Open Doors Tag 2018 – Rückblick

„Gemeinde Jesu ist kein Auslaufmodell. Gemeinde Jesu ist das EINZIGE Modell!“

Mit dieser Botschaft fasste Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, den Open Doors Tag am Ende der Veranstaltung treffend zusammen. Unter dem Thema „GEM.EINSAM“ waren 2.100 Besucher nach Heilbronn gekommen – und stellten sich als eine Gemeinde an die Seite ihrer verfolgten Geschwister.

Sehen Sie auf dieser Seite alle Eindrücke, Fotos und Videos von einem besonderen, gesegneten und verändernden Tag und hören Sie einige der Vorträge der Sprecher aus der verfolgten Gemeinde im Podcast nach.

 

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Rückblick-Video

Bildergalerie

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Veranstaltungen am Himmelfahrts-Wochenende

30. Mai 2019: Open Doors Jugendtag   

31. Mai 2019: Gebetsabend   

01. Juni 2019: Open Doors Tag   

Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben.

(Durch Anklicken von  können Sie den Termin in Ihren Kalender eintragen, sofern Ihr Browser dies unterstützt.)

Eindrücke aus dem Programm

GEM.EINSAM

Ein Konflikt stand den gesamten Open Doors Tag über thematisch im Fokus: „GEM.EINSAM“ – die Spannung, in der sich verfolgte Christen häufig befinden; zwischen Einsamkeit und dem Segen, der entsteht, wenn wir als eine Gemeinde an ihrer Seite stehen. Wie die Einsamkeit verfolgter Christen aussehen kann, stellte ein Anspiel zu Beginn des Tages dar – doch dabei sollte es nicht bleiben. „An diesem Tag machen wir deutlich, dass es um Gemeinschaft geht“, betete Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, zu Beginn. „Denn du hast die Gemeinde ins Leben gerufen, Jesus. Du hast deutlich gemacht: Ihr seid mein Leib. So sind wir miteinander in Gemeinschaft verbunden.“
 

Markus Rode
Bild: Begrüßung und Impuls von Markus Rode

 

Anspiel – Identität in Christus
Bild: Anspiel – Identität in Christus

Vormittag: Maraya aus Ägypten

Diesen Segen durfte Maraya* aus Ägypten selbst erleben. Die junge Christin berichtete im Interview vom Alltag der Christen in Ägypten – und was ihrer Familie zugestoßen ist: Immer wieder wurden sie und ihre Familie beschimpft, bedroht und angegriffen: „Er hat mir und meiner Schwester gesagt, dass er uns als Waisen sehen will – dass er unseren Vater töten wird.“ Doch die Besuche ihrer Gemeinde trugen die Familie durch die harte Zeit. Deshalb bat Maraya die Zuhörer eindringlich um Gebet für die Christen in Ägypten: „Wenn ihr mit uns betet, bedeutet das, dass ihr in der gleichen Situation seid wie wir – wie es in 1. Korinther 12 heißt.“ Auf die Frage nach Gebetsanliegen für ihr Land wiederholte Maraya die Bitte, die sie im Film zur Jugend-Gebetsbewegung Shockwave formuliert hatte:

„Betet nicht dafür, dass die Verfolgung aufhört. Betet, dass Gott uns Mut und Stärke schenkt, damit wir seine Zeugen sind in Ägypten.“ – „Betet mit uns, nicht für uns.“

 Das Interview mit Maraya gibt es in unserer Mediathek im Bereich Podcasts zum Nachhören.

