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Indien: Niedergeworfen, aber nicht vernichtet

 

(Open Doors) – „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich“, sagt Jesus. Neeraj* hat vor zwei Jahren zu Jesus gefunden und kennt Gottes Wort gut. Ein Jahr nach seiner Entscheidung begannen die Probleme: Die Ältesten und andere Bewohner seines Dorfes forderten ihn zur Abkehr von Jesus auf, immer wieder begleitet von Schlägen. Doch Neeraj blieb standhaft. Einen Tag vor dem Weihnachtsfest 2015 wurden er und zwei Freunde von extremistischen Hindus überfallen, stundenlang verprügelt und dann zur Dorfhalle gezerrt. „Betet Rama an! Sagt eurem Glauben ab und ihr könnt nach Hause gehen“, rief die versammelte Menge und schleppte sie schließlich zur Polizei. Dort drohten ihnen die Beamten Elektroschocks an, falls sie sich nicht beugen würden. „Ich hatte solche Angst“, erzählt Neeraj mit zitternder Stimme. Am nächsten Tag, dem 24. Dezember, mussten er und seine Freunde in einer öffentlichen Zeremonie hinduistische Schriftstellen aufsagen und Rama huldigen, während sie mit einer Mixtur aus Wasser, Kuhdung und -urin eingeschmiert wurden. Für Neeraj brach eine Welt zusammen. Er hatte Jesus verleugnet. Weinend lief er nach Hause.

 

Verfolgt, aber nicht verlassen

Doch Gott hatte sich nicht von Neeraj abgewendet und sprach durch Worte der Bibel zu ihm: „Selbst der Gerechte fällt sieben Mal und steht wieder auf“ (Sprüche 24,16). Nun flossen Tränen der Freude. Neeraj nahm seine Frau Ritu* und floh aus der Region. Mitarbeiter von Open Doors trafen die beiden später und unterstützten sie zunächst mit Lebensmitteln und anderen Gütern. Ihre Dankbarkeit kannte keine Grenzen: „Ihr hattet uns versprochen, dass ihr uns beistehen würdet, wenn wir in Not geraten. Eure Hilfe hat uns so ermutigt. Dank eurer Unterstützung haben wir nun sogar Rechtsbeistand. Bitte betet für uns und auch für die anderen Familien. Ich bete weiter, dass wir eines Tages in unser Dorf werden zurückkehren können. Wenn Gott uns hilft, werden noch alle im Dorf zu Christus finden.“

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*Namen geändert

Beim Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen, den Open Doors gemeinsam mit der Evangelischen Allianz am 13. November 2016 durchführt, wird besonders für die verfolgten Christen im Sudan und in Indien gebetet.

 

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