Nigeria

Dringende Hilfe für Christen auf der Flucht

Christen nach Angriffen auf Gebet und Unterstützung angewiesen

Liebe Freunde,

von westlichen Medien weitgehend ignoriert, hat in Afrika die Ausbreitung des islamischen Extremismus in den vergangenen zehn Jahren zu einer dramatischen Zunahme der Verfolgung geführt. Islamisch-extremistische Gruppen wenden massive Gewalt an, um den Machtbereich des Islam auszudehnen. Nigeria ist dabei einer der Brennpunkte. 

Allein innerhalb eines Jahres wurden in Nigeria 5.014 Christen getötet und 4.726 entführt. In diesem Sommer wurden innerhalb nur einer Woche mehrere Dörfer im Bundesstaat Plateau angegriffen, dabei wurden insgesamt 30.000 Menschen vertrieben und 125 getötet, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Eine Mutter, deren ältestes Kind unter den Todesopfern war, sagte: „Wir hörten gegen Mitternacht Schüsse. Meine Großmutter und das Mädchen, das bei mir wohnt, wurden getötet, ebenso mein Erstgeborener. Zudem wurde mein 5-jähriger Sohn schwer verletzt. Er hat große Schmerzen.“

Tausende Christen leben derzeit unter prekären Bedingungen in Lagern für Binnenvertriebene. Die enorme Not drängt uns zum Handeln. So wagen wir ein Hilfsprojekt, für das unsere derzeitigen Mittel nicht ausreichen und für das wir deshalb um Ihre Unterstützung bitten. Noch im Januar wollen wir 10.157 Familien (etwa 72.200 Personen) in mehreren Lagern in den Bundesstaaten Plateau und Benue mit Hilfsgütern erreichen. Bislang erhalten sie nicht die Hilfe, die sie brauchen; nur ein Minimum an Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung hat die Lager erreicht. Sie benötigen jetzt dringend Lebensmittel und andere Hilfsgüter, aber auch neue Hoffnung und eine Perspektive.

Diese Christen gehören zu unserer Familie, zum Leib Christi. Wir können nicht zulassen, dass sie in dieser unfassbaren Situation allein bleiben. Die Worte von Jesus aus Matthäus 25,40b sprechen genau in diese Situation hinein: „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!“ Ich möchte jedem danken, der uns dabei hilft, diesen Geschwistern in ihrer Not beizustehen!

Unterschrift Markus Rode

Leiter Open Doors Deutschland

Unsere Hilfe: Sofort und langfristig

Noch im Januar wollen wir 10.157 Familien (etwa 72.200 Personen) in mehreren Lagern in den Bundesstaaten Plateau und Benue mit Hilfsgütern erreichen. Besonders dringend werden Nahrungsmittel und Medikamente benötigt. Fast alle Binnenvertriebenen haben ihre Häuser verloren, so dass es selbst an grundlegenden Bedarfsgegenständen wie Decken mangelt. Viele von ihnen schlafen im Dreck, und für die Kinder dienen behelfsmäßige Tücher als Bettzeug. Durch die Verteilung von Hilfsgütern wollen wir dieser äußeren Not begegnen und den Christen damit zugleich ein sichtbares Zeichen der Anteilnahme und neue Hoffnung geben.

Drei Personen stehen um eine Feuerstelle inmitten von Zelten
Verfolgte Christen in einem Lager für Binnenvertriebene in Benue (Nigeria)

Über diese unmittelbare Nothilfe hinaus benötigen die Christen eine Perspektive für die Zukunft. Trauma-Seelsorge soll ihnen helfen, die Geschehnisse zu verarbeiten, und ihre Beziehung zu Jesus stärken. Durch Berufsbildungsprogramme, Mikrokredite und weitere Hilfe zur Selbsthilfe wollen wir sie befähigen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. So können sie ihre Existenz selbstständig wiederaufbauen und als Licht und Salz in der Region bleiben. „Unsere Hilfe wird der Gemeinde Jesu angesichts der harten Bedrängnis in dieser Region neue Hoffnung geben“, sagt ein Leiter unseres Teams für die Arbeit in Nigeria.

Drei Kinder mit afrikanischem Aussehen
Geflüchtete Kinder im Flüchtlingslager Ortese in Guma, Benue (Nigeria)

Mit Ihrer Unterstützung möchten wir den Christen in Nigeria in der jetzigen akuten Not und darüber hinaus helfen, u. a. in den folgenden Bereichen

  • Nahrungsmittel und sonstige Nothilfe (Decken, Hygieneartikel, Moskitonetze …)
  • Berufsbildungsprogramme, Mikrokredite und weitere Hilfe zur Selbsthilfe
  • Trauma-Seelsorge
  • Bibelverteilung

 

Vielen Dank für Ihre Spende!

 

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Bitte beten Sie

  • um Gottes Schutz und Versorgung für Christen auf der Flucht.
  • um Heilung für die Christen, die traumatisiert sind.
  • dass die Christen im Glauben gestärkt werden und neue Hoffnung schöpfen.
  • dass Jesus den Verfolgern begegnet und sie ihn als Retter erkennen.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

Länderprofil

Länderprofil Nigeria

Weltverfolgungsindex 2024: Platz 6. Im Länderprofil lesen Sie, warum und auf welche Weise Christen in Nigeria verfolgt werden und wie sich das konkret in ihrem Leben äußert.

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