre finden in der Regel ohne Anwendung von körperlicher Gewalt statt, doch der Druck auf die Kirche wird hochgehalten.
  • Christen werden unter Druck gesetzt, an nichtchristlichen religiösen Feierlichkeiten teilzunehmen: Omanische Christen muslimischer Herkunft müssen oft an islamischen Feierlichkeiten teilnehmen, um die Entdeckung ihres neuen Glaubens zu vermeiden oder um sicherzustellen, dass sie ihre Familie nicht durch ihre Abwesenheit beschämen.
  • Christen werden in der öffentlichen oder privaten Arbeitswelt aus religiösen Gründen diskriminiert: In einer Stammesgesellschaft wie dem Oman wird die Beschäftigung oft über (Familien-) Beziehungen vermittelt. Bekannte omanische Christen muslimischer Herkunft werden geächtet und können daher keine Arbeit mehr finden. Es ist eine anerkannte Tatsache, dass ausländische Christen mitunter am Arbeitsplatz diskriminiert werden. Ihr christlicher Glaube stellt in dieser Hinsicht eine zusätzliche Verwundbarkeit dar, obwohl auch Rassismus oft eine Rolle spielt.

In ihrem sozialen Umfeld – und insbesondere in den Schulen – sind es vor allem die Christen muslimischer Herkunft, die Vorkehrungen treffen müssen, um Diskriminierung, Belästigung und Mobbing zu vermeiden. Ein Experte für das Land stellt fest: „Der Lehrplan öffentlicher Schulen beinhaltet islamische Lehren. Es ist Pflicht für muslimische Schüler, den Islamunterricht zu besuchen. Christen und andere Nichtmuslime müssen diesen Unterricht nicht besuchen. Allerdings müssen Christen muslimischer Herkunft, die aus Sicherheitsgründen ihren christlichen Glauben nicht offenbaren wollen, weiter am Islamunterricht teilnehmen. Darüber hinaus gibt es keinen gleichwertigen christlichen Religionsunterricht im Lehrplan für christliche Schüler".

Christen werden generell nicht nur durch die Regierung, sondern auch durch die Gesellschaft überwacht. Christliche Symbole wie das Tragen eines Kreuzes kann zu Fragen führen. Auch in diesem Bereich erleben christliche Konvertiten den stärksten Druck, da sie generell durch die Gesellschaft ausgegrenzt werden, wenn ihr Glaube bekannt wird. Ein Christ muslimischer Herkunft kann beispielsweise sehr leicht seine Arbeitsstelle verlieren.

Leben im Staat

  • Die Verfassung schränkt die Religionsfreiheit ein, wie sie in Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formuliert ist: In Oman ist der Islam die Staatsreligion und die Scharia die Grundlage für die Gesetzgebung (Artikel 2). Die Verfassung (Artikel 28) garantiert die „Freiheit zur Ausübung religiöser Riten“ nur unter der Bedingung, dass sie „nicht ... im Widerspruch zur Moral stehen“. Daher besteht keine Freiheit, vom Islam zum Christentum zu konvertieren.
  • Christen wurden daran gehindert, ihre Ansichten oder Meinungen in der Öffentlichkeit zu äußern: Christen versuchen generell, nicht aufzufallen um Verfolgung zu vermeiden. Eine Kritik an der omanischen Regierung oder am Islam würde wahrscheinlich zu einer Abschiebung von Arbeitsmigranten führen. Daher ist es in Oman notwendig, sich aus christlicher Perspektive etwa über soziale Gerechtigkeit zurückhaltend zu äußern.
  • Christliche zivilgesellschaftliche Organisationen oder politische Parteien werden aufgrund ihrer christlichen Überzeugung in ihrer Arbeit behindert oder verboten: Nur christliche Organisationen mit einem klaren Nutzen für die omanische Gesellschaft, wie z.B. Krankenhäuser, sind willkommen. Es ist unmöglich, eine christliche Organisation mit Missionsabsicht zu gründen. Organisationen mit einem klaren christlichen Profil werden der Missionierung verdächtigt und bekämpft.
  • Christen, Kirchen oder christliche Organisationen werden daran gehindert, religiöse Symbole öffentlich zur Schau zu stellen: Die Kirchen stellen auf ihren eigenen Grundstücken keine Kreuze oder andere christliche Symbole zur Schau, die für die Öffentlichkeit außerhalb des Grundstücks sichtbar sein könnten. Diejenigen, die sich außerhalb eines Kirchengeländes treffen, und besonders Christen mit muslimischem Hintergrund, müssen äußerst vorsichtig sein um zu vermeiden, dass Einheimische sich provoziert fühlen.

