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Christen aus mehr als 100 Ländern im Gebet vereint

Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen – Fokus auf Eritrea und dem Jemen

(Open Doors, Kelkheim) – Am weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen nahmen Christen und Gemeinden aus mehr als 100 Ländern auf allen Kontinenten teil. In Deutschland forderten etwa 4.000 Kirchengemeinden die Materialien des christlichen Hilfswerks Open Doors an, um damit einen Gebetsgottesdienst für verfolgte Christen zu gestalten.

Im islamischen Jemen gibt es nur einige tausend einheimische Christen, die jedoch aufgrund ihres Glaubens beständig unter großer Gefahr leben. Fast alle ausländischen Christen haben das Land wegen des Krieges verlassen. Doch inmitten der Not und Gewalt wächst die kleine christliche Gemeinde, weil viele Muslime, desillusioniert vom Krieg zwischen Schiiten und Sunniten, im christlichen Glauben ihren Frieden finden.

In dem als „Nordkorea Afrikas“ bezeichneten Eritrea wurden allein dieses Jahr etwa 200 Christen wegen ihres Glaubens ins Gefängnis geworfen. Durch Folter und Haft in Erdlöchern, Militärgefängnissen und Schiffscontainern in der Wüste sollen sie zur Aufgabe ihres Glaubens gezwungen werden. Open Doors sprach darüber vor kurzem mit dem einheimischen Kirchenleiter Eyal, der Folgendes berichtet:

„Bevor die Regierung am 24. Mai 2002 alle Kirchen außer der Orthodoxen, Lutherischen und Katholischen verbot, waren im ganzen Land christliche Lieder und das Evangelium zu hören. Ab 2002 infiltrierte die Regierung die unabhängigen Gemeinden mit Spionen, alles wurde gemeldet und bis 2006 nahm die Zahl der Inhaftierten beständig zu. Ab 2004 wurden viele Gemeindeleiter verhaftet, die bis heute im Gefängnis sind. Auch ich war mehrere Jahre im Gefängnis. Sie pferchten uns manchmal in kleinste Zellen, einige von uns wurden angekettet, viele mit Stangen geschlagen. Wir waren in ihren Augen nichts als Abschaum. Ich kann kaum glauben, dass ich das überlebt habe.
Wir beteten und fasteten und sprachen mit anderen Gefangenen über das Evangelium und viele wurden gläubig an Jesus. Das machte uns froh. Ich fragte mich: ‚Warum bin ich ein Eritreer?‘ Nun, weil Gott wollte, dass ich meinem Volk von Jesus erzähle. Auch meiner Familie ist es sehr wichtig, dass wir alle den Willen Gottes tun – selbst wenn wir dafür Leid ertragen müssen. Das Leben als Gemeindeleiter in Eritrea ist sehr hart, weil dir immer bewusst ist, dass du der nächste sein kannst, der verhaftet wird. Und wenn dies zum zweiten Mal geschieht, ist es besonders hart. Das lehren wir auch die junge Generation, die heute furchtlos Jesus bezeugt.
Den Christen in der ganzen Welt möchte ich sagen: Danke für eure Hilfe und dass ihr für uns betet! Danke, dass ihr an unserer Seite steht! Mit Gottes Hilfe und durch euch tun wir unseren Dienst als Christen.“

Für Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, ist das weltweite Gebet für verfolgte Christen viel mehr als eine Solidaritätsbekundung: „Das Gebet hat Kraft, weil Gott Gebet erhört. Das berichten uns immer wieder Christen, die unter Folter ihren Glauben nicht verleugnet haben. Gleichzeitig spüren sie, dass wir an ihrer Seite stehen. Das gibt ihnen Hoffnung, Kraft und Mut in ihrer Bedrängnis. Wir sind als Christen ein Leib, mit einem Haupt, Jesus Christus. So sind auch wir Teil der verfolgten Kirche weltweit.“

Weitere Informationen zum Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen finden Sie hier.

 

Das folgende Symbolbild können Sie sich durch Anklicken des Vorschaubildes herunterladen:

WWGT 2017

 

Für Interviews mit Markus Rode wenden Sie sich bitte an unser Pressebüro.

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