Persönliche Berichte
Tschad

Tschad: „Ich bin ganz von Gott abhängig“

Die Entscheidung für Jesus brachte Aischa in große Gefahr, doch sie hält mutig an ihm fest

(Open Doors, Kelkheim) – Aischa* war überzeugte Muslima. Doch als ihr Sohn im Gefängnis Gottes Eingreifen erlebte, kam sie zu der Überzeugung, dass das wahr sein musste, was ihr Nachbar, ein Pastor, über Jesus erzählt hatte. Ihre Hinwendung zu Jesus brachte sie in große Schwierigkeiten, aber sie sagt: „Ich bin ganz von Gott abhängig. Materielle Dinge sind nichts. Wenn ich Matthäus 5 lese, ermutigt mich das. Ich weiß, dass die Bedrängten getröstet werden.“

Seitliches verschleiertes Profil von zwei sitzenden Personen vor einem Tisch.
Aischa (vorne) neben ihrem Sohn Mansur. Aus Sicherheitsgründen können wir ihre Gesichter nicht zeigen

Im Gefängnis Jesus erlebt

Aischa ist verheiratet und Mutter von fünf Kindern zwischen 13 und 31 Jahren. Sie kommt aus dem Tschad, einem der ärmsten und korruptesten Länder der Welt. Im vergangenen Jahr machte sich ihr Sohn Mansur* in der Hoffnung auf bessere Perspektiven auf den Weg nach Libyen, doch hatte er keinen Erfolg. Er kehrte in sein Heimatland zurück und wurde sogleich inhaftiert, da man ihn verdächtigte, mit Terroristen in Verbindung zu stehen. Im Gefängnis erhielt Mansur regelmäßig Besuch von einem Pastor, der ihm das Evangelium erklärte und mit ihm betete. Als Mansur von allen Anklagen freigesprochen wurde, war er ebenso wie seine Mutter überzeugt: Das hatten die Gebete des Pastors bewirkt. „Damals entschied ich mich, Jesus nachzufolgen“, berichtet Aischa.

Bekenntnis führt zu Verfolgung

Etwa zur gleichen Zeit wurde Aischa krank. In der Klinik offenbarte sie einer Krankenschwester ihren Glauben an Jesus. Diese erzählte anderen davon – und Aischa wusste, dass nun Gefahr drohte: „Am folgenden Freitag wurde in der Moschee verkündet, dass ich Christin geworden war.“ Daraufhin versammelte sich eine Gruppe von Frauen vor ihrem Haus, die sie zur Rückkehr zum Islam bewegen wollten. Aischa floh durch ein Fenster und fand Zuflucht im Haus des Pastors. Als die Frauen davon erfuhren, schlugen sie Alarm. Schnell fand sich eine Menge wütender und teilweise mit Messern bewaffneter Menschen vor dem Haus des Pastors ein. Sie forderten ihn auf, Aischa auszuliefern.

Schließlich zogen sie unter Drohungen gegen den Pastor ab, ergriffen Aischas Tochter Amina* und reichten Beschwerde bei der Gendarmerie ein. „[Die Gendarmen] hielten meine Tochter in einer Art Geiselhaft, um mich zu erpressen, zum Islam zurückzukehren.“ Fünf Tage später bestellten sie Aischa zur Gendarmerie. Erst, nachdem sie sie lange bedrängt und bedroht hatten, ließen sie Aischa und ihre Tochter gehen. Mithilfe ihrer Gemeinde flohen sie aus dem Dorf.

Derzeit kümmert sich eine Kirche in einem anderen Gebiet um Aischa. Mit deren Hilfe hat sie ein kleines Haus gemietet, in dem sie mit ihrer Tochter und Mansur lebt. Von Open Doors erhielten sie finanzielle Unterstützung, um einen Imbiss eröffnen zu können. „Ich danke euch so sehr für diese Hilfe“, sagte Aischa. Für Mansur ist sie ein Vorbild im Glauben. „Sie ermutigt mich, auch in meinem Herzen zu beten. Der Pastor hat mir eine Bibel in französischer Sprache geschenkt, und ich habe angefangen, sie zu lesen. Ich finde so viel Wahrheit darin“, sagt er. Bitte beten Sie für Aischas Familie!

*Name geändert

Bitte beten Sie für Aischas Familie und die Christen im Tschad:

  • Danken Sie Jesus dafür, dass er Aischa und Mansur begegnet ist und sie Hilfe von anderen Christen erfahren haben.
  • Beten Sie, dass Aischas gesamte Familie zu Jesus findet und wiedervereint wird.
  • Mansur bittet um Gebet für Schutz vor weiterer Verfolgung.
  • Aischa und ihre Kinder haben gesundheitliche Probleme – bitte beten Sie um Heilung.
  • Bitten Sie Jesus auch darum, den Glauben von Aischa, Mansur und anderen Christen muslimischer Herkunft in der Region zu stärken und sie für Verfolgung zu wappnen.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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