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Bhutan: Christ zu drei Jahren Gefängnis verurteilt

(Open Doors) – Wir bitten Sie, für Prem Singh Gurung aus dem überwiegend buddhistischen Himalaja-Königreich Bhutan zu beten.

Am 6. Oktober wurde der 40-jährige Christ nepalesischer Abstammung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Gericht in Galephu nahe der Grenze zu Indien sah es als erwiesen an, dass Gurung durch das Vorführen von christlichen Filmen zumindest versucht habe, die öffentliche Ordnung in zwei Dörfern zu stören. In Bhutan ist jeder vermeintliche Versuch, einen Bhutanesen von der verfassungsrechtlich geschützten Staatsreligion - dem Buddhismus -abzubringen, verboten.

Wie die staatliche Tageszeitung Kuensel berichtete, wurde Gurung bereits vor Monaten verhaftet. In den Dörfern Gaonggaon und Simkharkha (Bezirk Jigmechaling) hatte er Dorfbewohnern nepalesische Filme vorgeführt. Einige der Filme hatten einen christlichen Inhalt. Darüber erzürnte Dorfbewohner erstatteten Anzeige. Weil die Filme zudem nicht zur amtlichen Prüfung vorgelegt worden waren, habe Gurung nach Ansicht des Gerichts gegen das Gesetz verstoßen.

Glaube im Verborgenen
Zwar sieht die Verfassung von 2008 Religionsfreiheit vor, doch die wenigen Christen im Land sind es gewohnt, sich nur im Verborgenen zu treffen und ihren Glauben zu praktizieren. Die Mehrheit der 697.000 Einwohner von Bhutan sind Buddhisten, etwa 22 Prozent sind Hindus, zumeist ethnische Nepalesen aus dem Südbhutan. Zwei Prozent der Bevölkerung gehören der christlichen Minderheit an. Ihnen ist es nicht gestattet, in der Öffentlichkeit zu beten oder Gottesdienste zu feiern. Die Regierung erlaubt auch keine christlichen Versammlungen in Privathäusern, an denen mehrere Familien beteiligt sind. Der Bau von Kirchen ist verboten. Auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex steht Bhutan an 12. Stelle auf der Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.


Gebetsanliegen:

  • Beten Sie für Prem Singh Gurung. Er hat zwar das Recht, gegen das Urteil in Berufung zu gehen, doch fehlen ihm die finanziellen Mittel.
  • Beten Sie für die Christen im Land. Weit verbreitet ist die Meinung, dass der Glaube an Jesus Christus ein westlicher Glaube sei und Missionare mit Geldgeschenken Bhutanesen zum Religionswechsel verlocken wollen.

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