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Zentralasien: Es ist das Risiko wert

Christen treffen sich heimlich, nachdem ihre Kirche geschlossen wurde

(Open Doors) – Mehr als 13 Jahre lang konnte sich die Gemeinde von Pastor Alim* ungehindert treffen. Zuerst dachten sich die Christen nicht viel dabei, als ein paar Häuser weiter von dem Platz, wo sich ihre Kirche befand, eine Moschee gebaut wurde – schließlich ist der Islam die Hauptreligion in ihrem Land. Doch schon bald begannen die Schwierigkeiten.

Nicht länger erwünscht

"Eines Tages wurden wir mit einer von 40 unserer Nachbarn unterschriebenen Petition konfrontiert, die zum Inhalt hatte, dass unsere Kirche hier nicht mehr erwünscht sei. Daraufhin setzte uns die Regierung in Kenntnis, dass wir uns als Gemeinde nicht länger treffen dürften", berichtet Pastor Alim.

2016_06_08_Meldungen_Zentralasien_Banner_458x280Also gingen diese Christen in den Untergrund. Statt am Sonntag trifft sich die Gruppe nun am Samstagabend. Dabei sitzen die Gemeindemitglieder um einen Tisch, auf dem Essen steht. Die Bibel und die Liedtexte hat jeder auf seinem Smartphone, damit keine Bücher gebraucht werden. All diese Maßnahmen dienen dazu, die Gemeinde vor Entdeckung zu schützen – für ungebetene Besucher sieht die Versammlung einfach nur wie ein gemütliches Beisammensein von Freunden aus.

Geläutert durch Bedrängnis

An einem Abend tauschen sich die Christen in ihrem geheimen Gottesdienst über den Text aus Römer 5,3-5 aus, wo es um Bewährung in der Bedrängnis geht. Es ist ein Abschnitt aus der Bibel, den die Anwesenden gerade aufgrund der jüngsten Entwicklungen gut nachvollziehen können. Sie sprechen darüber, wie man durch Leiden gestärkt und geläutert wird.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sind die Treffen im Verborgenen sehr gefährlich. "Wenn ich dabei erwischt werde, einen Gottesdienst abzuhalten, drohen mir mehrere Jahre im Gefängnis", erklärt Pastor Alim. "Das trifft auch auf die anderen Mitglieder meiner Gemeinde zu. Außerdem könnten wir Geldstrafen auferlegt bekommen. Doch die Gemeinschaft, die wir zusammen haben, ist das Risiko wert."

*Name geändert

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Zentralasien stellen!

  • Danken Sie Jesus für die Hingabe und Entschlossenheit dieser mutigen Christen.
  • Beten Sie um Schutz und Weisheit für die Gemeinde, damit sie nicht von den Behörden entdeckt wird.
  • Bitten Sie Gott, dass er die Kirche in Zentralasien stärkt und ihre Mitglieder im Glauben immer weiter wachsen lässt.
  • Beten Sie, dass die Christen in Zentralasien für die Muslime in ihrer Nachbarschaft ein Zeugnis der Liebe Jesu sein können.

Gute Nachricht aus dem Iran: Maryam erhält medizinische Versorgung

Am 1. Juni baten wir um Gebet für Maryam Nagash Zargaran, eine Christin muslimischer Herkunft, die wegen ihrer Mitarbeit in Hausgemeinden vor fast drei Jahren verhaftet worden war. Trotz ihres äußerst kritischen Gesundheitszustandes wurde ihr im Gefängnis eine entsprechende medizinische Versorgung verweigert. Ende Mai trat Maryam deshalb in den Hungerstreik. Nun berichteten Familienangehörige und Freunde, dass Maryam am 6. Juni gegen Kaution entlassen wurde, um im Krankenhaus behandelt zu werden. Danken wir Jesus dafür und beten wir weiterhin für ihre vollständige Freilassung.

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