Fragen zum Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen

„Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit.“
– 1. Korinther 12,26

Familien, die mit ansehen mussten, wie ihr Haus niedergebrannt wurde. Pastoren, die verprügelt oder sogar gefoltert wurden. Frauen, die ihren Mann verloren haben; Kinder deren Vater entführt oder getötet wurde. Christen, die in ständiger Angst und Bedrohung leben, weil sie in den Augen von Verwandten, Nachbarn, der Regierung oder religiösen Fanatikern Feinde sind. Neben praktischer Hilfe bitten verfolgte Christen immer wieder darum: „Bitte betet für uns, damit wir in dieser Bedrängnis durchhalten!“

Zum Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen können Sie mit Ihrer Gemeinde auf diesen Hilferuf reagieren. Ermutigen Sie diese Christen mit einem Gebetsgottesdienst im November.

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um den Gebetstag.

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1. Warum wird der Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen durchgeführt?

Der Gebetstag soll daran erinnern, dass nach einer neuen Einschätzung über 200 Millionen Christen unter einem hohen Maß an Verfolgung leiden. Sie werden diskriminiert, verfolgt, sitzen in Arbeitslagern und Gefängnissen oder werden getötet. In dieser größten Verfolgung aller Zeiten brauchen sie den Beistand der weltweiten Gemeinde Jesu. Denn wir gehören alle zu dem einen Leib Christi. Jesus hat uns den Auftrag gegeben, füreinander einzustehen und mitzuleiden, wenn ein Glied leidet.

Deshalb schließen sich jedes Jahr an einem Sonntag im November unzählige Christen zusammen, um im Gottesdienst ihre verfolgten Glaubensgeschwister vor Gott zu bringen. Diese Christen kennen die Macht des Gebets und bitten uns immer wieder, für sie zu beten und sie nicht zu vergessen. Open Doors stellt teilnehmenden Gemeinden kostenloses Material für die Gestaltung eines Gebetsgottesdienstes zur Verfügung, darin enthalten auch ein Begleitheft der Deutschen Evangelischen Allianz.

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2. Kann jede Gemeinde mitmachen?

Da der Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen jeweils auf einen Sonntag fällt, bietet er Kirchengemeinden denominationsübergreifend die Möglichkeit, ihre Mitglieder über verfolgte Christen zu informieren und gemeinsam zu beten. Ein Beispiel für solches Gebet steht bereits in der Bibel: „Während Petrus nun also streng bewacht im Gefängnis saß, betete die Gemeinde intensiv für ihn zu Gott“ (Apg 12,5). Natürlich kann auch jeder andere mitmachen, dem das Gebet für verfolgte Christen am Herzen liegt, beispielsweise Einzelpersonen, Gebetskreise oder Kleingruppen.

Nach Angaben der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) nehmen jedes Jahr mehr als eine halbe Million christlicher Gemeinden aus 150 Ländern am Gebetstag teil.

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3. Nehmen Kirchengemeinden aus Deutschland teil?

Ja, und jedes Jahr kommen neue Gemeinden hinzu. Insgesamt nahmen in Deutschland 2016 – geschätzt nach den Bestellungen des Vorbereitungsmaterials von Open Doors – mehr als 3.000 Gemeinden teil. Unser Traum ist es, dass sich alle Gemeinden in Deutschland an diesem Gebetstag beteiligen und im Gottesdienst im Gebet für ihre verfolgten Geschwister einstehen.

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4. Für wen wird konkret gebetet?

Jedes Jahr stehen Christen aus zwei oder drei Ländern oder Regionen im Fokus des Gebetstages. 2017 beten wir insbesondere für unsere Geschwister in Eritrea und im Jemen.

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5. Kann der Gebetstag auch zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden?

Natürlich können Gemeinden den Gebetstag für verfolgte Christen auch zu einem anderen Termin durchführen. Manchmal sind Predigtthemen für Gottesdienste schon weit im Voraus geplant. Wichtig ist nicht der Zeitpunkt, sondern dass Gemeinden für verfolgte Christen beten.

