Erfahren Sie mehr über den Weltverfolgungsindex – die Rangliste und der Bericht zu den 50 Ländern, in denen Christen die stärkste Verfolgung erleben.
Befreiung von schweren Lasten
Viele christliche Familien im Irak sind schwer gezeichnet von den täglichen Herausforderungen, vor die sie die Bedrohung durch den IS gestellt hat. Die einen haben seit mehr als zwei Jahren kein Zuhause mehr, andere leben in ständiger Furcht vor gewaltsamen Angriffen. Durch die Zusammenarbeit mit Kirchen vor Ort kann Open Doors diesen Christen dabei helfen, ihre traumatischen Erfahrungen zu verarbeiten und bei Jesus schließlich Heilung zu erfahren.
Im September 2015 wurde das erste Trauma-Zentrum in Erbil eröffnet. Dort finden christliche Flüchtlinge Hilfe, um das Erlebte zu bewältigen. Die Betroffenen sind in einer Kultur aufgewachsen, in der es verpönt ist, über psychische Probleme zu sprechen. Doch wenn die Schwierigkeiten verdrängt werden, kann dies dazu führen, dass sich negative Emotionen anstauen und nicht nur das persönliche Wohlergehen, sondern auch das Zusammenleben belasten. Im Trauma-Zentrum lernen die Ratsuchenden, offen über ihre Probleme zu sprechen. Dass die gemeinsamen Gespräche mit dem Studium der Bibel verbunden werden, hilft dabei, falsche Sichtweisen zu korrigieren, und ebnet den Weg zur inneren Heilung durch Jesus. Am Ende schreiben die Teilnehmer ihre traumatischen Erlebnisse nieder und nageln sie symbolisch an ein Kreuz. „Sie fühlen sich entlastet“, erzählt ein Mitarbeiter.
Seit Mitte des Jahres 2016 gibt es auch in Alqosch, einer überwiegend von Christen bewohnten Stadt rund 50 Kilometer nördlich von Mossul, ein von Open Doors unterstütztes Trauma-Zentrum. Hier, nahe der Frontlinie, leben die Menschen in ständiger Alarmbereitschaft zur Verteidigung gegen den IS. Der ständige Druck fordere seinen Tribut, sagt Pastor Araam, der das Zentrum gegründet hat. Obwohl die Arbeit auf dem christlichen Glauben beruht, sind hilfesuchende Muslime und Jesiden dort ebenso willkommen. Pastor Araam erklärt: „Jedem wird geholfen. Für die Zukunft müssen wir wieder lernen, zusammen in diesem Land zu leben – auch mit den Menschen, die unsere Häuser, unsere Kirchen und unser Leben zerstört haben. Ich gebe zu, dass dies schwierig wird, aber ich habe Hoffnung.“ Er ist zuversichtlich, dass das Trauma-Zentrum den Christen dabei helfen wird, ihr Leben wieder aufzubauen. Herzlichen Dank, wenn Sie dieses Anliegen unterstützen und für unsere Geschwister im Irak beten!