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(Open Doors, Kelkheim) – „Ihr dürft erst dann zurückkehren, wenn ihr euren neuen Glauben widerruft!“ – Die Forderung der Dorfbewohner an die 13 Christen war unmissverständlich. Ähnliche Reaktionen erleben viele Vietnamesen, wenn sie beginnen Christus nachzufolgen. Überraschend anders reagierten hingegen die Behörden in der zentralen Provinz Quang Tri: Seitdem die drei Familien Ende des vergangenen Jahres vertrieben wurden, versorgen sie die Christen zusammen mit der örtlichen Kirche und versuchen, ihre Rückkehr zu ermöglichen. Bislang ohne Erfolg.
Das Volk der Bru praktiziert einen Ahnenkult, der eng mit ihrer Kultur verwoben ist. Wenn ein Mitglied der Gemeinschaft seinen Glauben wechselt, muss es sich auf eine negative, oft gewalttätige Reaktion einstellen. Um sich vom Glauben der Väter völlig abkehren zu können, schreibt die Kultur außerdem ein Opferritual vor, um die Götter zu besänftigen. Wer sich dieser Zeremonie verwehrt, ist zusätzlichen Anfeindungen seitens des Stammes ausgesetzt.
So erging es den drei Familien, nachdem sie bei einer christlichen Weihnachtsfeier im Dezember 2019 zum Glauben an Jesus Christus gefunden hatten. Bei ihrer Rückkehr von der Feier empfing ein aufgebrachter Mob die 13 frisch bekehrten Christen. Man wollte sie dazu zwingen, sich vor den Dorfgötzen zu verneigen und ein Opfer zu bringen. Als sie sich jedoch entschieden weigerten, verjagte man sie aus dem Dorf.
Nachdem die Distrikt- und Provinzbehörden von Quang Tri von der Situation erfahren hatten, schritten sie ein und ermöglichten die Rückkehr der Christen in ihr Dorf. Doch die Gemeinschaft begegnete ihnen weiterhin mit Schikanen und sogar Schlägen, bis man schließlich ihre Häuser zerstörte. Auch der anschließende gemeinsame Versuch der Behörden und der örtlichen Kirche, außerhalb des Dorfes ein neues Haus für die Vertriebenen zu bauen, scheiterte am entschlossenen Widerstand des Dorfes.
Die Behörden hoffen nun, ein Treffen zwischen den Christen und den Dorfbewohnern organisieren zu können, um die Situation zu erörtern und einen Konsens zu erzielen. Eine lokale Kontaktperson von Open Doors sagte: „Die Familien sind bereit, ihre Ernte und ihr Vieh, all ihr Hab und Gut den Dorfbewohnern zu überlassen, damit diese das Ritual selbst durchführen können. Sie möchten sich ein neues Leben aufbauen und friedlich als Christen leben.“
Der bemerkenswerte Einsatz der Behörden in Quang Tri steht im Kontrast zu den Erfahrungen von Christen in anderen Bereichen des Landes. So wurden in der Provinz Quang Ngai 104 Familien von Christen wegen ihres Glaubens von den staatlichen Corona-Hilfsmaßnahmen ausgeschlossen. Partner von Open Doors konnten Mitte September Pakete mit Reis, Salz, Zucker, Nudeln, Speiseöl, Fischsauce, Fischkonserven und Milch an sie weitergeben. Ein beteiligter Helfer, der auch zu den Empfängern gehörte, sagte: „Gott hat unsere Gebete erhört, und das hat uns sehr ermutigt, weiterhin an unserem Glauben festzuhalten. Ich bin sehr glücklich, die Treue Gottes zu sehen. Ich danke euch, meinen Glaubensgeschwistern aus aller Welt, für eure Gebete und eure Unterstützung!“
Gebet ist das Erste, um das verfolgte Christen bitten – besonders wenn wir beten, spüren sie unsere Liebe und Unterstützung. Lassen Sie uns auf diese Bitte antworten!