Marayas Bedränger bleiben straffrei

Von ihrem Umfeld werden Maraya und ihre Familie schikaniert und belästigt

Schon als Kind wurde Maraya* aus Ägypten wegen ihres Glaubens diskriminiert. Ihre muslimischen Mitschüler und Lehrer grenzten sie aus und benachteiligten sie. Später wurden Belästigungen ein bedrückender Teil ihres Alltags. „Wenn ich auf der Straße unterwegs bin, werde ich als Mädchen sehr oft verbal belästigt. Manchmal kommt es vor, dass ich sogar körperlich bedrängt werde. Sie wollen mich zwingen, mich zu verschleiern und ein Kopftuch zu tragen. Oder sie rufen mir hinterher: ‚Wir werden dich verbrennen! Wir bringen dich um!‘“
 

Maraya aus Ägypten
Die Zerstörung des Geschäfts ihres Vaters durch einen wütenden Mob belastete Maraya sehr

 

2014 begann ein muslimischer Mann, ihre Familie zu schikanieren, indem er einen Verkaufsstand direkt vor dem Elektronikgeschäft ihres Vaters aufbaute. Auf die höflichen Bitten, den Eingang nicht zu blockieren, reagierte er nur mit Beleidigungen. Wenn Maraya selbst im Laden aushalf, drohte er, Säure in ihr Gesicht zu schütten, ihren Vater zu ermorden und sie, ihre Schwester und ihre Mutter zu entführen. Einmal trat er in den Laden, warf Artikel aus dem Regal und schlug Marayas Vater so lange, bis dieser blutete. Maraya und ihre Mutter eilten zu Hilfe, doch andere Leute kamen hinzu, halfen dem aggressiven Mann und stahlen Gegenstände aus dem Laden.

Falschanklage und Geldstrafe

Als die Familie zur Polizei ging, stellte sie fest, dass der Angreifer ihnen zuvorgekommen war: Er hatte sich selbst Schnitte zugefügt und Marayas Vater wegen Körperverletzung angezeigt. Falsche Zeugen unterstützten seine Darstellung, während die Polizei Maraya nicht als Zeugin akzeptierte. Marayas Vater wurde zu einer Geldstrafe und der Schließung seines Geschäfts für 20 Tage verurteilt. Diese Ungerechtigkeiten waren für Maraya schwer zu ertragen und verstärkten ihre Angst. Die Gebete und Besuche anderer Christen halfen ihr.

*Name geändert

Weitere Gesichter der Verfolgung

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