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Demokratische Republik Kongo

Demokratische Republik Kongo: Islamistische Miliz weitet Angriffe aus

Auch zahlreiche Christen unter den Todesopfern

(Open Doors, Kelkheim) – Allein diesen Monat starben 84 Menschen bei Angriffen der „Allied Democratic Forces“ (ADF) in der Provinz Nord-Kivu im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). 47 der Todesopfer waren Christen. Ein Großteil der jüngsten Angriffe trug sich zu, nachdem Regierungstruppen verstärkt offensiv gegen die Rebellenmiliz vorgegangen waren. Besonders für die mehrheitlich christliche Bevölkerung ist diese neue Gewaltwelle eine besorgniserregende Entwicklung – die ADF hat eine klar islamistische Agenda.

Archivbild: Zerstörte Kirche nach einem Angriff der ADF
Archivbild: Zerstörte Kirche nach einem Angriff der ADF

Gruppe will Kalifat errichten

In den vergangenen Jahren machte die Miliz immer wieder mit zahlreichen blutigen Angriffen auf sich aufmerksam. Doch anders als viele andere Rebellengruppen, die im Nordosten der DR Kongo aktiv sind und vorrangig wirtschaftliche oder ethnische Ziele verfolgen, zeigt sich bei der ADF eine islamistische Agenda. Ursprünglich gegründet, um die Scharia in Uganda einzuführen, will die Gruppe nun ein Kalifat in der DR Kongo errichten und Nicht-Muslime aus der Region vertreiben.

Gemeinden in der Region geschwächt und entmutigt

Die fortdauernde Gewalt und islamistische Bedrohung führen zu einer großen Unsicherheit im Gemeindeleben und Glauben der mehrheitlich christlichen Bevölkerung der Region. Viele Kirchen wurden niedergebrannt oder mussten schließen, weil ihre Mitglieder geflohen oder getötet worden sind. „Es gab 25 Kirchen in meinem Gebiet […], doch mittlerweile sind nur noch acht geöffnet“, berichtete ein Pastor aus Oicha Mitarbeitern von Open Doors. „Der Glaube der Menschen nimmt ab, weil die unaufhörliche und sinnlose Gewalt Schock und Angst in ihre Herzen gesät hat“, sagte ein anderer Pastor. „Wir sehen, wie immer mehr Christen die Hoffnung verlieren und sich fragen, ob diese Situation jemals enden wird.“

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors wird die Demokratische Republik Kongo aktuell nicht geführt. Die Entwicklungen im Nordosten des Landes fügen sich jedoch ein in die expansionistische Agenda islamistischer Kräfte in Subsahara-Afrika, die Open Doors seit einigen Jahren beobachtet, und zeigen, dass auch in Ländern außerhalb des Weltverfolgungsindex Christen Verfolgung erleiden.

Bitte beten Sie für die Christen in der DR Kongo:

  • Beten Sie um Trost und seelische Heilung für die Überlebenden der Angriffe und Angehörigen der Opfer.
  • Beten Sie, dass dem Vorgehen der Regierung gegen die Rebellen nicht noch mehr Zivilisten zum Opfer fallen.
  • Beten Sie für die ADF-Kämpfer, dass sie Jesus erkennen und als ihren Retter annehmen.

 

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