Meldungen zu Indonesien
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In den vergangenen Tagen wurde in den Medien viel über Indonesien berichtet. Starke Erdbeben am 28. September, gefolgt von einem Tsunami, forderten mehr als 1.500 Todesopfer bei Palu und Donggala in der Provinz Zentral-Sulawesi. Zehntausende mussten aus ihren Häusern fliehen. Bruder Andrew, der Gründer von Open Doors, schrieb einmal, dass er sich zwei Fragen stelle, wenn er Auslandsnachrichten anschaue. Erstens: „Gibt es dort eine Kirche?“ und zweitens: „Was bedeutet diese Nachricht für die Kirche?“
„Wir haben überall nach Hilfe gesucht, aber es gibt nichts“, erklärten Christen aus der Gegend von Palu. Mitarbeiter von Open Doors reisten in die betroffenen Gebiete und trafen Christen. Sie erfuhren, dass mehrere christliche Dörfer bei der Nothilfe benachteiligt wurden. Ein Betroffener erklärte: „Eines der am meisten zerstörten Gebiete hat eine mehrheitlich christliche Bevölkerung. Wir haben festgestellt, dass diese Region vernachlässigt wurde. Die Opfer wurden nicht ausreichend mit Hilfsgütern versorgt. In den eingestürzten Häusern befinden sich noch die Körper von Todesopfern.“ Das Team von Open Doors verteilte daraufhin Zelte, Decken und Matten an 9 Kirchen in der bergigen Gegend von Kulawi, etwa 50 Kilometer von Palu entfernt. Zu jeder Kirche gehören etwa 50 bis 70 Familien. Zudem wurden Nahrungsmittel geliefert. Da es immer wieder zu Raubüberfällen auf Hilfstransporte kommt, wurden sie mit Autos statt offenen Lastwagen gebracht.
Mit über 200 Millionen Muslimen hat Indonesien die größte muslimische Bevölkerung der Welt. Daneben leben auch etwa 30 Millionen Christen in dem Inselstaat. Die meisten indonesischen Muslime vertreten eine relativ tolerante Form des Islam, doch in den letzten Jahren gewinnen Islamisten an Einfluss. Besonders in Brennpunkten wie Westjava und Aceh werden Christen immer wieder diskriminiert und benachteiligt, gewalttätige Übergriffe nehmen zu. Doch trotz solcher beunruhigenden Entwicklungen wollen sich die Christen nicht entmutigen lassen.
Erst im Juli und im August war die indonesische Insel Lombok von mehreren Erdbeben erschüttert worden. Hunderte Menschen starben, tausende wurden obdachlos. Auch hier standen Mitarbeiter von Open Doors den Christen mit Nothilfe zur Seite, viele von ihnen Christen muslimischer Herkunft. Jüngerschaftskurse wurden in der betroffenen Region fortgesetzt. „Danke, dass ihr hier seid und uns helft. Möge Gott euch reichlich segnen“, sagte einer der Christen. Herzlichen Dank, dass Sie die Christen in Indonesien im Gebet begleiten!
Hinweis: Am 11. November 2018 ist wieder der „Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen“. Werden Sie mit Ihrer Gemeinde aktiv und bestellen Sie das kostenlose Materialpaket zur Gestaltung eines Gebetsgottesdienstes: hier direkt online oder telefonisch unter der Nummer 06195 6767-167.
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