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Indien: Verfolgung hält an

Übergriffe besonders in den ländlichen Regionen

 

(Open Doors) – "In vielen Regionen des Landes erleben Christen gewaltsame Übergriffe durch extremistische Hindus. Gleichzeitig können die meisten Christen in Indien ihren Glauben jedoch relativ unbedrängt leben", beschreibt ein Mitarbeiter des Nachrichtendienstes von Open Doors die Situation. Indien nimmt Platz 32 auf der Liste der 50 Länder ein, in denen Christen am stärksten um ihres Glaubens willen verfolgt werden. Gewalt gegen Pastoren und Gemeinden geschieht jeden Monat, überwiegend in ländlichen Gebieten. Hier einige Beispiele aus den Monaten September und Oktober.

Bundesstaat Karnataka

Kannur – Pastor John Samuel Kim vom Jerusalem-Gebetshaus in Kannur und seine drei Begleiter wurden am 11. Oktober von 20 Extremisten angegriffen. "Sie warfen mir vor, dass ich im Dorf von Jesus erzählen und Menschen zur Bekehrung zwingen würde. Dann schlugen sie mich mit Stöcken und Steinen bis ich bewusstlos war." Mit einer gebrochenen Rippe und Verletzungen an Hals und Kopf brachten ihn seine Freunde ins Krankenhaus und informierten die Polizei.

Früh am nächsten Morgen suchten die Extremisten den Pastor im Krankenhaus auf und schlugen erneut auf ihn ein. "Sie sagten, ich müsse sterben, begannen mich zu würgen und schnitten mir in den Hals". Die Angreifer ließen ab, als sich Personen dem Zimmer näherten. Pastor Kim überlebte schwer verletzt. Die Polizei nahm den Fall auf und stellte eine Wache ab. Dies war bereits der zweite Mordanschlag gegen den Pastor innerhalb eines Jahres.

Schule für christliche und hinduistische Schüler, die in der örtlichen Schule diskriminiert wurden. Anekal Taluk – Am 29. September ordnete die Polizei von Karnataka die Schließung eines von Christen geleiteten Bildungszentrums für Kinder an. Dort würden hinduistische Kinder durch kostenlose Kleidung, Essen und Bildungsangebote zum Christentum verführt, so der Vorwurf. Laut Bericht des Direktors Samuel Devanand drohte der Politiker J. Ram wenige Tage später ernste Konsequenzen an, falls keine Schließung erfolge. Die Mitarbeiter gaben zunächst nach, da für den Zeitraum eine mehrtägige Freizeit außerhalb des Zentrums angesetzt war. Am 29. Oktober konnte das Bildungszentrum jedoch auf Forderung der Eltern die Arbeit wieder aufnehmen, da sie einhellig bezeugten, dass ihre Kinder nicht bekehrt würden, sondern Unterstützung beim Lernen erhielten. (Schule für christliche und hinduistische Schüler, die in der Dorfschule diskriminiert wurden, Foto: Open Doors)

Bundesstaat Uttar Pradesh

Ambednagar – Zusammen mit Polizisten stürmten radikale Hindus am 30. September eine Gebetsversammlung der Philadelphia Gemeinde in Ambednagar und verprügelten dort 10 Christen sowie den Pastor Pannalal. Die Angegriffenen wurden des Diebstahls bezichtigt, verhaftet und auf die Polizeistation von Jalalpur geschleppt. Ein Anwalt der Light Foundation konnte am folgenden Tag ihre Freilassung auf Kaution bewirken.

Bundesstatt Orissa

Kanthapada – Ein Taufgottesdienst im Distrikt Balasore wurde am 2. Oktober durch radikale Hindus gestört, die auf Pastor Jayaram Marandi und weitere Christen einschlugen und sie mit Gewalt zur örtlichen Polizeistation brachten. Die Polizei nahm sie in Haft, angeblich zum Schutz vor den aufgebrachten Hinduisten, die den Christen Zwangsbekehrung vorwarfen. Marandi und die vier Glaubensgeschwister wurden am nächsten Morgen ohne Anklage freigelassen. Sie setzten daraufhin den Taufgottesdienst fort.


Bitte beten Sie für die Christen in Indien.

 

  • Danken Sie Gott für den Glaubensmut der Christen, die sich nicht einschüchtern lassen.
  • Beten Sie für äußere und innere Heilung der Christen, die Angriffen ausgesetzt waren.
  • Beten Sie bitte für die Verfolger aus den extremistischen Gruppierungen, dass Gott ihnen die Augen öffnet, sie zur Umkehr gelangen und selbst Boten des Evangeliums werden.