Meldungen zu Kenia
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(Open Doors, Kelkheim) – Fünf Jahre nach dem blutigen Überfall auf die Universität von Garissa bedroht eine neue Entwicklung die Christen im Nordosten Kenias. Die Konsequenzen könnten noch tiefgreifender sein: Nach dem Abzug von 2.300 Lehrern aus der Region aufgrund der Bedrohung durch islamische Extremisten droht eine Bildungsmisere. Dadurch könnte der Extremismus neuen Auftrieb gewinnen und die Gefahr für Christen weiter steigen.
Am Gründonnerstag 2015, dem 2. April, ermordeten Al-Shabaab-Kämpfer 147 christliche Studentinnen und Studenten sowie einen Wachmann an der Universität von Garissa. Muslimische Studenten wurden verschont. Doch schon früher hatten Anhänger der islamistischen Miliz begonnen, Christen gezielt zu töten, unter anderem bei Angriffen auf Reisebusse. Nachdem Ende des Jahres 2014 innerhalb von zwei Wochen 64 Christen ermordet wurden, verließen viele Christen, die in Schulen, Krankenhäusern und Verwaltung tätig waren, die Region. Dies führte zu einer Versorgungskrise, in deren Verlauf allein im Bezirk Mandera 20 Krankenhäuser schließen mussten. Mehr als 1.050 christliche Lehrer berichteten gegenüber der Lehrervereinigung Kenia (KNUT) von schweren Übergriffen durch muslimische Schüler, Kollegen und Angestellte, von denen sie als „Sklaven“ oder „Ungläubige“ beschimpft sowie angespuckt und geschlagen wurden und Morddrohungen erhalten hatten. Zuletzt hatten Al-Shabaab-Anhänger im Dezember 2019 einen Reisebus gestoppt und 11 der 56 Fahrgäste erschossen – laut einem Priester allesamt Christen. „Die Christen rechnen mittlerweile mit solchen Angriffen, wenn die Ferienzeit beginnt, wie zu Weihnachten und zu Ostern. Man kann diese Angriffe durchaus als einen weiteren Versuch betrachten, die Christen aus diesem muslimisch dominierten Gebiet Kenias vollständig zu verdrängen“, kommentierte ein leitender Open Doors-Mitarbeiter vor Ort.
Aus Sorge vor weiteren Opfern wurden seit Jahresbeginn 2020 mehr als 2.300 zumeist christliche Lehrer aus der Region abgezogen. Geschäftsleute und Behördenmitarbeiter, viele von ihnen sind Christen, folgten nach. Da bereits zuvor Lehrermangel herrschte, sind weitere Schulschließungen und ein deutliches Absinken des Bildungsniveaus zu befürchten. Das wiederum macht Jugendliche anfälliger für extremistische Tendenzen, zumal Al Shabaab eifrig um junge Anhänger wirbt.
Der somalische Al-Kaida-Ableger will in Somalia, Tansania und Sansibar sowie in der Küstenregion von Kenia ein Kalifat errichten. Kenia ist zwar zu rund 80 % christlich, im Grenzgebiet zu Somalia stellen jedoch Muslime mit rund 90 % die Mehrheit. Am 23. Februar forderte der Sprecher von Al Shabaab, Sheikh Ali Dhere, in einer 20-minütigen Audiobotschaft die somalischen Bürger Kenias dazu auf, alle Christen der Bezirke Garissa, Wajir und Mandera zu vertreiben: „Wir wollen hier keine Ungläubigen!“
Auf dem Weltverfolgungsindex 2020 steht Kenia an 44. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Bei Kenia ist hinsichtlich der Platzierung zu beachten, dass die Situation der Christen regional erhebliche Unterschiede aufweist.
Quelle: Open Doors, World Watch Monitor
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