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Tansania: Körperlich geschwächt, geistlich stark

Familie nach tödlichem Überfall liebevoll umsorgt

(Open Doors) - Temis Ngambona fand zum Glauben an Jesus, als ihm jemand empfahl, er solle wegen seiner psychischen Probleme Hilfe bei einer Kirche suchen. "Ich fand tatsächlich einen Pastor, der für mich betete. Und ich wurde geheilt. Von da an besuchte ich die Gemeinde, bis ich hierher nach Bukoba (im Nordwesten von Tansania) gezogen bin."

Eine Attacke kündigt sich an

Nach manchen Rückschlägen im Glaubensleben erwachte in Temis der Wunsch, mehr zu beten. Er begann, sich regelmäßig mit seinem Freund Dioniz Ng'wandu (31) zu treffen, und bald war die kleine Gruppe auf 18 Personen angewachsen. Etwa eine Woche vor dem Überfall entdeckte er Zeichen von Vandalismus an der Kirche, auch die Stühle und andere Gegenstände waren gestohlen worden. Der Pastor der Kirche entschied, das nächtliche Gebet vorerst auszusetzen. Kurze Zeit später hatte Temis einen Traum und sah, wie ein Mitglied der Gemeinde von Muslimen getötet worden war. Der Tote war jedoch mit Kleidern zugedeckt und nicht zu erkennen.

Die nächtlichen Gebete wurden wieder aufgenommen, und eines Abends blieben Temis und Dioniz zurück, um in der Kirche zu schlafen. Temis träumte, dass er angegriffen würde, und erwachte. Doch dies war kein Traum! Mehrere Angreifer hieben mit Macheten auf die beiden Christen ein. Temis versuchte, sich mit bloßen Händen zu schützen, und rief laut um Hilfe. Ein Schlag in sein Bein fällte ihn jedoch. Wegen seiner Schreie rannten die Angreifer davon. Eine Nachbarin holte schließlich Hilfe und brachte Temis ins Krankenhaus. Für Dioniz kam wegen seiner schweren Kopfverletzungen jede Hilfe zu spät.

Als Temis' Frau Deborah die Nachricht erhielt, dass ihr Mann getötet worden sei, eilte sie sofort ins Krankenhaus. Dort sah sie, dass ihr Mann noch lebte, wenn auch schwer verletzt. "Ich weinte und war entsetzt", erzählt sie, "doch dann kam ein Wort von Gott in mein Herz: ‚Sei stark und sei mutig, denn ich bin mit dir und mit ihm. Er wird nicht sterben, sondern leben und die Güte des Herrn verkünden'. Dieses Wort blieb in meinen Gedanken und meinem Herzen. Gott stärkte mich an jenem Tag."

Die Monate danach

Mitarbeiter von Open Doors besuchten Temis. Sein rechter Daumen ist abgetrennt, andere Nerven der rechten Hand durchtrennt. Seine linke Hand kann er nicht zur Faust ballen. Sein linkes Bein wird mit Nägeln zusammengehalten und schmerzt. Temis hatte zuvor auf dem Bau gearbeitet. "Wie soll ich jetzt meine Familie versorgen?", fragte er.

"Die Geschwister aus der Gemeinde haben uns bislang versorgt und mir Kraft gegeben", berichtete Deborah. "Manchmal bleiben sie sogar über Nacht bei Temis; ich bin ihnen so dankbar dafür. Ich komme aus einer muslimischen Familie und habe mich für Christus entschieden. Meine Familie hat mich deshalb verstoßen. Sie fragten nach dem Überfall nur, ob Temis tot sei. Als sie hörten, dass er lebt, kamen sie nicht einmal, um nach mir zu sehen. Auch die Eltern von Temis kamen nicht. Unsere Gemeinde ist unsere Familie.

Ich danke Gott, der Temis heilt. Es ist ein Wunder, dass er nach sechs Monaten schon wieder laufen kann. Die Ärzte haben gesagt, das würde zwei Jahre dauern. Christus ist gut und er ist unser Arzt. Auch euer Besuch hat uns so ermutigt. Möge Gott alle in der Gemeinde und euch alle segnen."

Temis ist in großer Sorge, weil er weiß, dass die Gemeinde ihn und seine Familie nicht auf lange Zeit versorgen kann. Als wir fragen, wofür wir beten sollen, legt Deborah sofort los: "Für Temis, es ist so hart für ihn, dass er uns nicht versorgen kann. Möge Gott sein Herz stärken, ihn ermutigen und heilen. Und ich bete auch für die, die uns das angetan haben, dass sie Jesus kennenlernen."

Der Angriff hat Temis körperlich sehr geschwächt, sein Glaube ist jedoch stärker als jemals zuvor. "Ich will ein Verkündiger von Gottes Wort werden", lässt er uns wissen. "Möge Gott dies Wirklichkeit werden lassen." Open Doors prüft, wie Temis und seiner Familie langfristig geholfen werden kann.

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Tansania stellen.

  • Danken Sie Gott dafür, dass Temis lebt und dass seine Familie von der Gemeinde so umsorgt wird.
  • Beten Sie bitte, dass schnell eine Lösung für die Versorgung der Familie gefunden wird und dass Temis ein Verkündiger von Gottes Wort wird.
  • Bitten beten Sie für die Frau von Dioniz Ng'wandu, dass Gott sie tröstet und ihr Herz bewahrt.
  • Bitte beten Sie für die Angreifer, dass Jesus sich ihnen offenbart und sie umkehren von ihren zerstörerischen Wegen.

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