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6. Wie läuft ein Gebetsgottesdienst ab?

Das Thema und die Gebetsanliegen sollten den Tag bzw. Gottesdienst prägen – etwa im Vorprogramm, den Liedern, der Predigt und natürlich dem Gebet. Wir helfen Ihnen hier gerne bei der Vorbereitung. Dafür stellt Open Doors eigens für einen Gebetsgottesdienst entwickeltes Material u.a. mit einem Vorschlag für einen Ablauf bereit. Darin enthalten ist auch ein Begleitheft, herausgegeben von der Deutschen Evangelischen Allianz.

Für Kindergottesdienst oder Kinderstunden zum Thema haben wir ein eigenes Kinderprogramm ausgearbeitet.

Das Vorbereitungsmaterial für den Gottesdienst besteht aus:

Mitarbeiterheft

  • Vorschlag für den Ablauf eines Gottesdienstes
  • Hinführung und Gebetsanliegen zu den Schwerpunktländern
  • mögliche Spendenprojekte für eine Kollekte
  • Anregungen zum Weiterbeten und Aktivwerden

DVD 

  • Kurzfilme zum Zeigen im Gottesdienst
  • PowerPoint-Präsentation mit Gebetsanliegen (Anliegen auch zum Ausdrucken)

Poster des aktuellen Weltverfolgungsindex

Aktuelle Monatsmagazine von Open Doors (Anzahl auf Wunsch)

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7. Dürfen wir die Kurzfilme öffentlich zeigen?

Ja. Die einzelnen Länder-Clips sind speziell für die Verwendung in Gottesdiensten zum Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen in Kirchengemeinden ausgelegt. Die Identität der gezeigten Personen ist geschützt. Die gezeigten Christen sind damit einverstanden, dass Open Doors mit dem Ziel über sie berichtet, ihre Situation bekannt zu machen. Jedoch dürfen die Materialien, Fotos, Präsentationen und Filme nicht ohne Genehmigung von Open Doors für andere Zwecke z. B. im Internet verbreitet oder zweckentfremdet werden. Wollen Sie die Filme anderweitig verwenden, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung: info@opendoors.de

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8. Christenverfolgung – Ist das auch ein Thema für Kinder?

Gerade Kinder sind neugierig darauf, wie es ihren Altersgenossen in anderen Ländern geht und wie sie mit Jesus leben. Das Thema Christenverfolgung ist jedoch ein schwieriges Thema. Kindern sollte nicht mit Geschichten über grausame Angriffe Angst gemacht werden. Vielmehr sollten sie erfahren, dass Gott selbst in schwierigen Situationen da ist und seinen Kindern hilft. Es gibt viele Mut machende Zeugnisse aus der verfolgten Kirche. In vielen Gemeinden gibt es parallel zum Gottesdienst für die kleinen Besucher eine Kinderstunde oder Sonntagsschule. Dafür hat Open Doors ein spezielles Materialpaket für Kinder entwickelt.

Das Materialpaket enthält:

  • einen Programmvorschlag
  • einen biblischen Impuls
  • das Poster „Weltverfolgungsindex für Kinder“ mit Gebetsspiel
  • Bastelmaterial
  • Karten mit Bibelvers und Gebetsanliegen

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9. Warum ist Gebet wichtig?

Gebet ist Begegnung mit Gott. Darin erfahren Menschen Kraft, Ermutigung und Hoffnung in schweren Lebenssituationen. Beten heißt, mit Gott zu reden und ihn um Hilfe zu bitten. Die Bibel fordert Christen auf, auch füreinander zu beten und besonders für diejenigen, die für ihren Glauben an Jesus verfolgt werden. Im Hebräer 13,3 heißt es: „Denkt an die Gefangenen und nehmt an ihrem Schicksal Anteil, als wärt ihr selbst mit ihnen im Gefängnis. Habt Mitgefühl mit den Misshandelten, als wäre es euer Körper, dem die Schmerzen zugefügt werden.“

Gebet ist auch das erste, um das uns verfolgte Christen immer wieder bitten. Gerade in Verfolgung und Bedrängnis brauchen sie Gottes Beistand, um in einem feindlich gesinnten Umfeld ihrem Glauben treu bleiben und die schweren Zeiten bewältigen zu können.

