Persönliche Berichte
Kirgisistan

Kirgisistan: Verleumdet und geächtet

Pastor aufgrund falscher Anschuldigungen sechs Monate im Gefängnis

(Open Doors, Kelkheim) – Als Muslim aufgewachsen, entschied sich Miran* aus Kirgisistan für ein Leben mit Jesus und wurde Pastor einer kleinen Gemeinde. Doch sein Glaubenswechsel und sein christliches Engagement waren den lokalen Behörden ein Dorn im Auge. Sie schworen, Pastor Miran für lange Zeit ins Gefängnis zu bringen. Schließlich erwirkten sie mit der falschen Anschuldigung, ein Schulmädchen sexuell belästigt zu haben, seine Verhaftung. Obwohl Beweise für Pastor Mirans Unschuld vorlagen, war er sechs Monate inhaftiert, bis das Gericht ihn freisprach.
 

Symbolbild
Symbolbild

Verleumdung mit Folgen

Der Prozess und besonders der Vorwurf eines so schrecklichen Verbrechens belasteten Pastor Miran sehr. Seit seiner Freilassung ist nun über ein Jahr vergangen, doch noch immer leiden er, seine Frau und ihre fünf Kinder unter dem Vorfall und seinen Folgen. Die Behörden und die lokale Bevölkerung setzen Pastor Miran weiterhin unter Druck, bedrohen und beschimpfen ihn. Trotz erwiesener Unschuld wirken die unhaltbaren Verdächtigungen nach, die Leute sagen: „Wenn er den Islam verraten hat, hat er vielleicht auch andere schlimme Dinge getan.“

Zunehmender Druck auf Christen

Kirgisistan ist eine parlamentarische Republik und damit nominell die einzige Demokratie Zentralasiens. Christen, die etwa fünf Prozent der Bevölkerung ausmachen, haben in dem bergigen Binnenstaat mehr Freiheiten als in den anderen Ländern der Region. So ist Kirgisistan als einziger zentralasiatischer Staat derzeit nicht unter den 50 Ländern des Weltverfolgungsindex aufgeführt, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, sondern gehört zum erweiterten Kreis der „Länder unter Beobachtung“. Obgleich es den christlichen Gemeinden in Kirgisistan insgesamt besser geht als in den Nachbarländern, erfahren auch hier Christen Verfolgung. Besonders schwer haben es Christen muslimischer Herkunft. Sie werden häufig von ihrem Umfeld – Familie, Freunde und Gesellschaft – massiv bedrängt, um sie zum Widerruf ihres Glaubens zu bewegen. Zudem erhöhen die Behörden zunehmend den Druck auf Christen. Bitte beten Sie für Pastor Miran, seine Familie und die anderen Christen in Kirgisistan!

*Name geändert

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Kirgisistan stellen!

  • Bitte beten Sie für Pastor Miran und seine Familie, dass sie in dieser belastenden Situation ganz besonders die Nähe und Hilfe Jesu erleben.
  • Beten Sie für Pastor Mirans Gemeinde, die ebenfalls unter Druck steht. In den vergangenen Monaten störten zweimal Vertreter der Behörden und muslimische Autoritäten den Gottesdienst mit Beschimpfungen und Drohungen.
  • Beten Sie für die Nachbarn und das Umfeld: dass Misstrauen und Feindseligkeit einer Offenheit für das Evangelium weichen und Jesus Pastor Mirans Gemeinde als seine Zeugen gebraucht.
  • Beten Sie für die kirgisischen Gemeinden um Mut, Weisheit und Standhaftigkeit.

 

Meldung als PDF

Weitere Themen

Weltverfolgungsindex 2024

Der Weltverfolgungsindex ist eine Rangliste von 50 Ländern und ein jährlicher Bericht darüber, wo und wie Christen die stärkste Verfolgung und Diskriminierung erleben.

Eine Mitarbeiterin von Open Doors betet für eine verfolgte Christin

Gebet ist das Erste, um das verfolgte Christen bitten – besonders wenn wir beten, spüren sie unsere Liebe und Unterstützung. Lassen Sie uns auf diese Bitte antworten!

Eine spanische Bibel wird überreicht

Durch Ihre Unterstützung kann Open Doors verfolgten Christen mit Projekten konkret helfen. Hier finden Sie Informationen zu Spenden und deren Verwendung.