Für den Gemeindebrief

Laos: „Wir helfen euch, wenn ihr Jesus verleugnet“

(Open Doors, Kelkheim) – Kein Strom, kein sauberes Wasser oder sonstige Grundversorgung: In dieser Situation lebt der 40-jährige Na* derzeit mit seiner Frau und den beiden Kindern. Das ist der Preis ihres Glaubens an Jesus – und sie sind bereit ihn zu zahlen. Die Familie braucht unser Gebet.

Sechs Personen stehen vor der Asche eines abgebrannten Hauses. Ihre Gesichter wurden verfremdet.
Na und seine Familie zusammen mit zwei Besuchern vor den Trümmern ihres Hauses

Freiheit in Christus statt immer neuer Opfer

In Nas Heimatdorf findet jedes Jahr ein großes Fest statt. Drei Tage lang werden rituelle Tänze aufgeführt, Tiere und alkoholische Getränke geopfert, um das Wohlergehen der Dorfbewohner zu sichern. All das ist Teil des traditionellen Geisterglaubens, der hier seit vielen Generationen praktiziert wird. Doch eines Tages im Jahr 2024 hörten Na und seine Familie von Jesus: wie er sich selbst geopfert und so Frieden mit dem allmächtigen Gott ermöglicht hat. Alle vier beschlossen daraufhin, diesem Jesus nachzufolgen, statt weiterhin den Geistern zu opfern.

Doch ihr neu gewonnener Friede mit Gott ging einher mit wachsendem Unfrieden in ihrem Umfeld. Besonders die Dorfältesten waren über Nas Abkehr von den religiösen Traditionen sehr verärgert. Der Dorfvorsteher ermahnte Na und seine Familie, sich an die Traditionen und Bräuche des Dorfes zu halten und erlegte ihnen eine Geldstrafe von 2 Millionen Kip (ca. 80 Euro) auf. Außerdem mussten sie gemäß den Regeln des Dorfes ein ausgewachsenes Schwein abgeben. „Das ist die Strafe dafür, dass ihr euren alten Glauben verlassen habt“, erklärte der Dorfvorsteher.

Wegen ihres Glaubens an Jesus sah sich Nas Familie von allen Seiten zunehmender Diskriminierung ausgesetzt. Tag für Tag suchten Vertreter der Dorfbehörden ihr Haus auf und befahlen ihnen, ihrem Glauben an Christus abzuschwören – vergeblich. Die vier hielten unbeirrt an Jesus fest.

Nächtliche Eindringlinge

Am 30. April 2026 drangen Unbekannte in das Haus der Familie ein und setzten es in Brand. Als lokale Partner kurz darauf vor Ort waren, bot sich ihnen ein Bild völliger Zerstörung. Mit Tränen in den Augen gingen Na und seine Frau schweigend durch die Asche. Am Tag nach dem Brand, dem 1. Mai 2026, beriefen die Dorfbehörden eine Versammlung ein, bei der Nas Familie ein Hilfsangebot gemacht wurde: Der Dorfvorsteher schlug Na vor, Geld für die Unterstützung seiner Familie zu sammeln. Allerdings unter einer Bedingung: „Dafür müsst ihr aufhören, Jesus zu folgen.“

Doch ein solches Angebot war für die Christen inakzeptabel. Stattdessen bezogen die vier eine kleine Hütte auf einem entlegenen Stück Land, das ihnen gehört – ohne direkten Zugang zu Strom, Trinkwasser oder Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Lokale Kirchenleiter versorgten sie mit Lebensmitteln und anderen dringend benötigten Bedarfsgütern. Sie beteten für die vier und sprachen ihnen Mut zu, in dieser Zeit der Verfolgung Jesus treu zu bleiben. Bitte beten Sie mit!

*Name geändert

Weitere Themen

Länderprofil

Länderprofil Laos

Weltverfolgungsindex 2026: Platz 28. Im Länderprofil lesen Sie, warum und auf welche Weise Christen in Laos verfolgt werden und wie sich das konkret in ihrem Leben äußert.

Meldungen

Meldungen zu Laos

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten und persönliche Berichte verfolgter Christen aus den Ländern des Weltverfolgungsindex, und abonnieren Sie unsere kostenlosen Formate. 

Eine Mitarbeiterin von Open Doors betet für eine verfolgte Christin

Gebet ist das Erste, um das verfolgte Christen bitten – besonders wenn wir beten, spüren sie unsere Liebe und Unterstützung. Lassen Sie uns auf diese Bitte antworten!