Hier finden Sie Neues aus unserem Dienst in Deutschland für verfolgte Christen: Berichte von Konferenzen, Kundgebungen oder aktuelle Entwicklungen aus dem Dienst.
Verborgene Geschichten, offene Herzen
Die Regionaltage von Open Doors in Ludwigsburg
Vom 02. – 03. November 2024 fanden in der Venue Church in Ludwigsburg die Regionaltage von Open Doors statt. Viele Gemeinden aus Ludwigsburg und Umgebung kamen zu zwei Gottesdiensten und einem Jugendgottesdienst zusammen, um mehr über unsere verfolgten Geschwister und die Arbeit von Open Doors zu erfahren. Über das Gelände der Gemeinde waren zahlreiche Stände von Open Doors verteilt.
Ein unvergesslicher Gottesdienst mit Pastor Enrique
Der Gottesdienstsaal war mit gedimmtem Neonlicht erfüllt. In den Reihen lauschten die Teilnehmer gespannt den Worten von Pastor Enrique* aus Kolumbien. Er berichtete von seiner Lebensgeschichte und der Verfolgung in Kolumbien. Über drei Gottesdienste verteilt hörten mehr als 500 Personen berührt zu, während er mit seinen Worten ihre Herzen ergriff. „Es waren nicht ganz so viele, wie wir erhofft haben, aber es waren die Richtigen dabei“, erzählte eine Mitarbeiterin, die vor Ort gewesen war. Mit seiner Predigt über indigene Christen, die Arbeit von Open Doors in Kolumbien und die Macht des Gebets, öffnete er vielen Zuhörern die Augen. Sie erkannten, welche Kraft es hat, ihren Glaubensgeschwistern im Gebet beizustehen.
Von Kolumbien bis Nordkorea: aktive Teilnahme für verfolgte Christen
Berührt von seinen Worten, entschieden sich viele der Anwesenden, Gebetpartner für verfolgte Christen zu werden. Sie schrieben ermutigende Botschaften auf die Blätter des Baumes am Arise-Africa- Stand direkt neben der Bühne. Sie sind den verfolgten Christen aus Subsahara-Afrika gewidmet. Für sie ist das Wissen, nicht allein zu sein, eine sehr große Ermutigung und ein wichtiger Schritt in ihrem Heilungsprozess. Zahlreiche Besucher nutzten außerdem die Gelegenheit, Fotos mit ermutigenden Botschaften zu machen, welche Pastor Enrique direkt mit nach Kolumbien nahm, um sie in den dortigen Gemeinden zu verteilen.
Auch auf dem Parkplatz waren Stände aufgebaut wie das Schmugglermobil - ein Wohnwagen, in dem lange Zeit Bibeln geschmuggelt wurden - und eine Nachbildung eines nordkoreanischen Gefängnisses. Besonders die Ausstellung über Nordkorea weckte das Interesse des Publikums.
In der Stille des Austauschs: Ein bewegender Moment bei der Q&A–Session
Am Sonntag gab es nach den Veranstaltungen eine Q&A–Session. Doch anders als erwartet, kamen nur ungefähr 35 Menschen und so wurde die Session vom Gottesdienstsaal nach oben in die Lounge verlegt. „Es sollte genauso sein“, erklärte die Mitarbeiterin. Denn dadurch, dass es nur so wenige gewesen sind, war es viel persönlicher und ein sehr besonderer Moment gewesen. Auch für Pastor Enrique, der erzählte: „Es war sehr bewegend und persönlich, eine Atmosphäre wie in einem Wohnzimmer“. Gemeinsam wurde für ihn und die verfolgten Christen Kolumbiens gebetet.
Die Regionaltage waren ein voller Erfolg. Durch die Kooperation der verschiedenen Freikirchen sind während der Regionaltage viele neue Verbindungen entstanden. Es gab viele berührende und ergreifende Momente, die den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben werden.
*Name geändert