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Äthiopien: '… als wärt ihr mit uns im Gefängnis'

Sieben Christen aus Asela von Anklagen freigesprochen

(Open Doors) - Am 26. August sprach ein Richter im äthiopischen Asela sieben Christen von allen gegen sie erhobenen Anklagen aus Mangel an Beweisen frei. Für die Sieben nimmt damit ein erfreuliches Ende, was mit ihrer Festnahme während eines Taufgottesdienstes am 25. April begonnen hatte. Fast 40 Personen hatten sich an diesem Tag taufen lassen wollen, doch die Polizei stürmte die Versammlung in Asela, etwa 170 km südlich der Hauptstadt Addis Abeba. Unter den Festgenommen waren die drei Leiter der Kirchengemeinde sowie vier Täuflinge muslimischer Herkunft, die versucht hatten zu fliehen. Sie hatten Vergeltungsaktionen ihrer Familien befürchtet, weil ihre Hinwendung zum christlichen Glauben bekannt geworden war. Die Kirchengemeinde hatte die Anklage "Abhalten illegaler Versammlungen" mit dem Hinweis darauf zurückgewiesen, dass sie alle Papiere und notwendigen Genehmigungen hätte. Das Gefängnis war den sieben Christen dennoch nicht erspart geblieben.

"Immerhin wurden wir nicht ermordet wie so viele andere"

Bei einem Besuch bei den inhaftierten Christen hatte sich der Sprecher der Gruppe trotz der harten Haftbedingungen zuversichtlich gezeigt und angedeutet, dass sie im Gefängnis Möglichkeiten hätten, von Jesus zu erzählen. "Wir sind hier an der Arbeit. Wir beklagen uns nicht. Es ist uns eine Ehre, wegen unseres Glaubens an Jesus zu leiden. Immerhin wurden wir nicht ermordet wie so viele andere." Damit erinnerte er an die Ermordung von etwa 30 äthiopischen Christen in Libyen durch den IS, ebenfalls im April.
Am 11. Mai waren die sieben Christen zwar nach richterlicher Anordnung auf Kaution freigelassen worden, die Ermittlungen gegen sie liefen jedoch weiter. Der gleiche Richter sprach sie nun am 26. August von allen Anklagen frei.

"Für Jesus ins Gefängnis zu müssen, ist kein Fluch"

Einer der drei Kirchenleiter bedankte sich im Namen der sieben Christen für die vielen Gebete und gab seine Einschätzung der Situation: "Der Herr ist immer gut und er kann jede Situation zum Guten für sein Volk wenden. In Haft zu sein, weil man an Jesus glaubt, ist kein Fluch. Der Herr kann auch das zu einer Quelle der Stärkung werden lassen. Danke für eure Gebete! Es war, als wärt ihr mit uns im Gefängnis gewesen."

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Äthiopien stellen.

  • Danken Sie Gott für den mutigen Richter und seinen Entschluss, die Christen von allen Anklagen freizusprechen.
  • Beten Sie weiter für sechs andere Christen, die am 7. August zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.
  • Bitte beten Sie dafür, dass die Religionsfreiheit im Land zunimmt und die Pläne extremistisch-islamischer Gruppierungen scheitern.

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