Persönliche Berichte

Bangladesch: Wenn Liebe in Hass umschlägt

Trotz dramatischer Folgen hält Monika an ihrem neuen Glauben an Jesus fest

(Open Doors, Kelkheim) – Als Monika und Prosanto sich vor zehn Jahren begegneten, war es Liebe auf den ersten Blick. Nur wenig später heirateten sie und es schien, als könnte nichts ihr Glück trüben. Ein Jahr später kam Sagorika als erste von inzwischen drei Töchtern zur Welt. Doch als Monika beschloss, Jesus zu folgen, änderte sich alles.

Monika und ihre Töchter Lotika und Oshika freuen sich über Nahrungsmittel und eine Nähmaschine
Monika und ihre Töchter Lotika und Oshika freuen sich über Nahrungsmittel und eine Nähmaschine

„Ich kann Jesus nicht verlassen!“

Monika und ihre Familie lebten als Hindus in einem kleinen Dorf im südwestlichen Teil von Bangladesch. Als Prosanto von dem neuen Glauben seiner Frau erfuhr, wurde er sehr wütend. Er versuchte zunächst zu verhindern, dass sie Gottesdienste besuchte oder sich einer christlichen Gemeinschaft anschloss. Doch Monika widersetzte sich seinem Drängen, und von da an begann er, sie zu hassen.

Prosantos Hass vergiftete ihren gemeinsamen Alltag immer mehr; er machte seiner Frau sogar Vorwürfe, weil sie „nur Töchter und keine Söhne“ zur Welt brachte. Aus Vorwürfen und negativen Bemerkungen wurden schnell körperliche und psychische Misshandlungen. Prosanto begann, seine Frau vor den Augen der Töchter zu schlagen. Monika ertrug all dies und wehrte sich nie – auch weil sie nicht die Kraft dazu aufbrachte. Doch sie betete jeden Tag, dass ihr Mann eines Tages seine Haltung ändern würde.

Nach zehn Jahren Ehe verschwand Prosanto plötzlich. Niemand wusste etwas darüber, wo er war, doch nach einigen Tagen erhielt Monika einen Anruf von ihm: „Ich bin mit einer anderen Frau verheiratet und habe nicht vor, zu dir zurückzukehren, aber wenn du Jesus verlässt, könnte ich in Betracht ziehen, dich wieder zur Frau zu nehmen“, sagte er. Trotz ihres Schocks antwortete Monika gefasst: „Ich wähle immer noch Jesus. Ich kann ihn nicht verlassen.“ Es war das letzte Mal, dass sie etwas von Prosanto hörte.

Zum Betteln gezwungen, bis Hilfe kam

Ohne das Einkommen ihres Mannes fehlte es schon bald am Nötigsten, so dass Monika und ihre Töchter Sagorika (9), Lotika (4) und Oshika (1½) gezwungen waren zu betteln. Als lokale Partner von Open Doors davon hörten, versorgten sie die Familie mit Nahrungsmitteln und stellten Monika eine Nähmaschine zur Verfügung, damit sie sich und ihre Kinder selbst versorgen kann. Die Familie braucht unseren Beistand und Gottes Hilfe, damit alle vier wieder neuen Lebensmut gewinnen und mit Hoffnung in die Zukunft blicken können.

Die Verfolgung innerhalb der Familie ist die häufigste Form von Verfolgung in Bangladesch. Das gilt sowohl für Christen, die früher Hindus waren, als auch für ehemalige Muslime. Nicht selten brechen bei den Familienmitgliedern dieser Konvertiten alle Dämme, wenn ihre Angehörigen sich von dem gemeinsamen Glauben abwenden und damit große Schande über die Familie bringen. Ähnlich wie Monika erleben viele Konvertiten schlimme Verfolgung und brauchen die Hilfe anderer Christen.

Bitte beten Sie für Monika und ihre drei Töchter!

  • Danken Sie Jesus dafür, dass Monika geholfen werden konnte und dass sie trotz ihrer großen Not treu an ihrem Glauben festgehalten hat.
  • Beten Sie für Monika, Sagorika, Lotika, und Oshika: dass Gott sie übernatürlich tröstet, dass er sie heilt und sie mit allem versorgt, was sie zum Leben brauchen.
  • Beten Sie für alle Christen, die nach einem Glaubenswechsel Verfolgung erleiden: dass sie Gottes Schutz erleben und dass er andere Christen an ihre Seite stellt.
  • Beten Sie, dass immer mehr Verfolger von Gottes Liebe ergriffen werden und selbst Frieden in Jesus Christus finden.

Vielen Dank für Ihr Gebet

Unser Gebet macht einen Unterschied – wie viel es unseren verfolgten Geschwistern bedeutet, lesen Sie hier

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