Meldungen zu Indonesien
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(Open Doors, Kelkheim) – Innerhalb eines Monats haben die indonesischen Behörden auf Proteste extremistischer islamischer Gruppen hin die Schließung zweier Kirchen angeordnet. Menschenrechtsgruppen sowie Kirchenführer appellierten an die Regierung, sich dem Druck nicht zu beugen.
Am 26. Juli nahm der Präsident des Regierungsbezirks Bantul in der Region Yogyakarta eine Genehmigung zurück, welche einer protestantischen Gemeinde im Januar erteilt worden war. Da sich die Gemeinde in einem Haus und nicht in einem Kirchengebäude versammle, erfülle sie die Vorschriften nicht, erklärte er laut Berichten der katholischen Nachrichtenagentur UCAN. Halili, ein Vertreter des Setara Institute for Democracy and Peace, einer Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Jakarta, wandte ein, diese Begründung ergebe keinen Sinn, da religiöse Gemeinschaften viele bürokratische Hürden überwinden müssten, um überhaupt die Genehmigung zu erlangen. Medienberichten zufolge hätten lokale islamisch-extremistische Gruppen den Regierungspräsidenten wegen der Genehmigung der Kirchengemeinde unter Druck gesetzt.
Ein ähnlicher Vorfall hatte sich ein paar Wochen zuvor ereignet, als Anfang Juli extremistische Muslime in Westjakarta auf die Straße gingen und die Rücknahme der Genehmigung einer protestantischen Kirche verlangten. Der Pastor, Timotheus Halim, erklärte gegenüber UCAN, er verstehe den plötzlichen Widerstand nicht, da die Genehmigung des neuen Kirchengebäudes nach Erfüllung aller Vorschriften und auf Grundlage einer Übereinkunft mit den Anwohnern erteilt worden sei. Eine der extremistischen Gruppen, welche gegen die Kirche protestierten, die „Islamische Verteidigungsfront“, hätte die Gemeinde bereits aus ihrem bisherigen Kirchengebäude vertrieben, erklärte er. Am 5. Juli wurde ihm offiziell mitgeteilt, die Kirche sei verboten.
Die Behinderung des kirchlichen Lebens durch extremistische Gruppen ist in Indonesien kein neues Phänomen, doch deren Einfluss nimmt zu. 2017 wurde Ahok, der Gouverneur Jakartas, nach großangelegten Demonstrationen islamischer Extremisten wegen angeblicher Beleidigung des Islam zu zwei Jahren Haft verurteilt (Open Doors berichtete). Zahlreiche internationale Beobachter hatten das Urteil kritisiert und als Beleg für den wachsenden Einfluss islamischer Extremisten im Land bewertet. Die wahre Herausforderung für die Regierung des indonesischen Präsidenten Jokowi, der nach seiner Wiederwahl in den Präsidentschaftswahlen vom 17. April noch am Anfang seiner zweiten Amtszeit steht, sei weniger die wirtschaftliche Situation als das Erstarken eines konservativen und extremistischen Islam innerhalb der Bevölkerung, erklärte Thomas Müller, ein Analyst von World Watch Research, der Forschungsabteilung von Open Doors.
Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex belegt Indonesien Platz 30 unter den 50 Ländern, in denen Christen die stärkste Verfolgung erfahren.
Quellen: Open Doors, UCAN
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