Persönliche Berichte

Ägypten: „Ich sah, wie Christus mich vom Kreuz anblickte“

Eine Mutter und Ex-Muslima berichtet, was sie als Familie wegen ihres Glaubens erleben

(Open Doors, Kelkheim) – „Während mein Mann betete, hörte mein Sohn plötzlich auf zu zittern, und seine Temperatur ging auf den Normalwert zurück. Mein Sohn öffnete die Augen und sagte: Ich sah Christus am Kreuz; er sah mich an, rief mich und sagte: Kind, steh auf! Da hielt es mich nicht mehr auf den Beinen. Ich kniete mich neben meinem Mann, weinte und dankte diesem Gott, den ich nicht kannte. In diesem Augenblick übergab ich Jesus mein Leben.“

Symbolbild: „Wenn ich mein Gesicht öffentlich zeige könnte mich das mein Leben kosten“ sagt Rania.
Symbolbild: „Wenn ich mein Gesicht öffentlich zeige, könnte mich das mein Leben kosten“, sagt Rania.

„Ich hatte gelernt, dass Christen schmutzig sind“

Rania* ist eine 33 Jahre alte Mutter und verheiratet mit Sameh*. Die Familie lebt in einem streng muslimischen Dorf in der Nähe von Kairo, in dem Rania auch aufwuchs. Sie erinnert sich: „Wenn ich ausging, war ich immer komplett verschleiert, weil ich Angst hatte, dass selbst mein vollständig bedeckter Körper als verführerisch angesehen werden könnte und ich Schande über die Familie bringen würde.“ Als Sameh eines Tages beschloss, Jesus nachzufolgen, war Rania schockiert: „Ich hatte immer gelernt, dass Christen schmutzig sind und dass es eine Sünde ist, zum christlichen Glauben zu konvertieren.“ Doch dann erkrankte ihr ältester Sohn so stark, dass sie befürchteten, ihn zu verlieren. In dieser Notlage betete Sameh und Jesus heilte den Jungen. Dadurch fand die ganze Familie zum Glauben an Jesus Christus. „Aber das war nicht das Ende unserer Geschichte, sondern eher der Anfang“, sagt Rania. Denn ihr Umfeld hatte sich nicht verändert.

Geheimhaltung und neue Herausforderungen

„Ich konnte nicht plötzlich aufhören, meinen Schleier zu tragen“, erklärt Rania. „Wenn wir am Leben bleiben wollten, mussten wir unseren Glauben geheim halten!“ Sameh und Rania studieren jetzt zusammen die Bibel, sprechen mit ihren Kindern über Jesus und beten gemeinsam. „Wir standen uns nie sehr nahe, aber heute lernen wir, was es heißt, sich in der Ehe gegenseitig zu unterstützen“, fährt Rania fort. „Ich glaube, wenn man als Christ aufwächst, merkt man gar nicht, wie sehr sich die eigene Weltanschauung von der des Islams unterscheidet. Die Dinge, die ich von klein auf über mich gelernt habe – schädliche Dinge – sind tief in meine Seele eingraviert: Du hast keinen Wert, du musst dich verstecken. Es braucht Zeit, um diese Überzeugungen vollständig loszulassen.“

Der schwierigste Teil der Reise aber war, ihre eigenen Kinder leiden zu sehen. Sie mussten ihre Familie, ihre Freunde und auch ihre Schule zurücklassen und sich an ein anderes Leben mit weniger Geld gewöhnen. Zuhause wurden sie als Christen erzogen, aber nach außen durften sie ihren Glauben nicht zeigen. Rania erzählt: „Es brach mir das Herz, als mein ältester Sohn eines Tages zu mir sagte: Warum hat Gott mich vor dem Tod bewahrt? Ich wäre lieber gestorben, als so zu leben. Er wurde depressiv und wollte nicht mehr in die Schule gehen. Er hatte zu viel Angst, einen Fehler zu machen und zu verraten, dass er Christ ist.“

Rania und Sameh waren ratlos, doch ein christliches Jugendcamp wurde für ihren Sohn zum Wendepunkt. Dort fand er viele neue Freunde, wodurch er neuen Mut fasste und sich nicht mehr so allein fühlt. „Er erzählt jetzt seinem kleinen Bruder Bibelgeschichten“, berichtet Rania lächelnd.

„Seit Kurzem haben wir sogar eine Jüngerschaftsgruppe in unserem Haus, eine Art Hauskirche. Ich bin eine kluge Frau, ich hatte nur nie die Möglichkeit, mich zu entwickeln. Wir dürfen demnächst an einer Leiterschulung teilnehmen, und ich freue mich schon darauf, damit zu beginnen. Bitte betet für uns. Es war kein leichter Schritt, alles im Leben zu ändern, aber Gott hat uns die ganze Zeit durchgetragen. Wir haben als Familie beschlossen, dass wir nicht aufgeben werden. Gott ist gut!“

Bitte beten Sie für Ranias Familie und die Christen in Ägypten:

  • Danken Sie Jesus für sein vielfältiges Eingreifen im Leben von Ranias Familie.
  • Beten Sie um Schutz für die ganze Familie, besonders für die Kinder.
  • Beten Sie, dass sie im Glauben gestärkt werden und Jesus fröhlich und mutig nachfolgen.
  • Beten sie, dass das Licht des Evangeliums das ganze Dorf durchdringt und immer mehr Menschen erkennen, wer Jesus Christus ist.

*Name geändert

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