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Ermutigung in großer Not

"Ich bin wirklich gerührt, dass ihr uns nicht vergessen habt", sagte die zu Tränen gerührte Gulnur Yimit, als Mitarbeiter ihr ein Briefpaket übergaben. Hunderte von Ermutigungskarten oder Kinderzeichungen haben Christen aus aller Welt den Familien der zwei inhaftierten uigurischen Christen Osman Imin und Alimjan Yimit geschrieben. "Das ist solch eine Ermutigung für uns. Vielen Dank für die hoffnungsvollen Botschaften."

Christen im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten von China sind eine Minderheit unter den mehrheitlich muslimischen Bewohnern der Region. Immer wieder kommt es zu Verfolgung. Zwei Hausgemeindeleiter sitzen derzeit im Gefängnis in Xinjiang: Gulnurs Mann, Alimjan Yimit, ist seit Januar 2008 in Haft. Der Obstbauer und ehemalige Muslim soll mit Informationen an ausländische Organisationen gegen die uigurische Gemeinschaft gearbeitet haben. Alimjan ist ein engagiertes Mitglied der wachsenden uigurischen Kirche, weshalb seine Freunde vermuten, dass dies der Grund für seine Inhaftierung sei. Alimjan und Gulnur haben einen 8-jährigen Sohn und eine 5-jährige Tochter. Gulnur habe einen starken Glauben an Jesus, berichten unsere Mitarbeiter. Doch sie sorgt sich um ihren Mann, zu dem sie seit seiner Verhaftung keinen Kontakt hat. Im April wurde ihr Mann in ein Krankenhaus gebracht. Alimjan soll im Gefängnis geschlagen worden sein. Jetzt ist er wieder im Gefängnis. Wie es ihm geht, ist unklar.

Auch Nurgul Imim wird in den nächsten Tagen ein Päckchen mit Ermutigungsbriefen erhalten. Jeden Monat darf sie ihren Mann Osman Imin im Arbeitslager besuchen und ihm Kleidung und Essen bringen, aber eine Bibel ist nicht erlaubt. Ihr Mann soll im November 2009 entlassen werden. Er wurde im November 2007 wegen Verrats von Staatsgeheimnissen und Bekehrungsversuchen von Muslimen zu "Umerziehung durch Arbeit" verurteilt. Seine Freunde vermuten, er wurde eingesperrt, weil er ein freimütiger Christ und Leiter einer uigurischen Kirche ist. Osmans Gesundheitszustand verschlechterte sich im Arbeitslager rapide. Bis zu 15 Stunden am Tag muss er hart arbeiten. Das Paar hat zwei Töchter, 7 und 5 Jahre alt.

Open Doors hat eine Schreibaktion für die Familien und eine Unterschriftenaktion an die chinesische Botschaft für die Freilassung der Christen initiiert.