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10. Bewirkt der Weltweite Gebetstag ein Ende der Verfolgung?

Verfolgung wird nicht durch Gebet beendet. Aber Zeugnisse von Christen aus Verfolgungsländern belegen, wie sehr sie durch Gebet ermutigt und durchgetragen werden.

Hier einige Beispiele:

„Wir lebten in Bagdad. Wir hatten Angst um unsere Kinder. Alles, was wir tun konnten, war, für ihren Schutz zu beten. Als eine Autobombe vor ihrer Schule explodierte, beschlossen wir, in den Norden des Landes zu fliehen. Das Wichtigste für uns ist unser Glaube an Gott. Es ist gut zu wissen, dass andere für uns beten, damit wir in unserem Glauben stark bleiben. Wir schätzen es sehr.“ – Nazani aus dem Irak
 
„Nun habe ich die Möglichkeit, euch für eure Gebete und die Unterstützung zu danken. Ohne eure Hilfe für meine Familie und mich wäre es sehr schwer gewesen. Dank eurer Gebete geschah das Wunder: Gott öffnete die Türen des Gefängnisses. Doch ich bitte euch, auch weiter für uns zu beten. Wir sind so dankbar, dass wir mit euch zu einer großen Familie Gottes gehören. Möge Gott euch segnen.“ – Zaur Balaev aus Aserbaidschan saß im Arbeitslager

„Ich möchte all meinen Freunden auf der ganzen Welt versichern, dass ich treu bleiben werde. Nichts wird mich je erschüttern und ein Zurück gibt es nicht. Wie sich Gottes Liebe hier zeigt, ist überwältigend. Ich habe den Glauben, dass wir uns eines Tages in der Gegenwart des Herrn treffen und ewig miteinander jubeln werden. Ich danke Gott für euer Leben. Eure Gebete sind so wirkungsvoll. Ich kann die Antwort auf eure Gebete in meinem Leben fühlen.“ – Jamila Noma aus Nigeria wurde mit einem Muslim zwangsverheiratet. Die damals 14-Jährige konnte aus dieser Ehe fliehen.

„Gebet ist die wichtigste Lebensader für Christen und die Gemeinde Jesu. Als zum Gebetstag für verfolgte Christen 2009 Glaubensgeschwister überall auf der Welt für verfolgte Christen in Indien beteten, hat uns das sehr ermutigt und gestärkt. Trotz der Schwierigkeiten wollen wir weiterhin ein Leben im festen Glauben und im treuen Dienst für Gott führen. Gemeinsam treten wir vor Gottes Thron und ringen darum, dass seine Herrlichkeit in unserer gebrochenen Welt offenbar wird.“ – Dr. Richard Howell, Generalsekretär der Evangelischen Allianz Indien

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11. Meine Gemeinde möchte mitbeten. Wo kann ich das Material bestellen?

Derzeit sind wir in der Vorbereitung für den Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen 2017. Am 12. November werden wir insbesondere für unsere verfolgten Geschwister in Eritrea und im Jemen beten. Sie können bereits jetzt das Material kostenlos vorbestellen – wir senden es Ihnen nach der Erstellung rechtzeitig zur Vorbereitung Ihres Gottesdienstes oder Kindergottesdienstes zu. Auch das Material von 2016, als der Schwerpunkt auf Indien und dem Sudan lag, können Sie dort bestellen:


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Oder rufen Sie uns an: 06195 / 6767-167

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