Spendensiegel der Deutschen Evangelischen Allianz

Open Doors hat seit 2003 lückenlos das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz

Spendensiegel2003 entschied sich Open Doors erstmalig, ein Spendensiegel zu beantragen. Hier fiel die Wahl bewusst auf das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), als eines von mehreren möglichen Spendensiegeln, das hinsichtlich der Prüfkriterien sehr hohe und strenge Auflagen beinhaltet. Das Spendenprüfzertifikat der DEA ist in enger Abstimmung mit dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) entstanden. Die Vergabekriterien orientieren sich an den Leitlinien für die Vergabe eines DZI-Spendensiegels an spendensammelnde Organisationen mit humanitärer und karitativer Zielsetzung, wie die Deutsche Evangelische Allianz den Hintergrund und Sinn des Spendensiegels erklärt hat. Sie informiert das DZI jeweils über die Erteilung von Spendensiegeln, da eine Kooperation besteht.
Positiv dabei fällt auch ins Gewicht, dass die Prüfkriterien der DEA hinsichtlich der zulässigen Verwaltungskostenanteile einer gemeinnützigen Organisation strenger als die des DZI sind. Während die DEA eine Obergrenze von maximal 25% Verwaltungskosten festsetzt, dürfen es bei dem DZI bis zu 30% der satzungsgemäß verwendeten Spendengelder sein. Der Verwaltungskostenanteil bei Open Doors liegt aktuell bei unter 10%, was vergleichsweise ein niedriger Wert ist. Im November 2015 wurde das DEA Spendenprüfzertifikat an Open Doors wiederum neu erteilt und gilt nun bis Ende 2017.


Warum hat Open Doors sich für die DEA und nicht für das
Spendensiegel des DZI entschieden?

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ist keine christliche und auch keine staatliche Organisation, was häufig fälschlicherweise vermutet wird. Demgegenüber ist die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) eine christliche Organisation, die in ihrer Satzung ihre Überzeugungen wie folgt zum Ausdruck bringt:
„Die Evangelische Allianzbewegung ist seit ihrer Entstehung im Jahre 1846 von der Überzeugung getragen, dass die Gemeinde Jesu Christi in ihm ihre vorgegebene Einheit hat. Das Einssein findet seinen Ausdruck:

  • Im gemeinsamen Gebet
  • Im gemeinsamen Dienst der Mission, Evangelisation und Diakonie
  • Im Wahrnehmen öffentlicher Verantwortung in der Gesellschaft
  • Im Eintreten für Leidende und um des Glaubens willen Verfolgte in aller Welt
  • In gemeinsamer Suche nach Buße, wo sich die in Christus geschenkte Einheit bedroht zeigt.“

Auch die Satzung von Open Doors Deutschland e.V. bringt klar den geistlichen Auftrag zum Ausdruck. So heißt es unter anderem:
„Der Auftrag/Zweck des Vereins ist es, die christliche Kirche dort zu stärken und materiell zu unterstützen, wo sie wegen ihres Glaubens unterdrückt und verfolgt wird. Hierdurch soll sie ermutigt werden, ihren Auftrag als Gemeinde Jesu auch in Ländern mit eingeschränkter Religionsfreiheit wahrzunehmen.
In den Ländern, in denen Christen ihren Glauben frei bekennen können, ist er (Open Doors Deutschland e.V.) Sprachrohr der verfolgten Christen und informiert die Öffentlichkeit über deren Situation. Ferner motiviert er Christen, sich mit verfolgten Christen zu identifizieren und sie aktiv durch Gebet, Ermutigungsaktionen und finanzielle Hilfe zu unterstützen.“