 

Publikum
Bild: Publikum

Vormittag: Pastor Cho aus Nordkorea

Gebet war es auch, das Pastor Cho* durchhalten ließ. Der Mann aus Nordkorea berichtete von seinem Leben in Nordkorea, davon, wie er Gott nach seiner Flucht nach China kennenlernte und von seiner Gefangennahme, den Verhören und der Folter. Diese war so schlimm, dass er sich wünschte, zu sterben: „Ich habe gebetet: Herr, bitte nimm mich hin zu dir. Doch Gott hat mich auf andere Weise erhört.“ Jesus begegnete Pastor Cho in seiner Zelle und ließ ihn die Folter ertragen – denn er hatte noch einen größeren Plan mit ihm. Heute arbeitet er in Südkorea und führt eine Bibelschule für Flüchtlinge aus Nordkorea. Doch sein Traum geht noch weiter:

„Wenn Korea wiedervereinigt wird, möchte ich der erste sein, der als Missionar im Norden ist.“

Dafür beteten die Besucher gemeinsam – in der gesamten Halle versammelten sich kleine Gruppen, um erwartungsvoll vor Gottes Thron zu treten.

 Den Vortrag von Pastor Cho gibt es in unserer Mediathek im Bereich Podcasts zum Nachhören.

 

Pastor Cho
Bild: Interview mit Pastor Cho

Lobpreis

Und das nicht nur im Gebet: Immer wieder erfüllte Lobpreis die Halle, wenn die Besucher gemeinsam mit der eigens für den Open Doors Tag zusammengestellten Band ihre Stimmen in Einheit erhoben, um Gott zu ehren.
 

Lobpreis
Bild: Lobpreis

Ein besonderes Lied bot die Sängerin Lotti Epp dar – ihren für den Open Doors Tag geschriebenen Song „Wenn Blicke töten könnten“. Mit kraftvoller Stimme sang sie aus der Sicht verfolgter Christen und stellte die neue Hoffnung aufgrund der Antwort Gottes in den Mittelpunkt: „Nichts reißt mich aus Deiner Hand / Denn wenn Du für mich bist / Wer kann gegen mich sein?“
 

Lotti Epp
Bild: Lotti Epp

Kinderprogramm

Während der Vorträge in der großen Halle kamen auch die jüngsten Besucher auf ihre Kosten: Im großen Kinderprogramm hörten sie Geschichten, beteten gemeinsam für verfolgte Christen und ermutigten sie mit Aktionen. Und auch der Spaß kam natürlich nicht zu kurz – nach einem aufregenden Spiel, in dem die Kinder Bibeln schmuggelten und die Verfolgung von Christen für sie greifbar wurde, sprach Markus Rode vor den Eltern in der Halle augenzwinkernd vom „gefährlichsten Kinderprogramm der Welt“.
 

Video: Verhaftung im Kinderprogramm

Ausstellung und Seminare

In der Pause strömten die Besucher in die beiden Seminare, um von einem Referenten von Open Doors mehr über die Christen in Nordkorea zu erfahren und von Pastor Haroon* zu hören, wie Muslime für Jesus gewonnen werden können. Auch die Ausstellung wurde gut besucht – hier konnten sich die Teilnehmer nicht nur über die Arbeit von Open Doors informieren, sondern auf verschiedene Weise ganz praktisch aktiv werden: mit selbstgebastelten Perlenarmbändern, Ermutigungskarten, der Ermutigungsapp für den Nahen Osten oder Spenden, verbunden mit kreativen Aktionen. Viele Besucher genossen zudem das schöne Wetter, die Sportangebote vor der Halle – und die Kinder konnten sich auf der Hüpfburg austoben.
 

