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Irak: Verfolgt, aber nicht verlassen

Jesus warnt eine irakische Christin vor IS-Angriff

(Open Doors) - Zhila* und ihr Mann Yousef* freuten sich riesig auf den Umzug in ihre eigene Wohnung in Karakosch, nachdem sie jahrelang bei Yousefs Eltern gelebt hatten. Doch am Tag des geplanten Einzugs erstürmten die Kämpfer des IS die Stadt. Zhila musste mit Yousef und den beiden Töchtern fliehen. "Wir konnten nicht einmal eine Nacht in unserem Haus verbringen", berichtet sie unter Tränen. In den Straßen rannten hunderte Menschen um ihr Leben, teils stürzten und fielen sie übereinander. Plötzlich erinnerte sich Zhila, dass sie all das bereits zuvor in einem Traum gesehen hatte.

Warnung und Trost für Zhila

Als sie noch in Mossul lebte, hatte Zhila ihren ersten Traum. "Ich sah meine Stadt im Chaos. Es war sehr beängstigend. Viele flohen. Ich rief zu Gott ‚Hab Erbarmen, Herr! Was geschieht hier?‘ Und dann sah ich Jesus. Es war, als würde er strahlen. Er sagte mir, ich solle mich nicht fürchten. Doch er warnte mich auch, dass dies erst der Anfang der Krise sein würde."

Nun, bei der Flucht aus Karakosch, standen Zhila der Traum und die Worte von Jesus plötzlich wieder lebhaft vor Augen: "Fürchte dich nicht. Ich bin mit dir."

Flucht vor dem IS und Neuanfang

Sie waren unter den letzten Familien, denen die Flucht aus Karakosch nach Erbil gelang. Doch nach wenigen Kilometern Fahrt leuchtete ihre Tankanzeige auf. Die Mädchen weinten, ihr Mann fluchte und Zhila betete ununterbrochen. Schließlich erreichten sie eine Tankstelle, doch diese verkaufte Benzin nur gegen Coupons, die Zhilas Familie nicht besaß. Ausgerechnet jetzt tauchte ein Tanklastzug am Horizont auf. Dieses Benzin konnte frei erworben werden. Auf diese Weise schafften es Zhila, Youssef und die Kinder bis nach Erbil – wenn auch mit leeren Händen. Heute – ein Jahr später – leben sie dort mit zwei Familien in einem Haus.

Zhila hatte den gleichen Traum zwei Mal. Als sie aus Mossul wegzog, sagte Jesus: "Das ist die kleine Krise". Kurz vor der Eroberung von Mossul und Karakosch durch den IS hörte sie ihn sagen: "Das ist die große Krise." Das Leben jetzt ist hart für die Familie und der Verlust allen Eigentums bedrückt Zhila bis heute. Doch eines wird sie nie vergessen: Jesus ist bei ihr auch in den schwierigsten Umständen.

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert

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Hinweis: Mehr Information über die Lage der Christen im Irak finden Sie hier.

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