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Indien: „Eher würde ich sterben, als Jesus zu verlassen“

Auch wenn ihr Mann ermordet wurde, hält Chandan an ihrem Glauben fest

 

In Indien erleben Christen in den letzten Jahren zunehmende Verfolgung. Häufig geht diese von hinduistischen Extremisten aus, doch auch die maoistischen Naxaliten gehen vielerorts gegen Christen vor. So war Chandans Ehemann, Pastor Aadarsh, mit seiner Botschaft des Evangeliums dieser militanten Gruppierung im Weg.

Im Visier der Naxaliten

Die Naxaliten haben sich dem Kampf für die Rechte bestimmter Stammesgruppen verschrieben. Dazu wenden sie Guerillakampfmethoden an und führen auch blutige Anschläge durch. Christen widersetzen sich den Naxaliten, wenn diese junge Leute als Rekruten gewinnen wollen. Teilweise werden Naxaliten auch von hinduistischen Extremisten gegen Christen aufgewiegelt. In den letzten zehn Jahren sind tausende Christen durch Naxaliten überfallen, verprügelt, entführt, vergewaltigt oder ermordet worden.

Pastor gewinnt junge Menschen für das Evangelium und wird ermordet

Chandan beschreibt Aadarsh als einen Mann, für den Gebet einen hohen Stellenwert besaß und dem Jugendliche besonders am Herz lagen. Durch ihn hatten sich 25-30 Angehörige eines animistischen Stammes Jesus zugewandt. Pastor Aardash hatte junge Menschen ermutigt, sich nicht der Miliz anzuschließen, sondern eine Ausbildung abzuschließen und einen Beruf zu ergreifen. Eines Tages drängte sich eine Gruppe von dreißig Männern in das Haus von Aadarsh (40) und Chandan (35). „Sie riefen, dass sie ihn töten würden. Als sie ihn nach draußen schleppten, klammerte ich mich an ihm fest. Sie schlugen mich jedoch hart auf die Schulter und ich stürzte zu Boden. Die Tür fiel zu und sie verschwanden im Dschungel.“ Stunden später fanden die Dorfbewohner Aadarshs leblosen Körper im Urwald.

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Foto: Chandan, die Frau des ermordeten Pastors.

 

Ermutigung durch Besuche und Briefe

Kurz nach Aadarshs Ermordung besuchten Partner von Open Doors Chandan, die aus ihrem Dorf geflohen war. „Zuerst brachten wir ihr Lebensmittel und Kleidung“, erzählt ein Teammitglied. „Sie hatte bei ihrer Flucht nichts außer ihrer Kleidung mitgenommen und brauchte dringend praktische Hilfe. Unser Besuch hat sie getröstet.“ Chandan hat vier Kinder, drei sind im Internat, eines ist bereits verheiratet. Auf ihre Besucher wirkte sie sehr aufgewühlt. Einer fragte Chandan, ob sie daran gedacht habe, Jesus zu verlassen. „Eher würde ich sterben“, war ihre Antwort. Bitte beten Sie für Chandan!

Danke, dass Sie sich an die Seite der Christen in Indien stellen!

  • Danken Sie für Chandan und die anderen indischen Christen, die trotz großer Schwierigkeiten an Jesus festhalten.
  • Bitte beten Sie für Christen wie Chandan, die Opfer von gewaltsamen Übergriffen wurden oder Angehörige verloren haben.
  • Beten Sie um Schutz für die indischen Gemeinden vor gewaltbereiten Naxaliten und hinduistischen Extremisten.
  • Beten Sie auch für die Verfolger, dass sie ihre feindselige Haltung gegenüber den Christen aufgeben und sich für Jesus öffnen.

Die nächste Gebetsmail erscheint am 30. November 2016.

 

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