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Nordkorea: Höchster Einsatz für Jesus

"Ich kann meine Glaubensgeschwister nicht zurücklassen"

Menschen an der Grenze(Open Doors) – Eun Hee* floh bereits im Jahr 1990 erstmals nach China. In einem der von Open Doors unterstützten Zufluchtshäuser hörte sie zum ersten Mal das Evangelium und Gott offenbarte sich ihr. "Danach wollte meine Mutter das Evangelium auch anderen Menschen bringen", erzählt ihr Sohn Kang. So kehrte Eun Hee nach Nordkorea zurück und begann, andere Christen in ihrer Wohnung zu versammeln. Immer wieder ging sie über die Grenze nach China, um Medizin, Nahrungsmittel und Kleidung für die sehr armen Christen in ihrer Heimat zu holen. Gleichzeitig bekam sie durch Schulungen auch geistliche Nahrung, um die kleine Gemeinde in Nordkorea zu lehren.

Vor kurzem bemerkte Kang, dass er und seine Mutter ins Visier der Polizei geraten waren. Er floh nach China und bat seine Mutter per Telefon, nachzukommen. Doch Eun Hee sah ihre Aufgabe in Nordkorea: "Gott hat mich berufen, hier seine Zeugin zu sein. Ich kann meine Glaubensgeschwister nicht zurücklassen." Als die Polizei eine Bibel bei ihr fand, wurde sie inhaftiert. Vor kurzem erhielten wir die Nachricht, dass sie im Gefängnis gestorben ist. Sie war bereit, den höchsten Preis zu zahlen.

Das Lager überlebt

"Jeder Tag im Strafgefangenenlager war eine Tortur", berichtet Hea Woo*, die ebenfalls in China zum Glauben an Jesus gefunden hat. "Gott beauftragte mich, anderen Gefangenen das Evangelium zu bringen. Allein die Vorstellung ließ mich erzittern! Ich wollte schließlich am Leben bleiben. Wie konnte Gott das von mir erwarten?" Doch Hea Woo gab dem Drängen des Heiligen Geistes nach und Gott half ihr. "Er zeigte mir die Personen, die ich ansprechen sollte. Oft nahm ich einfach die Worte aus Apostelgeschichte 16 Vers 31 und sagte: ‚Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus errettet werden‘. Das hat viele so angesprochen, dass sie direkt Jesus angenommen haben. Sie haben auch gesehen, dass Gottes Geist durch mich wirkt – ganz praktisch. Ich habe ihnen von meinem Essen gegeben oder ihre Kleidung gewaschen, wenn sie krank waren." Wo immer es möglich war, trafen sich die Christen heimlich im Lager. Hea Woo brachte ihnen die Bibelworte und Lieder bei, die sie auswendig kannte. Ihr Glaube wurde nie entdeckt und nach vielen Jahren wurde sie aus der Haft entlassen. Auch danach brachte sie den Menschen in Nordkorea das Evangelium und Gott wirkte weiter durch sie, etwa als eine Frau von Brustkrebs geheilt wurde. Auf Gottes Führung hin floh sie schließlich nach Südkorea.

Arbeit im Untergrund

Open Doors kann über Eun Hee und Hea Woo nur deshalb berichten, weil die eine verstorben und die andere aus dem Land geflohen ist. Viele andere mutige Frauen und Männer machen sich Monat für Monat auf die gefährliche Reise nach China, um dort Nahrung, Medizin und weitere Hilfe für die Menschen in ihrem Land zu holen. Besonders wichtig sind dabei die geistlichen Schulungen und Seminare, die Open Doors zusätzlich zu den anderen Hilfsmaßnahmen anbietet. All diese Projekte und die beteiligten Mitarbeiter brauchen dringend unsere Gebetsunterstützung.

Schon viele Jahre setzt Open Doors in Nordkorea um, was ganz am Anfang des Dienstes stand: "Stärke das, was abzusterben droht" (Offenbarung 3,2). Im vergangenen Jahr konnten mehr Hilfsmaßnahmen für das Land durchgeführt werden, als jemals zuvor.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in Nordkorea stellen.

  • Danken Sie Gott für die treuen Christen und Verkündiger des Evangeliums im Land.
  • Beten Sie für die Leiter der Untergrundgemeinde, dass sie nicht entdeckt werden.
  • Beten Sie für die Verfolger der Gemeinde, dass sie vom Evangelium erreicht und gerettet werden.

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