Unser weltweiter Dienst

Nothilfe und Hilfe zur Selbsthilfe

Verfolgte Christen haben häufig mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Manche müssen vor Gewalt fliehen und verlieren auf einen Schlag alles, was sie hatten. Wenn Familienväter ins Gefängnis kommen oder sogar getötet werden, müssen ihre Frauen plötzlich allein ihre Familie versorgen. Christen, die in einer auf Stammes- oder Familienstrukturen basierenden Gesellschaft leben, verlieren ihre soziale Absicherung, wenn sie wegen ihres Glaubens von ihrer (Groß-)Familie oder der Gemeinschaft verstoßen werden. In Krisensituationen können sie nicht auf die Unterstützung ihres Umfelds zählen.

So helfen wir – unsere Projekte

Wir helfen immer bedürfnisorientiert. Die jeweilige Notlage bestimmt die Unterstützung.

Unsere Projekte zur Selbsthilfe beinhalten zum Beispiel:

  • Schulungen wie Berufsausbildungskurse und Alphabetisierungskurse
  • Mikrokredite zum Aufbau eines eigenen kleinen Geschäfts oder Handwerksbetriebs
  • Bereitstellung von Saatgut, landwirtschaftlichen Geräten, Vieh

Die Nothilfe, die wir leisten, beinhaltet unter anderem:

  • Lebensmittel
  • Hygieneprodukte und medizinische Güter
  • Zelte und Decken

Unsere Nothilfe und Hilfe zur Selbsthilfe 2021 in Zahlen

Infografik Nothilfe und Hilfe zur Selbsthilfe 2021


685.887 Personen profitierten 2021 von praktischen Hilfsprojekten. Dazu zählen unter anderem Ausbildungskurse, Nothilfe oder Mikrokredite zur Existenzgründung.

Das macht Ihre Unterstützung möglich

Partner von Open Doors unterstützten Pabitra aus Nepal beim Aufbau einer Ziegenzucht
Hilfe zur Sicherung des Lebensunterhalts

Eine Witwe bekommt neue Hoffnung, um weiter für ihre Familie zu sorgen

Pabitra* aus Nepal kam in finanzielle Schwierigkeiten, als ihr Mann starb. Von ihren Angehörigen erhielt sie aufgrund ihres christlichen Glaubens keinerlei Hilfe. Unsere lokalen Partner unterstützten Pabitra beim Aufbau einer Ziegenzucht, durch die sie nun den Lebensunterhalt für ihre drei Kinder und sich selbst erwirtschaften kann. Sie sagt: „Ich bin Gott und den Partnern von Open Doors sehr dankbar, die mich während meiner Schwierigkeiten unterstützt und ermutigt haben. Durch die Unterstützung habe ich Hoffnung bekommen, um weiter für meine Familie zu sorgen. Ich danke allen, die mir geholfen haben. Außerdem bete ich, dass Gott Sie beschützt und Ihren Dienst segnet.“ *Name geändert

Idi aus Nigeria trinkt Wasser aus dem neuen Brunnen
Zugang zu Infrastruktur

„Papa, wir haben sauberes Wasser in unserem Dorf!“

Im Norden Nigerias werden Dörfer, die von Christen bewohnt werden, häufig bei der Bereitstellung grundlegender Infrastruktur benachteiligt. Auch Idis Dorf hatte keinen Zugang zur Wasserversorgung. Die Frauen und Kinder holten Wasser am nächsten Fluss. Idis Sohn wurde von dem Flusswasser krank. „Der Pastor kam und betete für meinen Sohn. Er sagte: ‚Ich glaube, Jesus wird deinen Sohn heilen und unser Leiden beenden‘“, berichtet Idi. Bald darauf wurde Idis Sohn gesund und unsere Partner sorgten für den Bau eines Brunnens. „Meine Tochter sagte: ‚Papa, wir haben sauberes Wasser in unserem Dorf!‘ Ich war sprachlos. Ein Brunnen! Mein Herz ist voller Freude. Gott ist treu!“

Nothilfe in der Corona-Krise in Indien
Nothilfe in der Corona-Krise

Christen wurden wegen ihres Glaubens bei der Hilfe übergangen

Christen waren mit den Auswirkungen der Pandemie vielerorts komplett auf sich allein gestellt. Devi* ist eine davon. Die Fabrik, in der sie und ihr Mann gearbeitet hatten, durfte aufgrund der Abstandsregeln zur Eindämmung der Pandemie nur noch wenige Arbeiter beschäftigen. Dabei bekamen Hindus den Vortritt – Christen wie Devi und ihr Mann verloren ihre Arbeit und damit ihren Lebensunterhalt. Doch die beiden sind zwei von rund 126.000 Personen, die wir dank Ihrer Unterstützung im letzten Jahr allein in Indien mit Corona-Nothilfe versorgen konnte. *Name geändert

Poh aus Vietnam wurde angefeindet und vertrieben aufgrund seines christlichen Glaubens
Hilfe beim Aufbau eines neuen Lebens

„Ich bin dankbar für dieses Haus.“

Poh* kommt aus einem animistisch geprägten Dorf im Norden Vietnams, wo jeder, der sich von den Traditionen abwendet, als Verräter angesehen und verfolgt wird. Als sich Poh weigerte, an Opferzeremonien teilzunehmen, weil er Christ geworden war, stellte sich das Dorf gegen ihn – sein Vater versuchte sogar ihn umzubringen. So entschlossen sich Poh und seine Frau Mai* dazu, das Dorf zu verlassen. Unsere lokalen Partner halfen ihnen, sich an einem anderen Ort ein neues Leben aufzubauen. Sie unterstützten die Familie beim Kauf eines Grundstücks und beim Bau eines neuen Hauses. *Name geändert

Aarti (Name geändert) aus Indien

Ich danke euch, dass ihr so weit gereist seid und uns in unserer Not mit Lebensmitteln gesegnet habt. Durch euch hat Gott uns seine Gunst gezeigt.“

Weitere Dienstbereiche

Ein Mädchen aus Mosambik liest in einer Kinderbibel
Mit Projekten, bei denen Bibeln, Material zum Bibelstudium und Bücher für Kinder verteilt werden, helfen wir dort, wo der Druck oder die Weitergabe von Bibeln verboten ist.
Biblische Schulungen 2021
Um in Verfolgung standhaft bleiben zu können, ist es wichtig, dass Christen fest in Gottes Wort verankert sind. Deshalb organisieren wir u. a. biblische Schulungen.
Beistand und Ermutigung von verfolgten Christen
Letztendlich geht es uns immer um den Einzelnen – deshalb ist es Teil unseres Dienstes, verfolgte Christen zu besuchen, mit ihnen zu beten und sie zu ermutigen.
Sprachrohrdienst - Das Gebetshaus mit einem Referenten von Open Doors
Durch die Öffentlichkeitsarbeit in Ländern mit Religionsfreiheit erinnern wir daran, dass mehr als 360 Millionen Christen Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt sind.