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Irak: 'Seht zu, erschreckt nicht!'

IS verbreitet gezielt Angst über soziale Medien

Flüchtlinge unter einer Brücke(Open Doors) – Täglich erreichen uns Berichte über die Bedrohung und Gewalt durch die islamistischen Kämpfer der IS. Dadurch aufgeschreckt fliehen Christen und Angehörige anderer religiöser Minderheiten aus dem Nordirak in die kurdische Autonomiezone. Einer unserer Mitarbeiter dort berichtet, dass IS gezielt Facebook und andere Plattformen im Internet nutzt, um die Angst der Menschen zu schüren. So hat die Miliz bereits mehrfach fälschlich vermeldet, ihre Truppen seien bereits in bestimmte Orte eingedrungen. Die Nachricht allein reichte aus, um die Bevölkerung noch vor der tatsächlichen Ankunft der Islamisten in die Flucht zu jagen. Die konnten den Ort dadurch leicht einnehmen.

In seiner Endzeitrede in Matthäus 24,6 ermutigt Jesus seine Nachfolger: "Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, achtet darauf, aber erschreckt nicht!" Hat Jesus hier etwa ‚leicht reden‘? Gewiss nicht! Er ist voller Fürsorge. Sein "Erschreckt nicht!" soll die Herzen stärken in einer Zeit, wo Furcht uns lähmen will. Auch als Beterinnen und Beter stehen wir in der Gefahr, uns im Gebet lähmen zu lassen. Doch wir wollen unseren Geschwistern in der Bedrängnis Gottes Wort im Gebet zurufen: "Fürchtet euch nicht!"

Mut der Verzweiflung?

Schlafende erschöpfte FrauUnsere Mitarbeiterin Raja* empfängt täglich Flüchtlinge in einem der von Open Doors unterstützen Nothilfeprojekte im kurdischen Gebiet. Bei den vielen Berichten der eintreffenden Christen hörte sie von einem 8-jährigen Mädchen, das sich den Kämpfern der IS widersetzte. Die Mutter erzählt, dass sie bei ihrer Flucht aus Mossul bei einem Kontrollpunkt der IS alles Hab und Gut abgeben mussten, sogar eine Tasche mit Kleidung. Als der IS Kämpfer das i-Pad des Mädchens an sich nahm – ein Geschenk ihres Vaters – konnte das Mädchen nicht mehr an sich halten. Sie warf sich wütend auf den Boden und schrie so lange, bis der IS Kämpfer ihr das Gerät entnervt in den Schoß warf und sie anherrschte: "Da, nimm schon!" Die Familie ist jetzt in einer Kirche in Erbil in Sicherheit – zusammen mit 300 anderen Flüchtlingen. Viele weitere sind noch immer auf der Suche nach einer Bleibe.
Raja schüttet ihr Herz aus: "Viele fliehen jetzt noch weiter in den Norden der kurdischen Zone, weil sie befürchten, dass die IS auch hierher kommt. Was soll ich dann tun? Es ist sehr schwer. Ich bitte Gott um Hilfe. Wir brauchen wirklich Hilfe!" (Quellen Fotos: Capni)

* Name aus Sicherheitsgründen geändert

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen im Irak stellen.

  • Bitte beten Sie für die Familien, die noch immer auf der Flucht sind, dass sie Essen, Trinken, Unterkunft sowie Trost und Beistand finden.
  • Beten Sie bitte für die Christen in der kurdischen Zone, dass sie den Flüchtlingen wirksam helfen können.
  • Beten Sie dafür, dass Gott die Herzen der Islamisten erleuchtet und sie aus ihrer Verblendung herausgerissen werden, damit Frieden im Land einzieht.

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