Christen müssen unter Richtlinien und Gesetzen leben, die in Übereinstimmung mit dem Islam erlassen werden. Ein Experte für das Land schreibt jedoch: „In den letzten Jahren haben die omanischen Behörden den lokalen Christen mitgeteilt, dass es ihnen erlaubt ist, zu glauben, was immer sie wollen, vorausgesetzt, dass sie sich nicht an unbefugten Orten treffen oder ihre christlichen Überzeugungen in irgendeiner Weise bekannt machen. Dies zeigt, dass die Regierung nicht gegen Christen muslimischer Herkunft vorgeht, solange sie keine öffentlichen Unruhen verursachen.

Kirchliches Leben

  • Kirchen werden daran gehindert, christliche Aktivitäten außerhalb der Kirchengebäude zu organisieren: Da öffentliche christliche Aktivitäten oft als Missionierung interpretiert werden, besteht für Kirchen keine Erlaubnis, diese zu organisieren. Die meisten Kirchen wenden in dieser Hinsicht Selbstzensur an, um Probleme mit der Regierung oder der Gesellschaft zu vermeiden.
  • Kirchen werden daran gehindert, Christen muslimischer Herkunft offen zu integrieren: Aufgrund des gesellschaftlichen Drucks sind die Gemeinden bei der Integration von Christen muslimischer Herkunft sehr vorsichtig. Darüber hinaus würde die Regierung höchstwahrscheinlich gegen jede Kirche vorgehen, die aktiv Konvertiten in ihre Gemeinde integriert.
  • Der offene Verkauf oder die Verteilung von Bibeln und anderen christlichen Materialien sind eingeschränkt: Die Veröffentlichung, Einfuhr und Verteilung von religiösem Material werden stark reguliert. Die Kirchen dürfen ihre eigenen Kanäle für den Import von Bibeln nicht mehr nutzen und sind gezwungen, auf säkulare Buchhandlungen zurückzugreifen.
  • Kirchen oder christliche Organisationen wurden daran gehindert, christliche Literatur zu drucken oder Druckmaschinen zu besitzen: Kirchen können Materialien für den eigenen Gebrauch drucken, doch das Drucken großer Mengen christlicher Materialien würde als ein Akt der Missionierung interpretiert werden. Die Gründung eines christlichen Verlags wäre im Oman nicht möglich.

Es gibt viele offiziell anerkannte Gemeinden und Kirchen im Oman. Dennoch ist es schwierig, ein Kirchengebäude zu registrieren und zu bauen. Zudem muss die Regierung der Vermietung von Gebäuden an religiöse Gruppen zustimmen. Das Gesetz verbietet allen religiösen Gruppen öffentliche Missionierung, allerdings toleriert die Regierung private Evangelisation innerhalb der rechtmäßig registrierten Gebäude. Diese Toleranz gegenüber privater Evangelisation ist charakteristisch für den Oman, denn diese ist in den Nachbarländern unmöglich und sogar gefährlich. Auf diesem Weg will die Regierung ihr Land gegenüber seinen Nachbarn als islamisch darstellen, während sie sich gleichzeitig tolerant gegenüber den Minderheiten zeigt.

Auftreten von Gewalt

Es wird vermutet, dass wenigstens 100 christliche Hausmädchen im Berichtszeitraum (sexuelle) Gewalt erlebt haben. Es ist allgemein bekannt, dass Dienstmädchen, die im häuslichen Bereich arbeiten, häufig (sexuellem) Missbrauch ausgesetzt sind. Statistiken sind jedoch rar, da nur ein sehr geringer Anteil der beteiligten Personen, Organisationen und Staaten ein Interesse daran hat, die wahre Situation aufzudecken: Oman ist für die in den Privathaushalten anfallenden Arbeiten auf diese Hausmädchen angewiesen, aber aufgrund der dort herrschenden Schamkultur sorgt man sich um seinen Ruf. Auch die Heimatländer der Hausmädchen brauchen das Geld, das von den Tausenden von Migranten, die in den Golfstaaten arbeiten, einfließt, und wollen ihre wirtschaftlichen Interessen nicht aufs Spiel setzen (wenngleich der philippinische Präsident Duterte ein vorübergehendes Reiseverbot nach Kuwait verhängte, nachdem im Februar 2018 die Leiche eines philippinischen Hausmädchens in der Kühltruhe eines kuwaitischen Hauses gefunden wurde).

