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Gottes Wort via Satellit

Manch einheimischer Christ weiß nicht, dass es noch mehr Gläubige in Tunesien gibt.

Das beliebte Urlaubsland Tunesien besuchen jedes Jahr viele Touristen. Im Norden fruchtbare Gebirge und im Süden die reizvolle Sahara mit Salzseen, Dünen und Oasen: Tunesiens Landschaft ist abwechslungsreich. Doch das Land steht auch auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex; wenn auch mit Platz 43 auf einer hinteren Position der Liste der Länder, in denen Christen am meisten verfolgt werden.

Die Mehrheit der zehn Millionen Einwohner Tunesiens sind Muslime. Die Verfassung schützt die freie Religionsausübung auch für andere Glaubensrichtungen, solange die öffentliche Ordnung nicht gestört wird. Zwar steht der Wechsel vom Islam zu einer anderen Religion gesetzlich nicht unter Strafe, noch ist er offiziell untersagt (Gewissensfreiheit): Doch einem Muslim das Evangelium weiterzusagen, gilt als Bekehrungsversuch und ist verboten. Einheimische Christen muslimischer Herkunft praktizieren ihren Glauben nicht öffentlich. Sie können ihren Arbeitsplatz verlieren oder werden von ihrer Familie unter Druck gesetzt, zum Islam zurückzukehren.

Satellitenprogramme für heimliche Christen ein typisches Bild für Nordafrika: auf vielen Häusern sind Satellitenschüsseln montiert

Wenn Tunesier zum christlichen Glauben kommen, geschieht dies nicht selten durch christliche Fernseh- oder Radioprogramme. Von der geschäftigen Hauptstadt Tunis bis in einsame Wüstengegenden haben die Menschen Satellitenanlagen auf ihre Häuser montiert. Damit sind christliche Sendungen auf Arabisch aus dem Ausland gut zu empfangen. Begonnen haben die Sendungen vor einigen Jahren mit Lebensberichten. Darin berichteten Muslime, u.a. aus Tunesien, von ihrer Bekehrung zu Jesus Christus. Mit der Zeit kamen andere Programme hinzu wie Glaubenskurse, Bibelstudien oder Ratgebersendungen. Durch die Rückmeldungen beim Sender erfahren die Programmmacher, wer ihnen zuhört bzw. zuschaut. Es sind einheimische Christen, Menschen auf der Suche nach Antworten auf Lebensfragen oder auch ganze Familien, Tunesier in leitenden Positionen und muslimische Geistliche. Manche Christen muslimischer Herkunft, die ihren Glauben für Jahre verborgen hielten, wussten nicht, dass es noch andere "heimliche" Christen in Tunesien gibt. Durch die Satellitenprogramme werden sie ermutigt und fühlen sich verbunden.

Gebetsanliegen:

  • Beten Sie für die Christen in Tunesien und danken Sie Gott dafür, dass es auch in diesem Land Nachfolger Jesu gibt.
  • Danken Sie Gott für die Möglichkeit, über Radio- und Fernsehsendungen per Satellit das Evangelium weiterzugeben und Gläubige zu ermutigen.
  • Beten Sie, dass die Programme den Christen, die keine Möglichkeit haben, sich mit Glaubensgeschwistern zu treffen, dabei helfen, in ihrem Glauben zu wachsen.

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