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Weltweit

Open Doors veröffentlicht den 30. Weltverfolgungsindex

(Open Doors, Kelkheim) – „Der 30. Weltverfolgungsindex in Reihe belegt die starke Zunahme von Christenverfolgung weltweit“, sagt Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland. „Es ist besonders für die betroffenen Christen wichtig, dass gegen sie begangenes Unrecht dokumentiert wird und sie nicht ungehört bleiben. Gleichzeitig erhalten sie Trost durch Gebet und materielle Unterstützung, weil Christen weltweit anhand des Index beten. Weil sie gehört und gesehen werden, schöpfen verfolgte Christen – in allem Leid – Hoffnung aus der weltweiten Berichterstattung. Open Doors macht damit Verfolgung sichtbar und belegbar und gibt verfolgten Christen eine Stimme.“

Zwei Männer sitzen zusammen und beten
Pastor Sudeep aus dem Osten Indiens wurde bereits mehrmals wegen seiner christlichen Aktivitäten verhaftet

Die zehn gefährlichsten Christenverfolgerstaaten – Nordkorea ist zurück auf Rang 1

Nachdem die Taliban ab August 2021 zahlreiche Christen wegen ihres Glaubens ermordet und Tausende in die Flucht getrieben hatten, nahm Afghanistan auf dem Weltverfolgungsindex (WVI) 2022 erstmals Rang 1 ein. Die Situation für Christen im Land ist weiterhin extrem gefährlich. Bei der Recherche für den WVI 2023 war jedoch meist nicht erkennbar, ob die Taliban Menschen aufgrund ethnischer Zugehörigkeit oder Zusammenarbeit mit westlichen Streitkräften und NGOs ermordeten, oder weil sie Christen waren. Eindeutige Belege für Verfolgung wegen des Glaubens lagen oft nicht vor. Deshalb blieb die Zahl der dokumentierten Gewaltakte gering, entsprechend niedriger fiel auch die Punktzahl im WVI aus. Dort steht Afghanistan aktuell auf Rang 9. Nordkorea (zurück auf #1) erreicht mit 98 Punkten ein Allzeittief; seit Einführung des neuen „Gesetzes gegen reaktionäres Gedankengut“ wurden mehr Hauskirchen entdeckt und Christen verhaftet. Auf den Rängen 2 bis 10 folgen Somalia, der Jemen, Eritrea, Libyen, Nigeria, Pakistan, Iran, Afghanistan und der Sudan. Im Sudan setzt die Militärregierung seit dem Putsch im Oktober 2021 Kirchen wieder stark unter Druck.

Autoritarismus in China und weiteren Ländern will völlige Kontrolle der Kirchen

Autokratische Regime wie China (#16) setzen auf völlige Kontrolle alles kirchlichen Lebens, das sie durch strenge Gesetze und ideologischen Nationalismus ersticken wollen. Ein Gesetz vom März 2022 gestattet nur noch lizenzierten und damit systemkonformen Kirchen und NGOs, religiöse Inhalte im Internet zu verbreiten. Damit sind die seit der Pandemie verstärkt durchgeführten Onlinegottesdienste oft nicht mehr erlaubt, genauso wenig wie das Onlineangebot christlicher Lehrmaterialien. Zuwiderhandlungen werden mit hohen Haftstrafen geahndet. China war erneut das Land, in dem die meisten Kirchen und kirchlichen Einrichtungen zerstört oder geschlossen wurden. Viele Christen treffen sich in Kleingruppen, um der Überwachung zu entgehen.

Der zunehmende Autoritarismus von Regierungen in einigen lateinamerikanischen Ländern – zusammen mit einer immer feindseligeren Haltung gegenüber Kirchen und dem christlichen Glauben – befördert Nicaragua (#50) zum ersten Mal auf den Weltverfolgungsindex. Aber auch in Kolumbien (#22), Kuba (#27) und Mexiko (#38) hat sich die Situation für Christen deutlich verschlechtert. Kirchenleiter werden unter Druck gesetzt und verhaftet, die Überwachung verstärkt, Registrierungen und Genehmigungen verweigert, Gebäude beschlagnahmt.

Bitte beten Sie für die verfolgten Brüder und Schwestern. Weitere Informationen finden Sie unter: www.opendoors.de/wvi

Nachricht bereitgestellt von Open Doors Deutschland

 

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Karte zum Weltverfolgungsindex 2023 mit Lupe

In den Länderprofilen finden Sie detaillierte Informationen zur Situation verfolgter Christen in den 50 Ländern, in denen sie der stärksten Verfolgung ausgesetzt sind.