- Die Arbeitgeber der misshandelten Hausmädchen sind entweder selbst die Täter oder haben kein echtes Interesse an ihrem Wohlergehen. Die Hausmädchen selbst schämen sich oft wegen des Missbrauchs und wollen nicht als „schmutzig“ angesehen werden, weder von ihrem Umfeld in Oman noch von ihrer Familie zu Hause. Außerdem stellen viele von ihnen eine dringend benötigte Einkommensquelle für ihre Familien in ihren Heimatländern dar. Ihre Familien zu Hause sind stolz auf die Arbeit, die im Oman geleistet wird, und die Hausmädchen wollen ihre Familien nicht enttäuschen. Daher sind Statistiken und Beweise für sexuellen Missbrauch sehr schwer zu erbringen. Es ist auch schwierig zu beweisen, dass jeglicher sexuelle Missbrauch darauf zurückzuführen ist, dass das Hausmädchen keine Muslimin ist. Dennoch stimmen konservative Schätzungen angesichts der hohen Zahl ausländischer Christen im Land überein, dass im Berichtszeitraum mindestens 100 christliche Hausmädchen wegen ihres Glaubens (sexuell) missbraucht wurden.

7. Verfolgungssituation für Frauen und Männer

Wie Frauen Verfolgung erfahren:

  • Verweigerung des Rechts, einen christlichen Partner zu heiraten
  • Zwangsverheiratung
  • (Haus-)Arrest durch die Familie
  • Verbale Gewalt
  • Sexuelle Gewalt

Trotz der gesetzlichen Erklärung, dass alle Bürger gleich sind, erhält das omanische Personenstandsgesetz zahlreiche Ungleichheiten aufrecht, etwa in den Bereichen Scheidung, Erbschaft und Sorgerecht für Kinder, wie aus einem Bericht der Nichtregierungsorganisation „Human Rights Watch“ von 2017 hervorgeht. Generell sind Frauen im Oman in einer verwundbaren Position. Die Gesellschaft ist sehr konservativ und das Leben von Frauen und Mädchen wird von ihrem Vater, Ehemann oder Vormund kontrolliert. Innerhalb der omanisch-muslimischen Kultur werden Frauen als weniger wertvoll als Männer betrachtet, selbst in Gerichtsverhandlungen. Meistens bleiben Frauen zuhause bei ihren Kindern. Dies schafft eine Denkweise, in der Frauen in vielerlei Hinsicht als weniger fähig betrachtet werden. Das hat auch einen Einfluss auf ihren Glauben, da von Frauen nicht erwartet wird, eine religiöse Meinung zu haben. Diese Umgebung macht es besonders für Frauen schwierig, den Islam für den christlichen Glauben zu verlassen. Normalerweise erleben Frauen und Mädchen den Druck vonseiten der Familie am stärksten, gefolgt von jüngeren und älteren Männern, was die unterschiedlichen Status- und Freiheitsebenen innerhalb der Kultur widerspiegelt. Zusammen mit der sozialen Kontrolle innerhalb dieses Systems wird offenbar, wie viele Barrieren Frauen davon abhalten, ihren Glauben zu wechseln und sich mit Christen zu treffen.

Die Misshandlung von Arbeitsmigranten, einschließlich deren sexueller Missbrauch, bleibt ein wichtiges Thema. Obwohl dies nicht in erster Linie ein religiöses Problem ist, gibt es Anzeichen, dass nichtmuslimische Arbeitsmigranten, von denen fast alle weiblich sind, in größerer Gefahr stehen, Opfer eines solchen Missbrauchs zu werden als Muslime.

Wie Männer Verfolgung erfahren:

  • Ausschluss aus der Gemeinschaft
  • Beschlagnahmung von Erbschaft und Besitz
  • Diskriminierung/ Schikanierung im Bildungsbereich
  • Wirtschaftliche Schikanierung im Berufs-/ Geschäftsleben
  • (Haus-)Arrest durch Familie
  • Inhaftierung durch die Behörden
  • Verbale Gewalt

Es ist sehr schwierig für muslimische Männer, in Oman zum christlichen Glauben zu konvertieren. Wahrscheinlich ist, dass Christen muslimischer Herkunft unter den Auswirkungen der sozialen Ächtung leiden, sowohl durch die unmittelbaren und erweiterten Familien als auch durch das weitere soziale Umfeld. Männliche Konvertiten verlieren wahrscheinlich die finanzielle Unterstützung ihrer Familien sowie die notwendigen Verbindungen, um in der netzwerkbasierten Gesellschaft des Oman einen Arbeitsplatz zu finden oder zu erhalten. Außerdem wird keine omanische Familie ihrer Tochter erlauben, einen Mann zu heiraten, der seine eigene Familie nicht respektiert, indem er sie und alles, was sie ihm beigebracht haben, ablehnt.

