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Christen mit muslimischem Hintergrund

(Open Doors, Kelkheim) – Am 14. November findet der Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen statt. Christen aus mehr als 100 Ländern werden gemeinsam für ihre verfolgten Geschwister beten. Open Doors bietet zur Gestaltung eines Gottesdienstes und Kindergottesdienstes kostenlos Material wie Filmclips, Gebetsanliegen, PowerPoint-Folien sowie einen Leitfaden zur Moderation an. In diesem Jahr stehen Christen in Subsahara-Afrika und Christen muslimischer Herkunft wie beispielsweise Fatuma* im Fokus. Hier ist ein Teil von Fatumas Geschichte.

Der Lieblings-Bibelvers von Fatuma: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben dazu du auch berufen bist und bekannt hast ein gutes Bekenntnis vor vielen Zeugen. (1Tim. 612)
Der Lieblings-Bibelvers von Fatuma: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist und bekannt hast ein gutes Bekenntnis vor vielen Zeugen. (1Tim. 6,12)

„Ich wuchs in einer muslimischen Familie auf“

In einigen Ländern ist es lebensgefährlich, sich vom Islam abzuwenden und Jesus nachzufolgen. Fatuma ist in einem solchen Land aufgewachsen. Von klein auf lernte sie, dass der christliche Glaube böse ist. Der Zugang zu Bildung wurde ihr verwehrt. Als sie noch ein Kind war, hörte sie eines Tages von einer angesehenen Frau in ihrem Land, die sich selbst als Christin bezeichnete. „Ich spürte Freude in mir aufsteigen“, erzählt Fatuma. „Nachdem ich von ihr erfahren hatte, sagte ich laut: ‚Wenn du Gott bist, erhebe ich meine Hände zu dir und bitte dich: Nimm mich an, Herr.‘“ Ein Saatgut des Glaubens war in Fatumas Herzen gepflanzt. Es dauerte jedoch noch einige Jahre, bis sie Jesus kennenlernte.

Irrwege und Befreiung

Als junge Frau flüchtete Fatuma in ein anderes Land und heiratete dort einen christlichen Mann, mit dem sie zwei Kinder hatte. Bald erkannte sie jedoch, dass sein Glaube eher formell war. Die Ehe ging in die Brüche. Fatuma geriet in Drogenabhängigkeit und kriminelle Geschäfte. Eines Tages verlor sie plötzlich ihre Stimme. In ihrer Verzweiflung suchte sie Hilfe bei einem Schamanen, der ihr eine Medizin gab. Trotz innerer Vorbehalte nahm Fatuma die Medizin ein und wurde daraufhin so krank, dass sie nicht mehr arbeiten konnte. Sie rief Jesus um Hilfe an: „Wenn du der wahre Retter der Welt bist, kannst du mich retten. Wenn diese Medizin mich töten sollte, musst du mich retten, bitte!“ Eines Nachts hatte sie einen Traum. „Ich war am Einschlafen, als ich ein wunderbares Licht sah, aus dem eine Hand hervorkam und mich berührte“, berichtet sie. „Jemand sprach zu mir: ‚Ich bin derjenige, der dich beschützt hat, ich bin dein Gott.‘ Meine Stimme war sofort wieder da. Ich schrie sehr laut auf. Meine Krankheit war verschwunden.“

„Die Stimme“ wies sie an, in eine andere Stadt zu gehen, und Fatuma gehorchte. Sie ging zu einer Kirche in der Nähe und wurde dort eine Woche lang im christlichen Glauben unterwiesen, bevor sie nach Hause zurückkehrte. Doch ihr Hunger nach Gottes Wort war groß. Gott führte sie zu einer anderen Kirche, wo sie Unterstützung fand und getauft wurde. Sodann wuchs eine Vision in ihrem Herzen, ihrem Volk das Evangelium von Jesus Christus zu bringen.

*Name geändert

Nachricht bereitgestellt von Open Doors Deutschland

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