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Christenverfolgung im Blickfeld der Presse

Veröffentlichung des Weltverfolgungsindex 2016 stößt auf breites Echo

(Open Doors, Kelkheim) – Am vergangenen Mittwoch wurde der Weltverfolgungsindex 2016 veröffentlicht. Ergänzend zu den regelmäßigen Meldungen und Berichten über aktuelle Beispiele der weltweiten Christenverfolgung, liefert das Ranking einmal jährlich einen Überblick über das "große Bild", dokumentiert Entwicklungen und zeigt Trends auf. Mit detaillierten Berichten zu jedem der 50 aufgeführten Länder richtet sich der Weltverfolgungsindex auch an Journalisten und Politiker. Er will verfolgte Christen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und einen Anstoß geben, ihrer oft unerträglichen Situation aktiv entgegenzutreten.

FOCUS: "Verfolgung von Christen nimmt weltweit dramatisch zu"

Das Magazin FOCUS greift in seiner Überschrift eines der Untersuchungsergebnisse zum diesjährigen Index auf: Die Intensität der Christenverfolgung hat weltweit deutlich zugenommen. Hauptursache dafür ist der sich ausbreitende Islamismus mit dem "Islamischen Staat" und gleichgesinnten Organisationen als Hauptakteuren. Der SPIEGEL widmet sich im Rahmen seines Berichts zum Weltverfolgungsindex besonders Eritrea. Das Land am Horn von Afrika rangiert an 3. Stelle des Index und gehört damit zu denjenigen, in denen sich die Situation der Christen im Jahr 2015 am deutlichsten verschlechtert hat. "Besonders unter Druck stehen alle Christen, die nicht der traditionellen Eritreisch-Orthodoxen Kirche angehören. Protestantische Freikirchen und Evangelikale, muslimische Konvertiten, auch Zeugen Jehovas", gibt das Blatt aus dem Länderbericht wieder.

DIE WELT: "Hinterhältige Tricks", um Druck auf Gemeinden auszuüben

DIE WELT wirft einen genaueren Blick auf die Lage der Christen in Zentralasien und die dort anzutreffenden, "vergleichsweise neuen Repressionsverfahren". Angesichts des islamischen Extremismus werden hier "alle Religionen unter Kuratel" gestellt und deren Überwachung intensiviert. Mitunter erhalten Pastoren große Geschenke von anonymer Seite. Dahinter steckt der Staat, der so Verdächtigungen und Misstrauen in Gemeinden säen möchte.

Das Nachrichtenportal N24 interessiert sich besonders für Nordkorea und titelt mit sarkastischem Unterton: "Kim Jong Un hängt selbst den IS ab". Tatsächlich hat Nordkorea bereits zum 14. Mal in Folge die unrühmliche Spitzenposition auf dem Weltverfolgungsindex inne.

Anhörung zum Weltverfolgungsindex im EU-Parlament

Mehrere Bundestagsabgeordnete wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder, Franz-Josef Jung oder Ralf Brinkhaus haben sich ebenfalls zu Wort gemeldet. "Der Bericht von Open Doors muss uns aufrütteln", so Volker Kauder, und weiter: "Die deutsche Außenpolitik muss alles tun, um der Religionsfreiheit in diesem Jahr einen noch höheren Stellenwert zu geben."

Am 20. Januar wird im EU-Parlament anlässlich der Veröffentlichung des Weltverfolgungsindex eine Anhörung unter dem Titel "Glaubens- und Religionsfreiheit und die heutige Verfolgung von Christen in aller Welt" stattfinden. Dazu laden die sozialdemokratische und die konservative Fraktion (S&P und ECR) gemeinsam mit Open Doors ein.

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