Wenn ein Konvertit zum Zeitpunkt seiner Bekehrung Familie und Arbeit hat, riskiert er, alles zu verlieren. Wenn ein Mann den Islam verlässt, verliert er per Gesetz automatisch das Sorgerecht für die Kinder; seine Frau könnte sich scheiden lassen und er kann leicht seine Arbeit verlieren, was große Auswirkungen auf alle seine Familienmitglieder hat, da Männer traditionell der Ernährer ihrer Familie sind.

Was männliche christliche Arbeitsmigranten betrifft, so wird jeglicher Druck, den sie aufgrund ihres Glaubens erfahren, höchstwahrscheinlich am Arbeitsplatz ausgeübt.

8. Verfolgung anderer religiöser Gruppen

Hindus, Buddhisten und Nicht-Ibadi-Muslime sind relativ frei darin, ihren Glauben zu praktizieren. Im Bericht des US-Außenministeriums über die internationale Religionsfreiheit für 2018 wird angeführt, dass andere nicht-muslimische Gruppen relativ frei sind, sich in bestimmten Gebieten zu versammeln, dass aber die Überfüllung der Versammlungsorte als Problem bestehen bleibt. Darüber hinaus wird es diesen Gruppen auch erschwert, sich bei der Regierung zu registrieren, da die Verfahren nicht klar sind.

9. Der Ausblick für Christen

Islamische Unterdrückung

Obwohl die Gefahr einer künftigen Islamisierung durchaus besteht, gibt es auch den positiven Trend: Die Regierung versucht, eine Kultur der religiösen Harmonie zu entwickeln. Das al-Amana-Zentrum, eine von der Regierung unterstützte protestantische Initiative, setzt sich für den Dialog und die Verständigung zwischen Muslimen und Christen ein unter der Prämisse: „Kein Frieden zwischen den Nationen ohne Frieden zwischen den Religionen“ und „Kein Frieden zwischen den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen“. Dennoch wird der Glaubenswechsel ein sehr sensibles und umstrittenes Thema bleiben und die Kirchen werden in ihren Aktivitäten, insbesondere bei der Evangelisierung, eingeschränkt bleiben.

Ethnisch oder traditionell begründete Anfeindungen

Obwohl die Verstädterung und Modernisierung jede neue Generation beeinflusst, werden Familie und Stammesdenken höchstwahrscheinlich wichtige Faktoren in der Gesellschaft bleiben. Solange religiöse Identität und Stammesidentität miteinander verwoben bleiben, wird die Bekehrung zum Christentum als Verrat an Familie und Stamm angesehen werden, was eine solche Entscheidung schwierig macht.

Diktatorische Paranoia

Solange der Sultan an der Macht ist, werden ausländische Christen höchstwahrscheinlich ihre relative Freiheit der Religionsausübung behalten. Die Regierung wird die Christen weiterhin wegen „verbotener Aktivitäten“ (Evangelisierung) überwachen, die öffentliche Unruhe verursachen können, aber wahrscheinlich werden Christen nicht aggressiver verfolgt werden. Dies kann sich jedoch leicht ändern, wenn der Sultan stirbt oder abdankt.

10. Gebetsanliegen

Bitte beten Sie für den Oman:

  • Die omanische Regierung toleriert private Evangelisation innerhalb der rechtmäßig registrierten Gebäude. Diese Toleranz gegenüber privater Evangelisation ist charakteristisch für den Oman, denn diese ist in den Nachbarländern unmöglich und sogar gefährlich. Bitte beten Sie, dass diese Toleranz zu vermehrten Zuwendungen zu Jesus führt und zugleich für den Oman zum Segen wird.
  • Es wird vermutet, dass wenigstens 100 christliche Hausmädchen im Berichtszeitraum (sexuelle) Gewalt erlebt haben. Bitte beten Sie um umfassenden Schutz für diese Hausmädchen.
  • Wenn ein Mann den Islam verlässt, verliert er per Gesetz automatisch das Sorgerecht für die Kinder; seine Frau könnte sich scheiden lassen und er kann leicht seine Arbeit verlieren, was große Auswirkungen auf alle seine Familienmitglieder hat, da Männer traditionell der Ernährer ihrer Familie sind. Bitte beten Sie für Schutz und umfassende Versorgung für sämtliche Angehörigen der betroffenen Familien.

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