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Kongo: Ermutigung im Kriegsgebiet

Besuche stärken Christen inmitten des Bürgerkriegs

(Open Doors) – Die islamistische Miliz ADF (Allied Democratic Forces) verübt seit einigen Jahren blutige Angriffe in der Provinz Nord-Kivu im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Bei einem Massaker in der Stadt Beni töteten ADF-Kämpfer im vergangenen August mindestens 30 Zivilisten.

Gemeindeleben bedroht

In Nord-Kivu leben viele Christen, doch die Überfälle der ADF stellen für das Gemeindeleben eine massive Bedrohung dar. "Die örtlichen Gemeinden sind geistlich gesund und unternehmen viel, um ihre Mitglieder zu fördern", erklärt Open Doors-Analyst Arne Mulders, "doch die anhaltende Krise setzt die Kirche unter immensen Druck. Sie haben mit Vertreibung, Traumatisierung, Verlust von Angehörigen durch Morde und Entführungen und auch mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Viele Gemeinden mussten ihre Arbeit einstellen, weil die Mitglieder kein Geld mehr geben konnten." Die Bevölkerung ist durch die Gräueltaten traumatisiert, besonders die Frauen, die miterleben mussten, wie ADF-Kämpfer ihre Angehörigen brutal ermordeten, oder selbst Opfer von Gewalt wurden. Open Doors-Mitarbeiter haben Christen in der Stadt besucht, um sie zu stärken und zu ermutigen.

Fest stehen im Sturm

Als die Mitarbeiter von Open Doors einen Tag nach dem Massaker in Beni eintrafen, waren noch immer Kampfspuren zu sehen und Schüsse zu hören. Trotz oder gerade wegen der angespannten Atmosphäre führten sie ein Seminar "Fest stehen im Sturm" zur Vorbereitung auf Verfolgung durch. "Wir erkannten, dass dies gerade zur rechten Zeit kam", berichtet ein Mitarbeiter. "Der Sturm war schon da." Der Kurs war für die Teilnehmer offensichtlich eine große Hilfe. "Was ihr uns weitergebt, müssen wir immer wieder hören. Die Zeit ist zu kurz!", sagte ein Pastor im Ruhestand. Ein anderer Mitarbeiter ergänzte: "Wir sehen, dass ihr uns wirklich liebt, weil ihr trotz allem gekommen seid. Eure Entschlossenheit ermutigt uns. Ihr habt uns nicht allein gelassen, sondern haltet mit uns aus."

Die Christen in Nord-Kivu benötigen dringend unser Gebet. "Unser wichtigstes Gebetsanliegen ist Frieden", erklärt Pastor Micah. Doch die Gemeindeleiter sind entschlossen, auch in der gegenwärtigen schwierigen Lage ihren Dienst fortzuführen. "Ich habe keine Wahl, es ist meine Stadt. Wenn ich weglaufen würde, wohin sollte ich gehen? Wir hören täglich überall Gewehrschüsse. Es ist unser Alltag."

*Namen geändert

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Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in der Demokratischen Republik Kongo stellen!

  • Danken Sie für die Christen in Nord-Kivu, die trotz der Übergriffe entschlossen sind zu bleiben.
  • Beten Sie bitte um Frieden und ein Ende der Gewalttaten durch die ADF.
  • Bitten Sie um Schutz für die Christen und um Weisheit und Bewahrung für die Gemeindeleiter, die unter schwierigen Umständen ihren Dienst fortsetzen.

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