Informationen für den Gemeindebrief
Naher Osten

Hoffnungszentren in Syrien

(Open Doors, Kelkheim) – Christen in Syrien und im Irak sind auch Jahre nach der militärischen Vertreibung des IS weiterhin durch islamistisch motivierte Unterdrückung bedroht. Nur wenige, die vor dem IS geflohen waren, sind zurückgekehrt. Dazu kommt die katastrophale wirtschaftliche Situation in beiden Ländern. So hat die Zahl der Christen in den letzten Jahren stark abgenommen. Sie brauchen dringend unsere Ermutigung.

Ein Mann steht mit verschränkten Armen vor mehreren Regalen mit Obst und Gemüse
Amgad vor seinem eigenen Gemischtwarenladen in Latakia

Neue Gebetsinitiative von Open Doors

Damit unsere Brüder und Schwestern im Nahen Osten durch die Kraft der Hoffnung gestärkt werden, hat Open Doors eine Gebetsinitiative für sie gestartet. Lassen Sie uns gemeinsam beten, tragen Sie sich bitte auf der Weltgebetskarte auf unserer Website ein. Die vielen Lichter dort sind ein Zeichen der Ermutigung für unsere Glaubensgeschwister in der Bedrängnis, damit sie weiter Jesus als das Licht der Welt verkünden.

In Zeiten existenzieller Not sind besonders für die jüngere Generation Perspektive und Hoffnung sehr wichtig, wollen sie doch eine Familie gründen oder mit der Familie im Land ihrer Väter bleiben. Um vor Ort praktische Hilfe und geistliche Stärkung zu bringen, hat Open Doors zusammen mit Partnergemeinden Hoffnungszentren gegründet. Davon gibt es inzwischen 160 allein in Syrien. Durch zahlreiche praktische Hilfsangebote erfahren die Menschen im Umfeld der Hoffnungszentren die Liebe Gottes und Hoffnung durch Jesus Christus.

Amgad hat wieder Hoffnung

Open Doors unterstützt etwa Projekte zur Existenzgründung. Christen erhalten einen Mikrokredit, um sich ein eigenes Geschäft aufzubauen. Einen Teil des Kredits zahlen sie später zurück; dieses Geld fließt dann in weitere Projekte. Der 32-jährige Amgad hat so in Latakia im Westen Syriens einen kleinen Supermarkt eröffnet. Seine Eltern versorgt er mit. Außerdem spart er für seine Hochzeit, denn er möchte eine eigene Familie gründen. Er beschäftigt zudem zwei Mitarbeiter.

Eine Partnerkirche in Damaskus hat als Teil des Hoffnungszentrums die Klinik „Jesus, Licht der Welt“ aufgebaut. Etwa 1.500 bedürftige Menschen werden dort pro Monat für einen sehr geringen Betrag medizinisch versorgt und behandelt. Die meisten Patienten sind Nichtchristen. Viele lernen so auch Jesus kennen, berichtet der Gemeindeleiter Pastor Edward.

Nur Gottes Geist kann die Art von Hoffnung schenken, die auch schwerste Zeiten und Stürme übersteht: Es ist die Hoffnung durch das Evangelium. Darum ist unser Gebet so entscheidend. Beten Sie mit – als einzelne Person und auch als Gemeinde.

Nachricht bereitgestellt von Open Doors Deutschland

Hinweis: Am 18. Januar 2023 veröffentlicht Open Doors den Weltverfolgungsindex 2023 – die Rangliste der 50 Länder, in denen es für Christen am gefährlichsten ist, sich zu Jesus Christus zu bekennen.

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