Tätigkeitsbericht

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Unterstützung verfolgter Christen weltweit ausgebaut

7. Juni 2016 – Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk Open Doors hat seinen Einsatz für verfolgte Christen weltweit verstärkt, wie der aktuell veröffentlichte Tätigkeitsbericht für das Jahr 2015 verdeutlicht. Der Bericht der international tätigen Organisation reflektiert auch den Anstieg der seit Jahren zunehmenden Verfolgung und Vertreibung von Christen. Verantwortlich dafür sind in islamischen Ländern an vorderster Stelle extremistische Gruppen wie der IS, Boko Haram, Al Kaida und Al Shabaab; aber auch Regierungen gehen hart gegen Kirchen und den christlichen Glauben in ihrem Land vor. In Indien führt die massiv betriebene Hinduisierung des Landes unter der Regierung von Narendra Modi zu einer religiös-nationalistisch geprägten Verfolgung von Christen und anderen Minderheiten. Auch in buddhistischen Ländern wie Myanmar und Nepal hat der Druck auf Christen zugenommen. Die Regierung des kommunistischen China geht vereinzelt mit neuer Härte gegen Kirchen vor. Im Nachbarland Nordkorea, das seit Jahren den unrühmlichen ersten Platz auf dem Open Doors Weltverfolgungsindex einnimmt, ist die Lage für Christen unverändert lebensgefährlich. Bei seinem Einsatz für verfolgte Christen steht Open Doors besonders auch Konvertiten bei und arbeitet mit Kirchen aller Konfessionen zusammen.


Größter Anteil der Hilfe im Nahen Osten und Nordafrika

Christen werden durch Verfolgung in vielen Ländern dazu gezwungen, sich zu verstecken oder zu fliehen. Um die Hilfsanstrengungen so gut wie möglich den tatsächlichen Bedürfnissen anzupassen, arbeitet Open Doors grundsätzlich eng mit lokalen Kirchenleitern zusammen. So hat das Hilfswerk 2015 im Rahmen von Nothilfe-Projekten, oft im Bereich Hilfe-zur-Selbsthilfe, mehr als 400.000 Personen unterstützt (überwiegend Mitglieder der traditionellen Kirchen in der Region). Dazu gehörten Lebensmittellieferungen, medizinische Versorgung, Mikrokredite sowie Angebote zur Schul- und Berufsausbildung. Die meisten Hilfeempfänger (171.746) kamen aus dem Nahen Osten und Nordafrika, gefolgt von Afrika (70.946) und Nordkorea/China (63.705). Um Christen und Kirchen in ihrem Glauben zu unterstützen, hat Open Doors weltweit über 3 Millionen Stück Unterrichtsmaterialien und christliche Literatur wie Bibeln an verfolgte Christen verteilt. An Schulungen für Trauma-Arbeit, berufsfördernden Ausbildungskursen sowie Schulungen für Leiter nahmen 331.051 Personen teil. Auch hier kamen die meisten Teilnehmer mit 153.346 aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Darüber hinaus unterstützt das Hilfswerk die Familien ermordeter Christen sowie inhaftierte Christen und deren Familien durch Rechtsbeistand.

PDF – Unsere Hilfe weltweit


Verschärfte Gefährdungslage für Mitarbeiter und Projekte

Aufgrund der Bedrohung durch Extremisten, totalitäre Regime und Diktatoren muss Open Doors viele Projekte im Untergrund durchführen. Die Gefährdungslage für Mitarbeiter und die christlichen Kirchennetzwerke, mit denen Open Doors weltweit zusammenarbeitet, hat sich weiter verschärft. Aus diesem Grund unterliegen viele Informationen über Projekte der Geheimhaltung und beteiligte Personen wie Orte können oft nicht genannt werden.


Open Doors Deutschland: Trotz Ausweitung der Hilfe enorme Herausforderungen

Die deutsche Sektion des Hilfswerkes mit Sitz in Kelkheim bei Frankfurt konnte ihre weltweite Unterstützung im Geschäftsjahr 2015 weiter ausbauen. Durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit schafft Open Doors verfolgten Christen Gehör und damit die notwendige Aufmerksamkeit, um die von ihnen dringend benötigte Hilfe leisten zu können. Hierzu gehört unter anderem die jährliche Veröffentlichung des Weltverfolgungsindex sowie Aufrufe an Politik und Christen, sich aktiv einzusetzen. Darüber hinaus führte Open Doors im Jahr 2015 mehr als 1.200 Veranstaltungen durch, bei denen ca. 200.000 Christen aller Konfessionen unmittelbar erreicht wurden (rund ein Drittel aus dem Bereich der Landeskirchen).

„Durch die großartige Unterstützung vieler Christen und Kirchengemeinden aller Konfessionen konnten wir hunderttausenden Christen in ihrer Not helfen und neue Hoffnung geben“, bedankt sich Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, bei den Betern und Spendern. „Trotz dieser sehr erfreulichen Entwicklung haben wir allerdings weitere Millionen von Christen im Blick, denen wir angesichts der enormen Zunahme der weltweiten Verfolgung noch nicht helfen konnten. Und auch die Fluchtbewegungen nach Deutschland werden ganz neue Herausforderungen an uns stellen“, so Rode.

Open Doors Deutschland e.V. ist beim Amtsgericht Königstein/Taunus registriert, und wird nach Corporate Governance Richtlinien geführt. Vertreten wird der Verein durch Markus Rode (Vorsitzender des Vorstands) und Artur Schröter (Vorstand). Open Doors Deutschland e.V. ist als gemeinnützig (Förderung der Religion) und mildtätig anerkannt und trägt das Spendenprüfzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz, das in vielen Bereichen dem Spendensiegel des DZI entspricht, an einigen Stellen aber höhere Anforderungen stellt.

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