Ausstellung
Bild: Ausstellung

Nachmittag: Pastor Haroon aus Südasien

„Diese Geschichte ist nicht meine Geschichte“, kündigte Pastor Haroon zu Beginn seines Vortrags an. „Es ist die Geschichte meines Gottes in meinem Leben.“ Und in seinem Bericht wurde schnell deutlich, wie Jesus im Leben des ehemaligen Imams gewirkt hat. Als islamischer Missionar nach Europa ausgesandt, wurde Haroon von seinem Glauben enttäuscht. Er forderte Gott auf, sich ihm zu zeigen – und tatsächlich begegnete Jesus ihm in seinen Träumen. Für seinen neuen Glauben musste Haroon einen hohen Preis bezahlen: Mehrfach versuchten Extremisten und seine Familie, ihn für seinen „Verrat“ umzubringen. Doch Gott rettete ihn auf wundersame Weise und Haroon ist sich sicher, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. Am Ende seines Berichts bekannte er: „Ich habe alles verloren, um Jesus nachzufolgen. Aber wenn ich auf das Kreuz schaue – gegen das, was Jesus getan hat, ist das, was ich verloren habe, nichts.“ Und er ist nicht alleine – durch seine Arbeit unter Flüchtlingen in Deutschland kommen zahlreiche Muslime zum Glauben an Jesus:

„Ich habe meine Familie verloren. Aber Gott hat mir eine große Familie auf der ganzen Welt gegeben!“

 Den Vortrag von Pastor Haroon gibt es in unserer Mediathek im Bereich Podcasts zum Nachhören.

 

Video: Pastor Haroon aus Südasien

Nachmittag: Pastor Musa aus Syrien

Als letzter Sprecher des Tages berichtete Pastor Musa* von dem Krieg und seiner Arbeit in Syrien. Der Pastor erzählte viele Geschichten aus dem Krieg, in dem er und seine Gemeinde helfen; Geschichten von dem unvorstellbaren Leid, das er mitansehen musste, von Tod und Verzweiflung, aber auch von Hoffnung, Heilung und neuem Leben: „Als wir anfingen, kümmerten wir uns um 16 Familien. Heute arbeiten wir an zehn Orten und versorgen 2.000 Familien.“ Sein Herz für die junge Generation war deutlich zu spüren; sein Traum von einer neuen, jungen Gemeinde, die Syrien wieder aufbaut „mit Händen, die Jesus lieben, Händen, die ausgestreckt sind in Liebe zu anderen“. Eindringlich forderte Pastor Musa die Besucher zum Abschluss auf, sich an die Seite der Gemeinde in Syrien zu stellen:

„Zusammen sind wir stärker. Zusammen können wir mehr bewirken.“

 

Pastor Musa
Bild: Pastor Musa

Nachmittag: Impuls von Markus Rode

„Die entscheidende Frage wird jetzt sein: Wie gehen wir aus der Veranstaltung raus?“ Mit einem herausfordernden Impuls entließ Markus Rode die Teilnehmer zum Abschluss eines überaus gesegneten Wochenendes. In seiner Botschaft sprach er darüber, wie die Besucher weiter aktiv für verfolgte Christen sein können – werden auch Sie weiter GEMEINSAM mit uns verfolgte Christen stärken?
 

Video: GEMEINSAM aktiv werden - Markus Rode

 

*Name geändert

 

Stimmen zum Tag

Podcasts vom Open Doors Tag

Podcast

Maraya aus Ägypten

16:11 Minuten
Ägypten
Die junge Ägypterin Maraya* erzählt beim Open Doors Tag 2018 im Interview vom Alltag der Christen in Ägypten und was ihrer Familie zugestoßen ist.
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Podcast

Pastor Cho aus Nordkorea

41:28 Minuten
Nordkorea
Beim Open Doors Tag 2018 berichtet Pastor Cho* von seinem Leben in Nordkorea, von Flucht, Gefangennahme, Verhör und Folter.
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Podcast

Pastor Haroon aus Südasien

39:35 Minuten
Südasien
Pastor Haroon* spricht beim Open Doors Tag 2018 über seinen Weg zum Glauben an Jesus und der daraufhin beginnenden Verfolgung.
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Podcast

Pastor Musa aus Syrien

31:40 Minuten
Syrien
Pastor Musa* spricht beim Open Doors Tag 2018 über den Krieg in Syrien und seinen Traum einer jungen, lebendigen Gemeinde.
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Häufige Fragen

Was ist der Open Doors Tag? Wann findet der Open Doors Tag 2019 statt?

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