Als wir im Herbst 2019 zur Unterstützung für Christen in Syrien aufriefen, ließen sich tausende Christen in Deutschland davon bewegen. Wie ist die Lage im Mai 2020?
Berichte von unseren Projekten in Syrien
Hier finden Sie aktuelle Geschichten und Berichte von den Projekten der Hoffnungszentren, mit denen wir die Christen in Syrien unterstützen, damit sie im Land bleiben können. Hoffnungszentren nennen sich unsere Partnergemeinden, die es als ihren Auftrag sehen, den Menschen in ihrem Umfeld die Liebe Jesu weiterzugeben – indem alle Gemeindemitglieder zu Hoffnungsträgern werden.
2022
Das Heilmittel Jesus
Die Klinik „Jesus, Licht der Welt“ ist Teil des Hoffnungszentrums einer Partnerkirche in Damaskus. Hier werden etwa 1.500 bedürftige Menschen pro Monat für einen sehr geringen finanziellen Beitrag behandelt. Die meisten Patienten sind Nichtchristen. Sie erhalten nicht nur medizinische Versorgung, sondern haben auch die Möglichkeit, „das Heilmittel Jesus“ kennenzulernen – so beschreibt es der Gemeindeleiter Pastor Edward. „Die Patienten schätzen die Klinik, denn sie spüren den Respekt und die Liebe unserer Mitarbeiter“, sagt er. „Und viele stellen uns Fragen über Christus und die Bibel.“
Nicht allein gelassen
Ein Hoffnungszentrum in Damaskus hat ein Projekt gestartet, bei dem 35 Studenten Stipendien für die Studiengebühren erhalten, die sie allein nicht aufbringen könnten. Im Gegenzug besuchen sie einsame ältere Menschen. Einer dieser Menschen ist Amir*. Seine Frau ist verstorben, seine Kinder sind aus Syrien geflohen. Er lebt im obersten Stock und aufgrund der häufigen Stromausfälle funktioniert der Aufzug nicht. Da Amir keine Treppen mehr steigen kann, sitzt er zu Hause fest. Umso dankbarer ist er für die Gesellschaft durch den Besuch von Studenten wie Joelle und George. „Ich habe nur noch Gott und euch“, sagt er. (*Name geändert)
Eine neue Existenz
Damit die in Syrien verbliebenen Christen trotz der katastrophalen wirtschaftlichen Situation überleben können, unterstützt Open Doors Projekte zur Existenzgründung. Christen erhalten einen Mikrokredit, mit dem sie sich ein eigenes kleines Geschäft aufbauen können. Einen Teil des Kredits zahlen sie später zurück; dieses Geld fließt dann in weitere Projekte. Häufig profitieren durch ein Projekt gleich mehrere Personen – wie etwa bei Amgad. Mit Unterstützung des Hoffnungszentrums in Latakia konnte der 32-Jährige einen kleinen Supermarkt aufbauen. Dank seinem Einkommen kann er nun nicht nur seine Eltern mitversorgen, er spart auch für seine Hochzeit und möchte eine eigene Familie gründen. Außerdem kann er zwei Mitarbeiter beschäftigen.
Umfassende Hilfe
Nach ihrer Flucht aus Aleppo hatten Ferial und ihre Familie alles verloren und Ferial war sehr entmutigt. Im Hoffnungszentrum in Latakia bekamen sie Hilfe. „Die Leute hier haben mir geholfen, Jesus noch mehr zu lieben als bisher“, berichtet Ferial. „Sie haben uns beigebracht, die Bibel zu lesen und sie auch zu leben. Ich bin Jesus ähnlicher geworden. Auch die Kinder waren von Anfang an sehr glücklich in der Kirche. Sie spürten, dass Jesus bei ihnen ist, sie umarmt, sie liebt.“ Inzwischen arbeitet Ferial als Lehrerin im Hoffnungszentrum mit. Doch aufgrund steigender Inflation kommen sie wie die meisten anderen Menschen kaum über die Runden. Trotzdem sagt Ferial: „Ich empfinde inneren Frieden. Wir sind nicht deprimiert oder traurig, denn wir sind Jesus so nah.“
Bitte geben Sie bei Ihrer Spende den Verwendungszweck „Christen in Syrien“ an.