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Kirgisistan: Junger Christ nach Angriff schwer verletzt

Druck islamischer Extremisten hält auch im Krankenhaus an

(Open Doors, Kelkheim) – „Ich bin noch am Leben, weil viele Menschen für mich beten, das kann ich spüren. Ich danke euch!“ Der 25-jährige Eldos ist ein ehemaliger Muslim aus Kirgisistan, der zurzeit im Krankenhaus liegt. Am 16. Oktober waren drei extremistische Muslime in das Haus seiner Familie eingedrungen und hatten ihn brutal verprügelt, um ihn dazu zu zwingen, seinen christlichen Glauben zu widerrufen und zum Islam zurückzukehren. Dabei wurde er so schwer verletzt, dass er zwischenzeitlich in Lebensgefahr schwebte. Doch trotz gesundheitlicher Fortschritte droht weiterhin Gefahr, die nicht nur Eldos selbst betrifft.
 

Eldos mit seiner Mutter und seinem Onkel Nurbek
Bild: Eldos mit seiner Mutter und seinem Onkel Nurbek

Behörden agieren träge, Anwältin bedroht

Nach dem Vorfall warnten die Angreifer Eldos‘ Familie davor, sich an die Polizei zu wenden und gegen die Täter Anzeige zu erstatten. Die Angreifer und Angehörige von ihnen erscheinen regelmäßig im Krankenhaus und drohen Eldos, ihn und seine Familie zu töten. Befreundete Christen bewachen Eldos deshalb, um ihn notfalls zu verteidigen. Da die benachrichtigte Polizei augenscheinlich versucht, den Fall zu vertuschen, haben lokale Pastoren eine Anwältin für Eldos und seine Familie engagiert. Nachdem ein hoher Beamter den Fall bereits für abgeschlossen erklärt hatte, wandte sie sich sowohl an staatliche Sicherheitsdienste als auch einen TV-Sender. Daraufhin wurde der Beamte entlassen, jedoch muss nun auch die Anwältin um ihr Leben fürchten. Vor zwei Wochen reichte sie eine offizielle Beschwerde beim nationalen Sicherheitsrat ein, doch von dort ist noch keine Reaktion erfolgt. Möglicherweise scheut man auch auf politischer Seite eine gerichtliche Klärung des sensiblen Sachverhaltes.

Schwere körperliche und seelische Folgen

Eldos ist durch die Folgen des Angriffs noch immer schwer beeinträchtigt. Er kann nicht sprechen, weil sein Kiefer gebrochen ist, hat Schwierigkeiten beim Atmen und Essen, leidet unter Kopfschmerzen, Panikattacken und Depression. Auch Eldos‘ ältere Schwester, die mitansehen musste, wie er zusammengeschlagen wurde, ist traumatisiert. Sie war im sechsten Monat schwanger, doch der Schock und der Stress lösten wenige Tage nach dem Vorfall eine Fehlgeburt aus. Sie weint viel und möchte mit niemandem sprechen.

„Eure Liebe und eure Gebete haben mein Herz verändert“

Angesichts des immensen Druckes ist die Familie sehr dankbar für alle Gebete und Ermutigungen, die sie auch im Rahmen einer laufenden Schreibaktion erreicht haben. Heute erreichte uns folgende Rückmeldung von Eldos‘ Onkel Nurbek (Auszug):

„Danke, dass ihr das Opfer gebracht habt, für uns zu beten, dass ihr ‚unsere Last auf euch genommen habt‘ […]! Danke, dass ihr so mitfühlend auf unseren Schmerz und unser Leiden reagiert! Danke für eure ermutigenden Worte, Gebete, Gedanken, Unterstützung! Für uns ist dies ein wahrer Ausdruck der Liebe Gottes, seines Wesens! […] Ich möchte, dass ihr wisst, dass eure Haltung, Liebe und Gebete mein Herz verändert haben und [für mich] ein großes Vorbild dafür geworden sind, offen für andere zu sein, die leiden, Christus nachzufolgen und ihn nachzuahmen! Eure Worte ermutigten mich, in unseren Schwierigkeiten auszuhalten. […] Wir freuen uns, Teil dieser wunderbaren Familie zu sein!“

Bitte beten Sie für Eldos und die Christen in Kirgisistan:

  • Beten Sie um vollständige Heilung für Eldos und seine Schwester – sowohl körperlich als auch seelisch.
  • Beten Sie, dass Gott Eldos‘ Familie sowie die Anwältin und andere Beteiligte schützt und ihnen Recht verschafft.
  • Beten Sie für die Behörden und Politiker, dass sie extremistischen Tendenzen entschlossen begegnen und alle Bürger des Landes schützen.
  • Beten Sie für die Angreifer und ihre Angehörigen, dass Jesus ihnen die Augen öffnet und sie von ihrem Hass befreit.

 

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