Meldungen zu Indien
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(Open Doors, Kelkheim) – „Überwindet das Böse durch das Gute“ – inmitten der Corona-Krise tun einige Christen in Indien genau das. Trotz der eigenen Armut geben sie Nahrungsmittel an ihre Verfolger weiter. Andernorts sind Pastoren von Hunger bedroht, weil sie jeglicher Einnahmen beraubt sind – ähnlich wie Millionen Tagelöhner. Da viele Christen bereits vor der Pandemie mit Ausgrenzung und Verfolgung zu kämpfen hatten, trifft sie die aktuelle Situation jedoch doppelt hart. Sie brauchen dringend unser Gebet.
Dhiraj* ist ein engagierter Pastor. Er lebt mit seiner kleinen Familie in den Slums einer großen Stadt in Indien. Vor Kurzem erhielten unsere lokalen Partner diese Nachricht: „Unsere Kirche befindet sich in denselben Slums, in denen wir leben. Die Mitglieder sind sehr arm, aber sie bringen jede Woche ein Opfer dar. Dies ist mein einziges Gehalt: 200 – 500 Rupien pro Woche (etwa 2,50 – 6 Euro). Aber jetzt müssen wir zuhause bleiben und es gibt keine Sammlung mehr. Ich kann nirgendwo hingehen und ich kann keine andere Arbeit finden. Ich wende mich an euch, bitte helft uns!“ Ähnlich wie Dhiraj geht es Tausenden, vielleicht Millionen Christen in Indien. Sie leben in einem Land, das dem Evangelium immer feindseliger gegenübersteht. Der Ausbruch des Coronavirus bedroht ihr Leben.
Unser Partner Rahul* sagt: „Die Gemeinden sind wirklich arm. Die meisten Mitglieder sind Tagelöhner – ein Tag ohne Arbeit bedeutet einen Tag ohne Essen. Die Familien der Pastoren leiden am meisten. Wir wollen diejenigen erreichen, die wirklich hungern. Kann Open Doors bitte helfen?“
Allein in den letzten Tagen konnten Partner von Open Doors viele Menschen erreichen und sie mit Lebensmitteln und ihren Bedarfsgütern versorgen. Doch die Not nimmt zu. Ein anderer Partner, Akash*, berichtet: „An vielen Orten sind die Menschen absolut verzweifelt. Wir geben ihnen Lebensmittel, die für 15 – 20 Tage ausreichen. Wenn sie die Pakete erhalten, haben die Menschen Tränen in den Augen, als ob wir ihnen einen Schatz schenken würden. […] Viele Organisationen haben in der momentanen Lage Angst zu helfen. Gott befähigt uns, stark und mutig zu sein und weiter zu dienen.“
Und dann erwähnt Akash etwas Bemerkenswertes: „Einige unserer Gebetsgruppen, die Partner von Open Doors im ganzen Land gegründet haben, haben begonnen, die Menschen in ihrem Umfeld mit Lebensmitteln zu versorgen. Genau diese Menschen haben die Christen vorher wegen ihres Glaubens an Jesus boykottiert. Das ist ihre Gelegenheit, Salz und Licht zu sein.
Diese Christen kommen nicht aus etablierten Kirchen. Sie sind selbst extrem arm, aber durch unsere Schulungen haben sie gelernt, wie man Geld sparen kann. Mit diesen Ersparnissen, der Unterstützung von Open Doors und einigen weiteren Beiträgen von Christen aus größeren Kirchen können sie nun die ärmeren Menschen in ihrem Umfeld unterstützen.“
*Name geändert
Länderprofil
Weltverfolgungsindex 2026: Platz 12. Im Länderprofil lesen Sie, warum und auf welche Weise Christen in Indien verfolgt werden und wie sich das konkret in ihrem Leben äußert.
Gebet ist meist das Erste, worum verfolgte Christen bitten. Unser Gebetshaus ist eine Reaktion auf diesen Hilferuf. Melde Dich zum Gebet vor Ort an oder bete online mit!