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Bombenanschlag auf Kirche

Im ostindischen Bundesstaat Bihar zündete am 8. März ein offenbar geisteskranker 25-Jähriger in einer Kirche eine selbstgebaute Bombe und schoss auf den Pastor. Der Mann wollte damit Bekehrungen von Hindus zum Christentum in der Prarthana Bhawan-Kirche (Haus des Gebets) in Baraw/Bezirk Rohtas stoppen. Wie Polizeiinspektor Hari Krishna Mandal dem Informationsdienst Compass Direct mitteilte, wollte Rajesh Singh erst Pastor Vinod Kumar und sich anschließend selbst töten. Gemeindemitglieder hielten den Mann zurück und verhinderten damit Schlimmeres. Der verletzte 35-jährige Pastor ist außer Lebensgefahr, teilte der Leiter der Gospel Echoing Missionary Society (GEMS) mit. Etwa 30 Menschen befanden sich in der Kirche, als Singh die Bombe durch ein Fenster warf, bei deren Explosion mehrere Frauen Verbrennungen erlitten. Während Gemeindeglieder aus der Kirche rannten, sei der mit weiteren Sprengkörpern bewaffnete Mann in die Kirche gestürmt und schoss mit einer handgefertigten Pistole aus kürzester Entfernung auf den Pastor, berichtete der Inspektor. Beim Polizeiverhör sagte Singh aus, er habe keine Verbindung zu extremistischen Hindugruppen, er habe lediglich etwas gegen Christen. Laut GEMS könnte der Übergriff im Zusammenhang mit der Konversion einer ganzen Familie in einem Nachbardorf stehen, aus dem auch Singh stammt. Jedoch erhielt der Pastor bereits von Sympathisanten einer hindu-extremistischen Gruppe einen Drohbrief, in dem er aufgefordert wird, in dieser Gegend nicht mehr zu predigen. Die Regierung vor Bihar besteht aus einer Koalition der regionalen Partei Janata Dal-United (JD-U) und der hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP). Von den rund 82 Millionen Einwohnern Bihars sind über 53.000 Christen. Die meisten Einwohner sind Hindus.

Quelle: Compass Direct
 

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