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Ägypten: Zwischen Trauer, Wut und Vergebung

Christen in Ägypten trauern um Tote nach Anschlag in Kairo

(Open Doors, Kelkheim) – Am Sonntag, den 11. Dezember, sind bei einem Sprengstoffattentat in der koptischen Kirche St. Peter und Paul in Kairo 27 Christen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden verletzt und schweben teilweise noch immer in Lebensgefahr. Der größte Teil der Opfer sind Frauen und Kinder.

Anschlag am Ende des Gottesdienstes

Der Gottesdienst in der Kirche, die direkt an die Markuskathedrale im Zentrum von Kairo grenzt, war fast vorbei. Die Besucher hatten bereits das Abendmahl eingenommen und der Priester war kurz davor, die Messe zu beschließen. Doch eine Explosion beendete den Gottesdienst auf furchtbare Weise und hinterließ zerstörtes Mobiliar, Asche und dutzende Tote und Verletzte.

Am heutigen Montag fand eine Trauerfeier für die Getöteten statt – bisher haben 27 Christen ihr Leben gelassen, viele befinden sich noch im Krankenhaus. Die christliche Minderheit in Ägypten, die etwa zehn Prozent der Bevölkerung ausmacht, steht nach dem schlimmsten Anschlag seit Jahren unter Schock. „Es ist schwer, die Tiefe unserer Trauer und des Schmerzes, der unsere Herzen füllt, in Worte zu fassen“, schreibt uns ein Christ aus Ägypten.

Ägypten

Gebet statt Rache

Dennoch möchten die Christen sich nicht Rachegedanken hingeben: „Heute Nacht haben wir in unserer Kirche für die gebetet, die die Bombe in der Kirche versteckt haben. Wir Christen in Ägypten beten für unsere Verfolger, damit sie Jesus kennenlernen. Wir kennen unsere Verantwortung, das Licht Christi inmitten der Finsternis scheinen zu lassen.“

Noch hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt. Das Attentat ereignete sich zum Geburtstag des Propheten Mohammed. Dieser Tag wird in Ägypten als Nationaler Feiertag begangen. Staatspräsident Sisi hat nach dem Anschlag eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Ägypten belegt derzeit den 22. Rang auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors.

Bitte beten Sie

  • für die Familien der Opfer des Attentats.
  • für die Kirchenoberhäupter und alle Christen in Ägypten – dass sie die richtige Reaktion zeigen und keinen Hass in ihr Herz lassen.
  • für die Attentäter – möge Jesus ihnen den Weg zur Wahrheit zeigen.

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