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Kenia: Ermordet, weil sie an Jesus festhielten

Al-Shabaab-Anhänger töten vier Christen in Ostkenia

(Open Doors, Kelkheim) – Am vergangenen Freitag, dem 18. August, kam es in der ostkenianischen Küstenprovinz Lamu zu einem tödlichen Überfall auf Christen. Die vier Männer hatten sich geweigert, das islamische Glaubensbekenntnis (Schahada) zu rezitieren. Eine Ehefrau musste die grausame Tat miterleben und ist schwer traumatisiert.
 

Kenia: Ermordet, weil sie an Jesus festhielten
Symbolbild

Bekehrung zum Islam gefordert

Gegen 9 Uhr abends trafen bewaffnete Anhänger von Al Shabaab in der Stadt Kasala Kairu ein und teilten sich in Gruppen auf. Eine Gruppe ging direkt zum Haus von Changawa Muthemba und schleifte ihn zu dem nahegelegenen Haus seines Schwagers Joseph Kasena. Dort hielt sich zu dem Zeitpunkt auch der 17-jährige Kadenge Katana auf, Sohn eines Nachbarn. Die Angreifer bedrohten die Männer mit Macheten und wollten sie zwingen, die Schahada zu rezitieren und sich damit zum Islam zu bekehren. Als die drei sich weigerten, wollten die Al-Shabaab-Anhänger sie fesseln. Dabei kam es zum Handgemenge, bei dem die Christen mit Macheten umgebracht wurden. Im Anschluss an die Bluttat drangen die Mörder in ein benachbartes Haus ein und töteten den dort wohnenden, älteren Bruder Josephs, den geistig behinderten Charo Karisa.

Josephs Frau Caroline Riziki wurde Augenzeugin der Tat und ist schwer traumatisiert. Ihre 17-jährige Tochter war an dem Abend nicht zu Hause. Die Familie von Kadenge Katana ist durch den Verlust ihres Sohnes zutiefst erschüttert. Über Carolines Schwester, die Witwe des ermordeten Changawa Muthemba, liegen Open Doors bislang keine Informationen vor.

„Al Shabaab wusste, dass sie Christen sind“

Ein lokaler Kontakt von Open Doors erklärte zum Hintergrund der Tat, dass Al Shabaab und ihre Sympathisanten tief in der lokalen Gesellschaft verwurzelt seien. Somalische Viehhirten lassen ihre Herden immer wieder gezielt auf dem Land einheimischer Bauern weiden, so dass es zwischen den beiden Gruppen regelmäßig zu Spannungen kommt. Ein solcher Vorfall hatte sich auch am Tag des Überfalls ereignet, doch die Kontaktperson betonte: „Das war nicht Grund für den Angriff, es war höchstens ein willkommener Anlass. Al Shabaab wusste, dass diese Männer Christen sind und Joseph ein Gemeindeältester. Bitte betet für uns und mit uns“, so sein eindringlicher Appell an die Christen in aller Welt.

Bitte beten Sie für die Christen in Kenia!

  • Beten Sie für die betroffenen Familien um Gottes Trost. Sie sind derzeit mit den Vorbereitungen zur Beerdigung beschäftigt, Open Doors wird sie so bald wie möglich besuchen.
  • Beten Sie für die Christen und Gemeinden in der Region, dass sie den neuerlichen Schock überwinden und im Glauben gestärkt werden.
  • Beten Sie um Bewahrung der Christen vor weiteren derartigen Anschlägen.
  • Beten Sie gezielt für die Al-Shabaab-Anhänger und die Jugendlichen, die von der Miliz umworben werden: dass viele zu Jesus finden.

 

Schreiben Sie an Caroline Riziki und zeigen Sie ihr, dass sie in ihrer Trauer nicht alleine ist. Nähere Informationen finden Sie hier.

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