Der geistliche Schwerpunkt unseres Dienstes legt nahe, dass die zu einer Prüfung hinzugezogene Institution dies angemessen zu berücksichtigen weiß. Hier sehen wir bei der DEA eine sehr viel breitere Kompetenz als bei einer säkularen Institution wie dem DZI. Da neben der Durchleuchtung des reinen Zahlenwerkes auch subjektive Einschätzungen Bestandteil einer Prüfung sind, betrachten wir auch die sogenannte „Basisprüfung“ als nicht hinreichend aussagekräftig. So könnten z.B. die besondere Bedeutung des Gebets für verfolgte Christen sowie die Aktivitäten und Einsätze von Open Doors zur Gewinnung einer breiten Gebetsbewegung vom DZI anders bewertet werden als bei der DEA, die sich der Bedeutung des Gebets zutiefst bewusst ist (siehe Satzung). Dies betrifft ebenso die Bewertung des verwendeten Bildmaterials und andere subjektive Bewertungskriterien.

Aus diesem Grund halten wir es nicht für hilfreich, eine solche Basisprüfung sowie auch das Spendenprüfzertifikat des DZI anzustreben, in der auch diese subjektiven Kriterien ihren Ausschlag finden. Genau vor diesem Hintergrund der besseren Beurteilungsfähigkeit christlicher Werke hat die Deutsche Evangelische Allianz ein eigenes Spendensiegel herausgebracht, dessen objektive Bewertungsmaßstäbe sich hinsichtlich der satzungsgemäßen Verwendung von Spendenmitteln an den Leitlinien und Ausführungsbestimmungen des DZI-Spendensiegels orientieren.
Als weiteres Argument kommt hinzu, dass die jährliche Erlangung des DZI-Spendensiegels nicht nur mit einem Zusatzaufwand für Open Doors, sondern auch noch mit jährlichen Kosten von mehreren Tausend Euro verbunden wäre, die aus Spendengeldern finanziert werden müssten.

Burkhard Wilke, der Geschäftsführer des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), sagte in einem Interview mit idea Spektrum vom 4.12.2013: „Die DZI hat kein Monopol darauf, Transparenz und Vertrauen zu schaffen. Wir sind für jede andere Organisation dankbar, die zur Durchsichtigkeit auf dem Spendenmarkt wirksam beiträgt – etwa im Bereich der Dachverbände durch Methoden der Selbstregulierung. Wir tauschen uns mit der Evangelischen Allianz im Übrigen aus, zudem orientiert sich diese bei der Vergabe ihres Spendenprüfzertifikats auch auf wesentliche Teile unserer Richtlinien.“
Aus diesem Grund wünscht sich Open Doors Deutschland, dass das DZI bei Anfragen zukünftig darauf verweist, dass Open Doors Deutschland e.V. bereits seit 2003 das Spendensiegel der DEA trägt, das in enger Kooperation mit dem DZI entstanden ist.

Das Informationspapier „Grundsätze für die Verwendung von Spendenmitteln“ der Deutschen Evangelischen Allianz können Sie hier einsehen:

​DEA „Grundsätze für die Verwendung von Spendenmitteln“

 

Warum Sie auf unserer Website nicht immer detaillierte
Projektinformationen und -zahlen finden können

Die Arbeit von Open Doors geschieht überwiegend in Ländern mit stark eingeschränkter Religionsfreiheit und findet deswegen oft im Untergrund statt. Aufgrund der sensiblen Tätigkeitsbereiche ist es Open Doors nicht immer möglich, detailliert über Projekte und konkrete Zahlen zu informieren. Im Zweifelsfall geht der Schutz verfolgter Christen und unserer Mitarbeiter vor. Geheimdienste von Verfolgungsländern oder extremistische Gruppierungen können unsere Webseite besuchen und könnten so über Art und Umfang unserer Projekte in den einzelnen Ländern Rückschlüsse ziehen, die verfolgte Christen und unsere Untergrundarbeit in Gefahr bringen. Um das zu verhindern, gehen wir sehr sensibel mit Informationen um. Selbstverständlich stellen wir diese sowohl unseren Wirtschaftsprüfern als auch dem zuständigen Finanzamt zur Verfügung.

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