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(Open Doors, Kelkheim) – „Euer Gott, Jesus, hat lange Haare! Er sieht komisch aus!“ – Der Spott seiner Mitschüler über das, was ihm heilig war, traf den achtjährigen Khris tief. Als er in seiner Wut und Verzweiflung einen der älteren Jungen schlug, eskalierte die Situation. Die anderen begannen, auf ihn einzuprügeln; dabei stieß einer der Angreifer sein Knie in Khris' Bauch. Eine Woche später war er tot.
Nach dem Vorfall klagte Khris, der mit vollem Namen Khristopel heißt, über Bauchschmerzen; von den Schlägen seiner Mitschüler erzählte er seinen Eltern zunächst nichts. Doch als die Schmerzen sich nicht beruhigten, fand sein Vater Gimson Butar-Butar die Wahrheit heraus und stellte die Familien der Angreifer zur Rede. Trotz ärztlicher Hilfe wurden die Schmerzen immer schlimmer, bis Khris am 26. Mai starb.
Der Vorfall erregte landesweit Aufmerksamkeit. So erklärte Lalu Hadrian Irfani, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport innerhalb des indonesischen Repräsentantenhauses: „Im Hinblick auf die fünf noch minderjährigen Täter (ca. 10–12 Jahre alt) fordern wir, dass bei der Bearbeitung des Falles Beratung, Rehabilitierung und Mediation Vorrang haben.“
Die jüngsten Aussagen der zuständigen Polizeibehörde lassen den gewaltsamen Tod jedoch in einem anderen Licht erscheinen. Der Polizeidirektor nannte auf Basis des Obduktionsberichtes als medizinische Todesursache den Durchbruch des Blinddarms, „der lange Zeit infiziert war und nicht behandelt wurde“. Ein Anwalt von Khris' Familie äußerte jedoch Zweifel an dieser Darstellung und fragte: „Was bedeutet ‚eine lange Zeit‘? Ein Jahr? Zwei Jahre? Ein Monat? Denn vor dem Vorfall (der mutmaßlichen Prügelei) am 19. Mai war der Junge völlig gesund.“ Ein weiterer Rechtsvertreter der Familie betonte nach Rücksprache mit dem Ärzteteam: „Es ist sehr selten, dass ein 8-jähriges Kind an einer Blinddarmentzündung stirbt. Wir haben den Eindruck, dass die Polizei von Riau versucht, der Öffentlichkeit weiszumachen, dass sein Tod nicht durch Gewalt verursacht wurde. Dagegen wehren wir uns.“
Zwischenzeitlich hat ein leitender Beamter der Bundesbehörden in der Region angekündigt, Khris' Eltern wegen Verbreitung von Falschinformationen anzuklagen und ihre Verhaftung aufgrund von Fluchtgefahr gefordert. Die Familie sieht sich zunehmendem Druck aus ihrem Umfeld ausgesetzt. Nachbarn – darunter auch Eltern der mutmaßlichen Täter – begegnen der Familie mit wachsender Feindseligkeit.
Khris' Vater Gimson sagt: „Wir fühlen uns in der derzeitigen Situation äußerst unwohl. Es bricht uns das Herz, dass man jetzt scheinbar ausgerechnet uns die Schuld gibt.“ Aus Sorge um ihre Sicherheit und ihren inneren Frieden beschloss Gimson, mit seiner Familie aus dem Dorf wegzuziehen. Sie leben jetzt in einem gemieteten Haus unweit von Khristopels Grab. Trotz ihres Kummers sucht die Familie weiterhin nach Gerechtigkeit und hofft, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Sie brauchen unser Gebet.
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