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(Open Doors, Kelkheim) – Schwere Brandwunden heilen langsam. Die heute 7-jährige Trinity aus Samarinda/Indonesien weiß das gut. Nach einem Bombenanschlag auf ihre Kirche im November 2016 nahmen viele Christen in aller Welt Anteil, schrieben Ermutigungskarten und freuten sich an den Aufnahmen von einem gezeichneten, aber fröhlichen kleinen Mädchen. Der jüngste Bericht von ihr zeigt jedoch, mit welchen Herausforderungen verfolgte Christen manchmal Jahre nach einem Vorfall noch leben müssen und wie wichtig anhaltendes Gebet ist.
„Betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist“ (Jakobus 5,16). Derzeit hält sich Trinity für medizinische Behandlung zusammen mit ihrer Mutter in China auf. Durch die Verbrennungen wurde ihre Haut an fast ihrem gesamten Körper schwer geschädigt und ist an vielen Stellen stark vernarbt. „Der behandelnde Arzt schätzt, dass die Funktion und das Aussehen aller verletzten Körperteile nur zu 70-80% wiederhergestellt werden können“, berichtet Trinitys Mutter Sarina im Gespräch mit Open Doors. Am 30. April war ein weiterer Behandlungstermin angesetzt, bei dem die Ärzte die Spätfolgen vergangener Operationen an Trinitys Händen beheben wollten.
Doch der Eingriff löste bei Trinity derartig starke Schmerzen aus, dass die Ärzte sich für einen Abbruch entschieden. „Sie brachten es nicht übers Herz weiterzumachen, weil Trinity so schrie und weinte“, seufzt Sarina. Um die Heilung nicht noch weiter zu verzögern, habe sie als Mutter zunächst darum gebeten, fortzufahren, doch die Mediziner hätten sich geweigert.
Die Ärzte beschäftigen sich auch mit den emotionalen und psychischen Auswirkungen auf Trinity, da sie kaum noch Appetit hat. Unklar ist, inwiefern dies auf die zahlreichen Medikamente zurückzuführen ist, die sie in den letzten Jahren eingenommen hat, oder ob psychische Gründe ausschlaggebend sind.
Eine weitere Herausforderung stellt die Covid-19-Pandemie dar. Aufgrund von Reisebeschränkungen kann derzeit kein Familienmitglied nach China reisen, um dort zu helfen. „Ich vermisse meine Kinder in Samarinda sehr und auch meinen Mann, der im Ausland arbeiten muss, um unsere Familie zu versorgen. Aber ich muss jetzt erst einmal damit leben“, sagt Sarina.
Darüber hinaus sitzt auch Dr. David, der indonesische Arzt, der Sarina von Anfang an begleitet und für sie übersetzt hat, in Indonesien fest. Er reiste kurz vor dem Ausbruch von Covid-19 nach Indonesien und konnte nicht nach China zurückkehren. „Ohne ihn ist es ziemlich schwierig, mit den Ärzten und Therapeuten zu kommunizieren“, erklärt Sarina.
Aber gleichzeitig wird sie nicht müde zu betonen, dass Gott auch heute noch Wunder tut. Die Unterstützung und Ermutigung, die sie als Familie erhalten hätten, insbesondere in finanzieller Hinsicht, sei ein göttliches Eingreifen. „Ihr alle seid wie Gottes Flügel, die uns auf dieser Reise bedecken und schützen“, sagt Sarina. Mit Hilfe der Ortsgemeinde, von Open Doors und einem Freund, der Trinitys Geschichte in den sozialen Medien verbreitet hat, konnte Trinitys Familie genug Geld für die Behandlungen in China aufbringen.
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