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Ägypten: 'Regen für unser Land!'

Außerdem: Bhutan – Gebet für inhaftierte Pastoren erhört

(Open Doors) – Der Tourismus in Ägypten steckt in der Krise – und das nicht erst seit dem tödlichen Anschlag auf eine koreanische Reisegruppe im Februar. Maßgeblich dazu beigetragen haben zudem die Unruhen nach der Absetzung von Präsident Mursi und die anschließende Zerstörung von Kirchen und Gewalt gegen Christen im vergangenen Jahr. Auch kürzlich verhängte Todesurteile über mehrere hundert Muslimbrüder haben die Lage keineswegs verbessert.

Nabil*, ein junger Christ aus Oberägypten, hatte früher in der Touristenregion Hurghada am Roten Meer ein gutes Auskommen. Wie viele andere Christen leidet er daran, dass die gesamte Wirtschaft des Landes am Boden liegt. Deshalb nahm er Ende April an einer mehrtägigen Gebetskonferenz teil, um dafür zu beten, dass Gott in dieser Zeit der "Dürre" seinen Segen auf das Land "regnen" lässt. Ein wichtiges Anliegen waren auch die Präsidentschaftswahlen am 26.-27. Mai. Wird der bisherige Militärchef Ägyptens, General Abdul Fattah Al-Sisi das Rennen machen? Was bedeutet das für die Christen?

Hoffnungsvolle Aufbrüche

Frau mit ihrem eigenen Laden, ÄgyptenShalabia* aus Oberägypten hat bereits in jungen Jahren ihren Ehemann und Vater ihrer Kinder verloren. Als Christin hat sie einen schweren Stand in einer vom Islam geprägten Kultur. Männern gilt die Witwe ohne Einkommen als ‚leichte Beute‘. Auch Heiratsanträge erhält die attraktive junge Ägypterin viele – allerdings verbunden mit dem kleinen Zusatz, sie müsse Muslima werden. Shalabia jedoch flehte zu Gott.

Bald konnte sie bei einem Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt einer lokalen Gemeinde teilnehmen, die damit 85 Witwen und ihre Familien darin unterstützt, sich eine eigene Einkommensquelle aufzubauen. Das kann Viehzucht, ein Friseurladen, ein kleiner Lebensmittelladen oder die Herstellung von Seife sein. Die Witwen erhalten ein Startkapital sowie Beratung in kaufmännischen und praktischen Fragen. Zweimal im Jahr treffen sich alle beteiligten Frauen, tauschen sich aus, beten füreinander und helfen sich gegenseitig. "Ich danke dem Herrn! Er ist ein Versorger der Witwen und Waisen", sagt Shalabia. "Er hat meine Ehre bewahrt und meinen Glauben gestärkt."
Der begeisterte Pastor der Gemeinde sieht den Segen des Projekts: "Die Witwen sind keine Last für die Gemeinde, sondern Zeugen für ihre gesamte Umgebung!"

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert.

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in Ägypten stellen.

  • Bitte beten Sie für die Präsidentschaftswahlen in Ägypten, dass gewaltsame Unruhen ausbleiben und die Christen im Land mehr Schutz erfahren.
  • Bitten sie um offene Türen für die Witwen, damit sie ihren Dorfgemeinschaften die frohe Botschaft bringen können.

Zwei Pastoren in Bhutan wieder frei

Die am 5. März in der westbhutanischen Provinz Samtse verhafteten Pastoren Tandin Wangyal und Mon Thapa sind auf Kaution wieder frei (Open Doors hatte am 11.4. berichtet und zur Gebetsunterstützung aufgerufen) – das ist Grund zum Danken! Sie bitten uns allerdings weiter um Gebet, da die Anklagen gegen sie weiterhin bestehen.

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