Persönliche Berichte
Zentralasien

Zentralasien: Mutter und vier Kinder vor die Tür gesetzt – dann die Wende

Behörden wenden sich gegen Verfolgung von Christen

(Open Doors, Kelkheim) – Die Warnung von Leylas* Mann Halim* war eindeutig: Sie sollte ihren Glauben an Jesus Christus wieder aufgeben, andernfalls würde er sie mitsamt den gemeinsamen vier Kindern hinauswerfen. Dass seine Frau dem Islam den Rücken gekehrt hatte, war eine Schande, die er unbedingt von seiner Familie abwälzen wollte. Doch Leyla blieb standhaft, und so setzte er seine Drohung nur einen Tag später in die Tat um. Aber die Geschichte nahm eine unerwartete Wende.

Symbolbild: Typisches Wohnhaus ein einem Land Zentralasiens
Symbolbild: Typisches Wohnhaus in einem Land Zentralasiens

Verfolgung weitet sich in der ganzen Gegend aus

Gefahr drohte Leyla nicht nur durch ihren Mann, sondern auch durch seine muslimische Verwandtschaft. Nach der Vertreibung aus dem eigenen Haus war sie deshalb vor allem darum bemüht, sich und die Kinder versteckt zu halten. Daraufhin begannen Halims Verwandte, andere Christen in der Stadt zu verfolgen. Die Empörung stieß auf große Resonanz. Ortsansässige Muslime und die örtlichen Behörden schlossen sich zusammen und fingen an, Christen mit muslimischem Hintergrund auch in benachbarten Ortschaften zu drangsalieren. Am Tag nach Leylas Vertreibung durch ihren Ehemann suchten aggressive Muslime andere christliche Frauen zu Hause auf und sorgten in deren Familien für Aufruhr. Viele Christen erhielte Drohanrufe.

Gott streitet für seine Kinder

In ihrem Eifer wandten sich Leylas muslimische Verwandte auch an die Behörden einer Nachbarregion mit der Bitte um Unterstützung für ihr Vorgehen gegen die Christen. Doch deren Reaktion fiel gänzlich unerwartet aus: Die Beamten lehnten es ab, sich an den Aktivitäten gegen Christen zu beteiligen. Und sie hatten eine klare Begründung: „Wir kennen viele Christen als gute Menschen, die anderen helfen.“ Darüber hinaus setzte sich die Behördenleitung der Nachbarregion mit den Behörden von Leylas Heimatstadt in Verbindung und brachte ihr Missfallen über die Diskriminierung von Christen wegen ihres Glaubens zum Ausdruck. Infolge dieser unerwarteten Intervention beruhigte sich die Lage für die Christen spürbar. Kurze Zeit später baten Leylas Verwandte und ihr Ehemann sie, wieder nach Hause zurückzukehren.

Nicht lange danach erkrankte Halim so schwer, dass er seitdem mit starken Schmerzen in der Wirbelsäule das Bett hüten muss. Die Ursache für die Schmerzen konnte bislang nicht ermittelt werden. Da Halim sich derzeit nicht bewegen kann, ist er vollständig auf Leylas Fürsorge angewiesen. Nach all dem, was er seiner Frau angetan hat, ist ihre Haltung ein starkes Zeugnis der Liebe Gottes für ihn.

* Namen geändert

Bitte beten Sie für Leyla und ihre Familie:

  • Danken Sie Jesus für die erstaunliche Wende, Leylas Rückkehr nach Hause und den Einsatz der Behörden für die Christen.
  • Beten Sie für Halim, dass auch er Jesus Christus kennenlernt und wieder gesund wird.
  • Beten Sie, dass in Leylas Heimatstadt viele Muslime neugierig werden auf den Glauben der Christen und sich auf die Suche nach der Wahrheit machen.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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