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Sri Lanka: Tödliche Anschläge auf Ostergottesdienste

Christen aus der Region bitten um Gebet

Auf der südasiatischen Insel Sri Lanka wurden am Ostermorgen während der Ostermesse Anschläge auf drei Kirchen verübt sowie auf drei Hotels. Mindestens 200 Menschen wurden bei den Explosionen getötet und mehrere Hundert verletzt.
 

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Bild: Innenraum der St. Sebastian's Kirche in Negombo nach der Explosion (Quelle: unbekannt)

Betroffen sind die St. Antonius Kirche in Kochcikade, Colombo, die St. Sebastians Kirche in Negombo sowie die Zionskirche in Batticaloa, außerdem das Kingsbury Hotel, das Cinnamon Grand Hotel und das Hotel Shangri-La in Colombo.

Laut einem unserer Mitarbeiter in der Region wurde Sprengstoff in weiteren Kirchen und Hotels gefunden, eine Prüfung dazu dauert noch an. In den sozialen Netzwerken werden Bilder geteilt, welche die Schwere der Explosionen deutlich machen. „Dies ist eine sehr herzzerreißende Zeit für die Christen in diesem Land“, sagt er. „Wir wissen noch nicht, wer es getan hat oder warum. Die Zionskirche ist eine der größten Kirchen in Batticaloa. Bitte betet für die Opfer und für die Familien der Opfer der Bombenanschläge in Sri Lanka. Betet auch, dass Gott den Familien Trost schenken möge, die so herzzerreißende Verluste erleiden mussten“.

Etwa zwei Millionen der 21 Millionen Inselbewohner sind Christen, sie werden als Bürger zweiter Klasse behandelt. Denn von allen Singhalesen wird erwartet, dass sie Anhänger des Buddhismus sind. Christen aus traditionellen Kirchen erfahren etwas mehr Akzeptanz als Mitglieder von Freikirchen. Wer sich vom Buddhismus oder Hinduismus abwendet und Jesus Christus nachfolgt, muss mit Angriffen seitens der Familie und dem sozialen Umfeld rechnen, denn Glaubenswechsel gilt als Verrat. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert Sri Lanka aktuell an 46. Stelle unter den 50 Ländern, in denen es für Christen am schwierigsten und gefährlichsten ist, ihren Glauben zu leben.

 

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