Persönliche Berichte

Nepal: In Schlägen und Verfolgung Gottes Frieden erlebt

„Um Christi willen bin ich immer bereit, die Schmerzen zu ertragen“

(Open Doors, Kelkheim) – Sarita* und ihre jüngere Schwester Bilhana* erlebten mit, wie Jesus eine Frau von ihrer psychischen Erkrankung heilte. Daraufhin kehrten sie ihrer hinduistischen Familientradition den Rücken und nahmen Jesus als ihren Retter an. Ihre eigene Familie reagierte mit Schlägen und setzte beide selbst nach ihrer Flucht aus dem gemeinsamen Haus weiter unter massiven Druck. Doch Sarita bezeugt, wie sie im Sturm der Verfolgung Gottes Geborgenheit erlebt.

Trotz ihres Leides sagt Sarita: „Ich erlebe Friede und Freude in meinem Herzen“
Trotz ihres Leides sagt Sarita: „Ich erlebe Friede und Freude in meinem Herzen“

„Später fühlte ich keinen Schmerz mehr“

Als ihre Familie erfuhr, dass Sarita und Bilhana sich zum christlichen Glauben bekehrt hatten, versuchten sie mit Drohungen, die beiden zum Hinduismus zurückzubringen. Sie zwangen die Schwestern, während der traditionellen Hindu-Feste, die damit verbundenen Rituale zu befolgen. Dennoch gingen Sarita und Bilhana weiter zur Kirche. Wurden sie dabei erwischt, prügelten ihre Angehörigen brutal auf sie ein, so dass sie am ganzen Körper blaue Flecken hatten. Immer wieder wurde auch ihre Bibel zerrissen. Schließlich sahen sie sich gezwungen, ein eigenes Zimmer zu mieten und getrennt von ihrer Familie zu leben. Doch selbst dort suchte ihr Bruder sie auf, warf all ihre Habseligkeiten aus dem Haus und verschloss das Zimmer, so dass sie nicht dort bleiben konnten. Dann zerrte er sie mit Gewalt nach Hause und zwang sie, seine Hausarbeiten zu erledigen.

Später waren sie gezwungen, das Haus wegen weiterer Schläge erneut zu verlassen. Bis heute leben sie getrennt von ihrer Familie an einem anderen Ort. Trotz der schweren Verfolgung ist ihr Glaube unerschütterlich. Sarita sagt: „Als mein Bruder mich schlug, fühlte ich manchmal Schmerzen im Körper, aber später fühlte ich keinen Schmerz mehr. Stattdessen erlebte ich Frieden und Freude in meinem Herzen. Das liegt daran, dass Gott immer bei mir war und mich getröstet hat.“ Sie fügt hinzu: „Gott hat seinen einzigen Sohn für uns geopfert und uns ewiges Leben geschenkt. Deshalb bin ich immer bereit die Schmerzen, die mir zugefügt werden, um Christi willen zu ertragen. Ich fühle mich glücklich, dass ich verfolgt werde, denn mir gehört das Himmelreich, wie es in Matthäus 5,10 heißt.“ Dort steht: „Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.“

„Dankbar für die Menschen, die an unserer Seite gestanden haben“

Vor der Pandemie gingen Sarita und Bilhana einer Arbeit nach, aber nach dem Ausbruch des Coronavirus verloren sie ihre Anstellung. Es war schwierig für sie, die Zimmermiete zu bezahlen und auch die täglichen Bedürfnisse zu erfüllen. Auch in dieser schwierigen Situation boten ihre Familienmitglieder ihnen keine Hilfe an. Daher versorgte Open Doors sie mit Lebensmitteln und half ihnen, eine Unterkunft zu mieten.

Sarita sagt: „An erster Stelle bin ich Gott dankbar, der immer mit mir ist, und ich möchte auch der Organisation meine Dankbarkeit zeigen, die uns geholfen hat. Während der Pandemie waren wir in einer schwierigen Zeit. Unsere eigenen Familienmitglieder haben uns im Stich gelassen, als wir keine Einnahmequelle hatten. Sie zeigten kein Erbarmen mit uns. Aber Gott, der immer treu ist, hat uns nicht in Schande gebracht. Er sprach zu den Leuten der Organisation und segnete uns durch sie. Deshalb danke ich Gott. Ich bin auch den Menschen dankbar, die zu uns standen und immer für uns gebetet haben.“

*Name geändert

Bitte beten Sie für Sarita und Bilhana:

  • Danken Sie Jesus für den starken Glauben der Schwestern und seinen übernatürlichen Frieden, von dem Sarita berichtet.
  • Beten Sie, dass er sie weiterhin bewahrt; beten Sie auch für andere ehemalige Hindus in ähnlichen Situationen.
  • Beten Sie für Sarita und Bilhanas Familie und besonders ihren Bruder, dass Gott ihnen die Augen öffnet für seine Gnade und Wahrheit.
  • Beten Sie für die Gemeinde Jesu in Nepal, dass Gottes Geist weiterhin mächtig in ihr wirkt und sie trotz aller Verfolgung vielen Menschen das Evangelium bringen kann.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

Meldung als PDF